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bruch der vernachlässigten Kanäle zum Teil in einen Sumpf verwandelt wurde.

B abhar r u, eine babylon. Stadt, lag an der Mündung eines Kanals.

Babsalimati war die südlichste Stadt von ganz Babylonien.

Bagdadu, nahe bei Meturnat, wird schon 1100 v. Chr. unter Marduknadinachi erwähnt, in nachchristlicher Zeit dann hochberühmt und ist noch heute eine volfreiche Stadt mit dem alten Ramen.

Bala w at s. Minive.
Bargani war eine babylon. Stadt am Euphrat.
Bargisis. Uruf.
B

a 3 oder Dasa, Pasitu war eine babylon. Stadt zwischen Sippara und Nippur. Hier baute Nebukadnezar dem Belfarbi oder Lugalgisatugablis einen neuen Tempel Edurgina oder. Ekugina genannt.

Besim war keine Stadt, sondern ein fluß oder Kanal in Babylonien.

Bilbulit hieß eine affyrische Stadt nahe bei Ninive.
Bitad a war ein babylon. Ort am Kanal Zirzirri.

Bitadini hieß eine altfemitische Stadt und Cand an der Stelle, wo später das Land Mitanni genannt wird. In der hl. Schrift ") wird Bne eden neben Gosan und Telasar genannt.

Bitalgia war eine Stadt in Nordbabylonien.

Bitch airi war eine Stadt in Assyrien, die unter Sargon von Elam eingenommen, aber von Sanherib zurückerobert wurde. Vergl. Pallukkatu.

Bitdaturi hieß eine babylon. Stadt und Landschaft am Euphrat, die von Ptolemäus Jdikara genannt wird.

Bithanbi, eine babylon. Stadt am Besim.
Bithumri oder Bitomri, d. i. Samaria, s. Dal u. Syr.
Bitjalin hieß eine altbabylon. Stadt.
Bitibuni war eine babylon. Stadt am Dubatafluß.
Bitimbiati, eine Stadt in Babylonien.

Bitiftar, eine babylon. Stadt, eroberte Tiglatpilefar III, und richtete hier sein königliches Bild auf. Es war mit Inschriften versehen wie auch der Speer des Bottes Clinib, den er hier aufpflanzte.

Bitlilam z e h war eine feste Stadt in dem nördlich von Affyrien gelegenen Gebirgsland. Sanherib eroberte sie und machte Kriegsgefangene aus verschiedenen Völkern zu Einwohnern dieses Ortes.

Bitfubatti, eine babylon. Stadt mit Weinbau, lag östlich von Babel.

Bitriduti, bei Urrian Jridotis genannt, lag in Nordbabylonien.

1) 2. Kön. 19, 12.

Bitris, eine babylon. Stadt, hatte einen Tempel der Belit.
Bitfilani war eine Stadt im nördlichen Babylonien.

Bitfirmagir, eine babylon. Stadt, war Sitz eines königlichen Statthalters.

Bittutu, ein südbabylon. Ort, wo Sanherib siegte.

Biķa mani, Stadt und Cand in der Nähe von Tuscha, wurde von Affyrien erobert, eine Zeit lang einheimischen fürsten überlassen, später aber zum Reich geschlagen.

Borsippa f. Babel.
Buluk tuj. Pallukkatu.
Chalneh s. Kalno.

Chalulen, eine Stadt am Tigris, war von Chaldäern bewohnt. Hier wurden die verbündeten Babylonier und Elamiter 691 v. Chr. besiegt.

Charr an i. haran.
Charfagkalama f. harsagkalama.

Chars avva, eine babylon. Stadt, verehrte den Ramman als Martu.

Da bitu, eine nordfyrische Stadt, eroberte Salmanaffar II.
Daithos, ein Ort in Südbabylonien.

Dam da mufa, eine Stadt am oberen Tigris, war eine alte Residenz der assyrischen Könige. Als aber seine Einwohner sich gegen den Großkönig unbotmäßig zeigten, wurde der Stadtpräfekt Hulai zu Tod gemartert, die Stadt selbst aber in Asche gelegt.

Der oder Deri s. Dir.

Dilbat, eine Stadt im nördlichen Babylonien, diente dem Urasch, d. i. Bel oder Marduk, und der Mama. Uuch Minib hatte hier einen Tempel, wie es in einer Inschrift Nebukadnezars heißt: Dilbat baute ich von neuem dem Gott Eb (Ib), meinem Herrn, den Tempel Ideanim ?)."

Dilmun, eine südbabylon. Stadt, lag auf einer Insel des persifchen Meerbusens. Hier wurde Nebo neben Zirbanit verehrt. Sein König Upiri lebte zu Zeiten Sargons II.

Dimas ki oder Damaskus 1. Pal. u. Syr.

Dimatbel ist keine Stadt, sondern vermutlich ein Turm in Sippara.

Din dubit war eine Stadt im babylonischen Gau Almirea.
Dinigli und Jmki waren dem König Ninpis untertan.
Dinsari war eine elamitische Stadt.

Dir, auch Diri, Der, war eine abylon. Stadt am Ufer des Tigris, die dem Unu und Bel diente. Diese wurden unter der Gestalt

. In

1) fr. Hommel, Sen. V. u. S. I, S. 236.

einer Schlange verehrt, die man „Herrin des Lebens" nannte. Auch Gur und Nina hatten dort Tempel und Tempelland.

Dunib f. Tunap.
Durant i, eine babylon. Stadt, diente dem Bel.
Durafur, eine assyrische Stadt, erwarb Usurnasirpal.
Durathara s. Durnabu.
Durbalat war eine assyrische Stadt.

Durbel, eine assyrische feste an des Reiches Nordgrenze, war eine Zeit lang von den Mannäern befekt.

Durbelharr anbelasur, eine assyrische Stadt, gründete der Minister des Palaftes Belharranbelasur.

Durduk ka war eine Stadt in Nordassyrien.

Durgurgur, f. Tell Sifr, oder Nazarki, war ein babylon. Ort, wo Kupfer geschmolzen und verarbeitet wurde. Er lag nahe bei Carsa.

Durjatin, eine babylon. Stadt und Festung, hatte ihren Namen von König Jakin, dem Vater Mierodachbaladans I. Sie wurde 709 v. Chr. von Sargon erobert.

Durib. Tunap.

Durilu, eine assyrische Stadt an der Grenze von Elam, wurde von dem Kanal Dutu durchströmt. Hier kämpfte Sargon mit Ummanigas von Elam, wie es scheint, unglüdlich. Ihr Gott hieß Kadi.

Durtarasu, h. Ukerkuf und Tell Aswad, eine babylon. Stadt, lag oberhalb Sippara am Euphrat. Als hier die Mutter des Königs Mabunaid starb, währte die Hoftrauer drei Tage.

Durfurigalzu, eine feste Stadt in Babylonien, baute der kassitische König Kurigalzu zu seiner Residenz. Sie hatte eine ähnliche Lage wie Durkarasu, wenn nicht beide Örte einander gleich sind, denn man sucht auch die Reste von Durkurigalzu in denselben Hügeln Ukerkuf und Tell Uswad. Die Stadt hatte sechs Tempel, darunter ein Egirinna, d. i. Haus des Getreides, und Eugal, d. i. Haus des großen Herrn Bels oder Kurgals, des großen Berges.

Durladim a war der Hauptort der babylonischen Provinz Bitdakuri. Hier kuldigten Bürger von Babel und Barsippa dem König Sargon II

Durlagab, ein fester babylon. Ort, war von Samsiiluna erbaut.

Durnabu oder Durathar war eine babylon. Festung, in deren Nähe Merodachbaladan II. und seine Verbündeten von Sargon II. besiegt wurden.

Du r pad du wird dieselbe Stadt sein wie Durlagab.

Dur pa psufal war eine Stadt von Nordbabylonien, in der „Hochflut der Wasser“ gelegen. Gegenüber dieser Stadt besiegte Samsiramman IV. von Uffyrien den Babylonier Mardukbalatsuiłbi, der Elamiter und Uramäer zu seinen Verbündeten zählte, auch Kaldi- und Namri-Söldner in seinem Dienst hatte.

Durfarulin hießen zwei Städte. Die ältere Stadt dieses Nas mens erbaute Sargon I. in Kardunias ").

Die jüngere Stadt gründete Sargon II. an der Stelle der sehr alten, aber wegen Wassermangels verlassenen Stadt Magganubba einige Meilen nordöstlich von Ninive in den Jahren 711-707 v. Chr. Daß diese bedeutende Stadt nicht im ersten Buch Moreh genannt wird, mag anzeigen, daß dieses Buch nicht nach der Erbauung von Dursarukin geschrieben ist

. Der Erbauer erzählt inschriftlich: „Tag und Nacht plante ich den Bau dieser Stadt und gab Befehl, daselbst ein Heiligtum für den Sonnengott zu errichten, den großen Richter der großen Götter, die mich den Sieg gewinnen ließen. Tag und Nacht machte ich Pläne für die Be. völkerung der Stadt und die Errichtung von Heiligtümern zur Wohnung für die großen Götter und für Paläste zum Sitz meiner Herrschaft. Leuten aus vier Weltgegenden, von fremden Zungen und verschiedener Rede, die Berge und Ebenen bewohnt hatten, wo immer der Krieger der Götter, der Herr aller die Herrschaft hat, die ich im Namen Usurs, meines Herrn, durch die Macht meiner Waffen gefangen weggeführt hatte, diesen befahl ich eine Sprache zu reden und siedelte sie dort an. Söhne assurs, von weiser Einsicht in alle Dinge, Schriftgelehrte setzte ich über sie, daß fie über der furcht Gottes und des Königs wachten. Im Einklang mit dem Namen, den ich führe (Sar-gon so viel als „treuer fürst“), und den die Großen mir verliehen, damit ich Recht und Gerechtigkeit verteidge, die Machtlosen leite und den Schwachen keinen Schaden zufüge, bezahlte ich in Silber und Kupfer den Preis für das Land, auf dem ich die Stadt erbauen wollte, nach den Tafeln, die seinen Wert bestimmten, an die Eigentümer. Und um kein Unrecht zu tun, gab ich denen, die kein Geld für ihr Land wünschten, ein Stück Land, das ihrem früheren Eigentum gegenüber lag (?).“

Diese Uebersetzung wird schwerlich zu halten sein. Es sollte heißen: „Das ihrem früheren Eigentum gleichwertig war." Uebrigens haben wir hier den sichern Beweis, daß es in Assyrien nicht nur Kataster gab, sondern auch das gesekliche Enteignungsverfahren geübt wurde.

Die Stadt Magganubba, am fuß des Berges Mufri oberhalb Minive gelegen, war eine altassyrische Stadt, von der Sargons Cylinderinschrift berichtet:

„Sie war wie ein Pfeiler gegründet, und keiner unter den dreihundertfünfzig fürsten, die vor mir regiert, hatte ihre Lage dergessen."

Aber was hilft das, wenn eine Stadt nicht das allernotwendigste zu ihrem Bestehn hat, wenn sie kein Waffer hat? In der neuen Stadt, die Sargon erbaute und bevölkerte, durch Mauern schüßte und mit Wasser perforgte, waren acht Tore, nach den acht Windrichtungen gebaut. Das erste Tor auf der Ostseite war dem Gott Samas geweiht, der den König den Sieg gewinnen ließ, das zweite, etwa nach Nordosten gerichtet, dem Wettergott Ramman, der der Stadt Ueberfluß schenken Follte. Das dritte auf der Nordseite gehörte dem Bel, der der Stadt Grundstein legte. Das vierte der Beltis, die fruchtbarkeit und Reichtum vermehrt. Das fünfte auf der Westseite dem Anu, der das Wert der Hände des Königs legnet. Das sechste der Istar, die der Stadt Bewohner gedeihen läßt. Das siebte auf der Südseite dem Ea, der ihre Quellen leitet. Das achte der Herrin der Götter (Damkina), die ihre Nachkommenschaft verbreitet. Die Mauer der Stadt war dem Usur geweiht, der des Königs Jahre alt werden läßt; der Wall aber dem Minib, der den Grundstein für die Dauer ferner Tage legt.

1) Ciele a. a. O., S. 113.

In dieser Stadt ließ sich Sargon einen Palast von Elfenbein und kostbaren Hölzern bauen, in dessen Grundstein Urkunden, geschrieben auf Gold, Silber und Alabaster, gelegt wurden. Eine Vorhalle, in der Sprache des Westlandes bithilani gen. -), ließ er vor den Toren des Palastes erbauen und stellte hier acht Löwen aus Bronze und sechs mächtige Säulen aus Zedernholz, auch Widder und Stierkolosse auf.

Außer dem Tempel des Samas errichtete Sargon hier auch festgegründete Tempel für Ea, Sin, Ningal oder Marduk, Ramman und dar.

Rings um die Stadt breitete sich ein Park aus, in dem alle Arten von Bäumen standen, die in dem Lande der Hethiter oder Khatti wachsen, auch jede Art von Bergkräutern.

Zwei Mauern, Duru und Schalhu genannt, umgaben die Stadt zu ihrem Schute. Daß sie konzentrisch liefen, läßt sich nicht erweisen.

Die Reste von Dursarukin liegen in dem Trümmerhügel von Khore sabad, der uns viele Denkmäler und Inschriften geliefert hat.

Duru oder Dorf. Pal. u. Syr.
Durufi war eine babylonische Stadt bei Sippara.
Durzi ziki, eine Babylon. Stadt, lag am Tigris.
Edan. Gueddina.

Ekallate oder Hekali, die Stadt der Paläste, lag in Affyrien. Aus ihr raubte der babylonische König Marduknadinachi die Götterbilder Ramman (Udad) und Sala und brachte sie als Kriegsbeute nach Babel. 418 Jahre später holte sie Sanherib wieder in ihre Heimat zurüd.

Ellas ar f. Larsa.
Enzi oder Enzudi war eine babylon. Stadt am Euphrat.
Erigiza 1. Urakizu.
Erech 1. Uruf.

Eridu, Ritu oder Munti, der Ort des Himmelsozeans und des Orakelbaumes ?), die Stadt der fürsten, später Erizibba gen., war eine der ältesten Städte in Chaldäa, wo heute der Schutthügel Übu Schahrein am rechten Ufer des Euphrat liegt. Hier verehrte man besonders den

1) Jerem. 22, 14. 2) Fr. Hommel, Brundriß. S. 365 2.

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