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AD. VI, 1

durch Seleukeia und Atefiphon beeinträchtigt.

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Die Herrschaft der Seleukiden hat in Babylonien sehr bald stark mit parthischen Übergriffen zu rechnen gehabt, trokdem ist Babylon, solange es überhaupt ein Seleukidenreich gibt, diejem ergeben gewesen. Es war jeßt eine Stadt wie andere auch und Herrschaftsansprüche konnten nicht mehr entstehen. So ist es unter der Partherherrschaft geblieben und Ktesiphon hat wie Seleukeia es mehr und mehr in den Schatten gedrängt. Als Stadt von Bedeutung hat es bestanden und wird es mehrfach erwähnt, erst unter den Sassaniden scheint es dann ganz verkümmert zu sein.

Inhalt.

Der Name Babylonien S. 3. – Die ältesten Zeiten der babylonischen Geschichte S. 4–6. – Babylon eine verhältnismäßig junge Stadt, gegründet von Sargon von Agade; deffen Reich und Babylons Rolle als Hauptstadt der vorderasiatischen Aulturwelt S. 7-16. - Die erste Dynastie" von Babylon, ein babylonisches Mittelalter“, Hammurabi S. 17–21. – Die zweite Dynastie S. 22. – Die Kassiten, Babylon zwischen Assyrien und Elam S. 23–31. - Die Dynastie Basche, Nebukadnezar I. S. 31–32. - Der Verfall, die kleinen Dynastien, die Chaldäer S. 33–34. — Unter assyrischem Schuße S. 34-36. - Als Stadttönigtum S. 36. – Unter dem Einflusse des neuassyrischen Reichs S. 38–43. – Zerstörung und Aufbau S. 40–41. — Als Hauptstadt des neubabylonischen, chaldäischen Reichs, Nebukadnezar S. 44–45. – Die Perserzeit, Alexander, Seleukiden S. 45–47.

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Σείργία
J. E. Hinrichs'sche Buchhandlung

Der alte Orient.

Gemeinverständliche Darstellungen

herausgegeben von der Corderasiatischen Gesellschaft.

6. Jahrgang, Heft 2.

Wegen der vielfach erweiterten Neudrude empfiehlt es sich, fortab nach Jahrgang, Heft und Seitenzahl zu zitieren und eine zweite oder weitere Auflage mit hochstehender Ziffer anzudeuten, also z. B.: AO. IV, 22 S. ...= Alter Orient 4. Jahrg., 2. Heft, 2. Aufl. Seite ....

Bei einer Schilderung des alten Äthiopiens braucht der Leser sich nicht in das dunkelste Afrifa zu verirren und die ebenso greuliche wie großartige Entwickelung von Reichen zu verfolgen, wie sie z. B. verschiedene Zuluhäuptlinge in unseren Tagen mit echt afrikanischer Gewalttätigkeit rasch aufgebaut haben. Solche Staatsgründungen wird es ja in Afrika in ältester Zeit gegeben haben; ob sie für die Geschichte der Kultur viel Bedeutung hatten, ist eine andere Frage. Wir befassen uns hier nur mit dem bestbekannten, verhältnismäßig zivilisierten Teile Ostafrikas, den die Griechen als Äthiopien im speziellen Sinne bezeichneten, d. h. Nubien bis etwas über das moderne Chartum hinaus, bis zum „Land der Schwarzen“ (bilad es-Sudan), um einen modernen arabischen Ausdruck zu gebrauchen.

Freilich, für die zivilisierten Länder des alten Orients wie für die Griechen begann die afrikanische Barbarei dicht hinter der Südgrenze Ägyptens, und das hier zu besprechende Land gehörte ichon zu denen, wo der Liebhaber oder Erfinder gruselig abenteuerlicher Erzählungen seinen phantastischen Neigungen freien Lauf lassen durfte. Der klassische Schriftsteller vermochte ungestraft seinen gutmütigen Lesern die fabelhaftesten Geschichten über in dem äthiopischen Reich oder um dasjelbe wohnende Völkerschaften zu erzählen. Da gab es nicht nur barbarische Menschenfresser, sondern auch Leute, die ausschließlich von der Milch der Hunde oder sogar der Paviansaffen lebten, andere, die wie das liebe Vieh auf allen vieren liefen, mißgestaltete Stämme aller Art, z. B. folche, die anstatt Mund und Nase ein Loch im Gesicht hatten, Geschwänzte usw.' So war man wenig geneigt, dem zivilisierten Äthiopien eine Ausnahmestellung vor den übrigen Ländern der afrikanischen Wilden zuzugestehen,

1) Vgl. z. B. bei Plinius im 6. Buch der Naturgeschichte eine reiche Auswahl solcher unterhaltender Abenteuerlichkeiten.

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