Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub
[merged small][ocr errors][ocr errors][ocr errors]

Aus Sippa r werden als Datesi genannt Raramsin, der mit dem von Babel nicht eine Person fein kann, da er um 1000 Jahre älter als dieser ist. Er baute in Sippar den Tempel des Sonnengottes, den Sagasaltias im Zerfall gesehen hat. Den Enmeduranti, der auch unter den Datesi von Sippar genannt wird, haben wir bereits als einen vorsintflutlichen Herrscher und als Evedoranchus des Berosus kennen gelernt.

In Sirpurla oder Sirgulla, das auch Lagasch heißt, herrschten um 3500 v. Chr. Galginna und fein Sohn Urganna, deffen Zeichen auch Engagal oder Belchigalli gelesen wird, nach Hommel 1) der König Orchamos des Ovid. Eine Inschrift lautet:

„Urganna, König von Sirpurla, Sohn des Galginna, hat den Tempel des Gottes Ningirsu erbaut, einen Palast erbaut... den Cempel der Zinni hat er er. baut, den Tempel Egadda erbaut, seinen Bruder erbaut.”

Hierunter ist wohl ein zum Tempel gehöriger Nebenbau zu verstehn, also ein Stufenturm oder Ziggurat. Engagal aber bedeutet „Herr des Ueberflusses“.

Die Anordnung der folgenden Herrscher, außer denen Radau, ein amerikanischer Gelehrte, noch Galukani, Urlama, Erinannar als Zeitgenosse von Urgur bis Inisin, den Patesis von Ur, nennt, bietet keine Gewähr betreff der Zeit und Nachfolge. Es werden genannt Urukagina, der auch König von Girsu war. Cugalsuggur wurde ein Vasall von Kifch. Von Aldu oder Tuddu ist nur der Name bekannt. Urnina oder Kalabgula hat, wie es inschriftlich von ihm heißt, ,, die Mauer von Sirpurla gebaut, den Gott Cugaluru hat er ausgemeißelt“ 2). Noch werden genannt Akurgal und Idingiranagin. Jnannatuma oder Enannatu zählt auf einer großen Kieselinschrift feine Städte auf, darunter Erech, Carsa, Ur und Gischu. Intina oder Enteminna. Diese beiden legten Kanäle an wie den von Antasurra bis zum Tempel des Gottes Galdimzuab. Inschriftlich: ,,Er baute dem Gott Enfi, dem König von Nunki, den Zuab, den glänzenden Kanal“ 8). Ferner werden genannt Plamuru und Urba u. Von diesem ist eine Inschrift erhalten auf einer des Kopfes beraubten Bildsäule, die in Tello gefunden wurde:

„Dem Gott Zingirsu, dem mächtigen Krieger des Bottes Enlilla, Urban, der Datefi von Lagasch."

Er baute auf einer Terraffe den Tempel des Minnu oder Imikulaglag und der Göttin Ninharsag. Aber der Bau, der guten, der Tochter der Ana, baute er einen Tempel in Uruazaga. Er baute dem Gott Mindar, der Göttin Ninmar, der ältesten Tochter der Göttin Mina, dem Tempelhof von Sagipada gegenüber eine Kapelle. Dem Gott Gudana, dem Herrn der Welt, baute er einen Tempel in Girsu, ebenda dem Gott

[merged small][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors]
[merged small][ocr errors]

1

Duzizuab, dem Herrn von Kinunir. Urintil oder Rammaghni. Gu. dea. Urninshaph. Urningirsu. Lukani. Bauninau oder Kalabisganna. Galalama. Lugalusugal war bereits dem König von Babel, Sargon I., untergeordnet.

Uus Tammun oder Ud ist mir kein Patesi bekannt geworden.

Als erster Priesterfönig von U ru gilt bei einigen U r b a u oder Urbagas, Urguribisin, Kalabbau genannt. Nach fr. Hommel ") aber vereinigte er bereits die Länder östlich und westlich vom Euphrat unter feinem Szepter. Inschriftlich:

„Urengur, König von Ur, hat dem Gott Sin, feinem Herrn, diesen Tempel Tiismila errichtet, das Haus, an dem er Gefallen hat.“

Er baute auch den Tempel des Bel und der Beltis, des Samas und der Nana 600 Jahre vor Hammurabi. Uuf Urbau folgte Kalabgurra, der in Rippur Tempel baute, auch in Ur dem Nannar den „Tempel feiner Liebe".

Dungi nennt sich in den Inschriften den mächtigen König von Ur, König der vier Weltgegenden, König von Sumer und Akkad. Er stellte die Tempel Eanna und Eharjag wieder her und baute dem Nergal den Tempel ésidlam. Er vollendete den Stufenturm Egissirgal, den Urengur zu bauen begonnen hatte. So meldet eine Inschrift, die von Ur nach Minive verschleppt war. Uber ihm selbst wurden auch Tempel gewidmet, vielleicht schon zu seinen Lebzeiten ?). Nach dem „DungiGewicht" ließ Nebukadnezar II, die babylonischen Gewichte einschäßen und ordnen.

Amarsin baute den Tempel Ekisnugal mit der Ziggurat Eapsu.

Gungunnu ist nicht mit dem gleichnamigen Datesi von Zisin, dem Sohn Ismidagans, zu verwechseln. Bursin heißt auch Herr von Nippur und Eridu. Inschriftlich: „Bursin, von Bel in Nippur zum Patesi des Belstempels ernannt, der tapfere Held, König von Ür, König der vier Weltgegenden" 3). Er führte Krieg mit Anzan oder Medien. Uuch ihm wurden Tempel erbaut.

Gamilsin, auch Gimilsin, Katsin genannt, baute in Gisuch einen Cempel der Nina und zerstörte die Stadt Zabjali.

Inisin, 8. i. Uuge des Sin, nennt sich auf einer Inschrift:
„Inisin, der mächtige König, König von Ur, König der vier Weltteile."

Das übrige ist unlesbar. Nurramman und die vier folgenden Patefi haben wir bereits als Herrn von Carsa kennen gelernt, außer Sinttischil chat, nämlich Siniddina, Simtischilschaf, Kudurmabuk oder Ku. durlagamar, Eriaku oder Rimsin und Emutbal.

1) Grundriß S. 243. 2) Mitt. d. 1903, Nr. 17, S. 15. 3) Undere Datesi von Úr siehe S.

Immirum ließ den Kanal Usuhi graben. Er gebot auch über die elamitische Provinz Jamutbal.

Aus úr uk wird als ältester Datesi Gilgamis oder Izdubar genannt. Auf ihn folgte um das Jahr 3000 v. Chr. Lugalzaggisi, nach fr. Hommel 1) regierte er noch 1000 Jahre früher. Er rühmt von sich inschriftlich, er sei mit der Lebensmilch der Göttin Linharsag ernährt und habe Ur, Larsa, Gisbaa und die Länder Ninni-abbi und Dingirafi erobert. Unter dem erstgenannten Land, der „Istar des Meerlandes", sonst mat marrati genannt, versteht fr. hommel die arabische Lands schaft, aus der nach seiner Meinung Timrod fam; unter dem Gottesland" aber das übrige Arabien, wo n. 1. M. das Paradies gelegen war. Die vier flußläufe, die in den K. S. öfter erwähnt werden, find ihm eine Erinnerung an die vier Flüsse des Paradieses. Sie heißen Xarụ, Sigal, Silim und Jdignu.

Auf Cugalzaggisi folgte Lugalkizubnidudu.

Singasid nennt sich auch König von Amnanu. Er baute seinen Göttern Cugalbanda, d. i. dem Sin und der Minsum den Tempel Kankal. Er fol um 2300 v. Chr. gelebt haben.

Noch werden genannt Amaan, Singamil und Bilgurahi.

Aus Zirteli a kennen wir die Datesi Haldu oder Haladdu, wozu Kischurra zu vergleichen ist, Urninna und Kurgal.

Amerikanische Forscher ?) wollen die Bildsäule eines babylonischen Königs Daudu gefunden haben, der 6000 Jahre v. Chr. regiert haben Foll. Der Name scheint semitisch zu sein und erinnert an David. Wenn die Amerikaner 3000 Jahre streichen, läßt sich wohl über die Sadie reden.

Obwohl von diesen Priesterkönigen, wie wir gesehen haben, zahlreiche Inschriften vorhanden sind und deren immer neue gefunden werden, so läßt sich doch keine zusammenhängende Geschichte dieser Vorzeit entwerfen; denn die meisten der Inschriften beziehen sich auf Tempelbauten und enthalten feine Zeitangabe wie die folgende:

Dem Gott Sulsagana, dem vielgeliebten Sohn des Gottes Ningirsu, seinem König, hat Gudea, der Patefi von Eagasch, seinen Tempel Kidurguttini erbant" oder die andere:

„Dem Gott Zingirsu, dem mächtigen Krieger des Gottes Enlilla, seinem König, hat Gudea, der Datesi von Lagaich, auf daß eine strahlende und reine Heiterteit lei, den Tempel des Ninnu, seines Bottes Emigulaglag gebaut; an seiner Stelle hat er ihn wieder aufgerichtet.“

Immerhin ergibt sich als gewisse Tatsache, daß im Laufe des dritten vorchristlichen Jahrtausends die kleineren babylonischen Herrschaften immer mehr zu einem größeren Reiche vereinigt wurden. Uuf dieses

1) U. u. U., S. 281. 2) Reichsbote von 1905.

[ocr errors]

Ziel drängte nicht allein die Ländergier einzelner Herrscher, sondern mehr noch die allen und grade den Schwächeren besonders gefährliche Nachbarschaft von Elam.

Mehrere Priesterkönige sind unter den genannten so hervorragend, daß fie eine besondere Betrachtung verdienen.

Gude a oder Kamumal (?) war Herr von Lagasch oder Sirpurla. Inschriftlich läßt er die Göttin Batumdug also anreden:

„0 meine Königin, du Kind der reinen Götter, der unter den Göttern der erste Rang gebührt, du bist die Königin, die Mutter, die den Tempel Lagasch gegründet hat. Ich habe keine Mutter, du bist meine Mutter. Ich habe keinen Vater, du bist mein Vater. Un einem heiligen Ort hast du mich geboren.“

Die Göttin, von der Gudea also in der vertrauteften Weise redet, ist Istar, seine Beraterin und Traumdeuterin ').

Er erbaute Egadda oder Eninnu, den Tempel des Mingirsu, aus Ziegelsteinen auf einer Grundlage aus gehauenen Steinen, die aus dem Westland geholt waren. Die Decke und das Dach wurden aus Zedern (lammu) dom Libanon und Umanus hergerichtet ?)..

ferner ließ er aus dem Bergland Madga, vermutlich das Haurangebirg, Asphalt holen, der zur Bereitung des Mörtels gebraucht wurde. Diese Gegend nannten die Nordsemiten nahar, die Uffyrer kibri nari. Ein fluß h. wadi Sirhan führte den Asphalt mit sich. Vor Zeiten mündete er in den Euphrat, heute ist er ein wasserloses flußbett.

Inschriftlich:

„Dem Gott Mingirsu, seinem König, hat er den Tempel Egadda, das Haus der 7 Stufen, jenen Tempel Egadda, zu deffen Spitzen herauskommend (d. i. deffen Ersteigern) der Gott Ningirsu ein günstiges Geschid bestimmt, (neu) erbaut.“

Dieses Versprechen erinnert an den Ablaß, der gegen eine gewisse Leistung zugesagt wird.

Jensen 3) überfekt etwas anders:

„Den Tempel Epa, den Cempel der 7 Weltzonen (ub), diesen Tempel, dessen Besteiger bis zu seiner Spitze Ringirsu ein gutes Schidsal bestimmt.“

Aehnlich Amiaud.
Eine andre Inschrift besagt“):

„Den Tempel der Zahl 50.. hat er erbaut, darin seine geliebte Grabstätte mit Weihrauch und Zedernholz ausgestattet, seiner rftufigen Tempel Egadda erbaut und darin die Morgengabe der Göttin Bau, seiner Herrin, niedergelegt.“

Daß mit der Grabstätte Gudeas eine Kapelle (gigunnu) oder Grabfammer oder gar der Stufentempel selbst gemeint ist, wie Hommel will, wird nur der zugeben, der gleich ihm die ägyptische Kultur aus Babylonien stammen läßt, während doch wenigstens zwei andre Möglichkeiten

[merged small][ocr errors]

vorhanden sind, die Verwandschaft beider Kulturen zu erklären. Es können doch ebensogut die Babylonier von den Wegyptern gelernt haben, was die Sage vom fishmenschen uns nahe legte; oder die Kultur beider Völker hat den gleichen Ursprung und das gleiche Alter.

Gudea baute auch einen Tempel der Bau, Esilgid genannt. Ihr zu Ehren feierte man zu seiner Zeit das Neujahrsfeft

. Die Inschrift besagt:

,,Jm Cempel des Minshagh, seines Königs, ist die Bildfäule Budeas, des Datesi von Sirpurla, aufgestellt, der den Tempel 50 erbaut hat.“

Einen Tempel der Istar baute er in Ninuaki.

Die Schiffe dieses Priesterkönigs holten Gold und Edelsteine aus Magan und Melucha, d. i. das nördliche und das peträische Arabien, und von der Insel Dilmun. Uus Gubi, Ritut und Martu oder Dedan verschaffte er sich die Materialien zu seinen Tempeln und Bildsäulen, die er den Göttern Minshagh, Marib (?), Bagas und Bau errichtete ?). Den Alabaster lieferte Tidanu, in dem der Antilibanon zu vermuten ist, Kupfer bezog er auch aus Matan in Gestalt von Malachit, Samtustein genannt. Nur haupt erkennt darin Perlen oder Fischkupfer 2).

Eine große Cylinderinschrift, die Thureau-dangin vollständig mitgeteilt hat *), berichtet von dem Traumgesicht des Königs. Gudea fah eine göttliche Gestalt, zu deren Rechten der göttliche Vogel Zu saß, während zwei Löwen zur rechten und zur linken Seite lagen. Die göttliche Gestalt befahl ihm ein Haus zu bauen, während andre lichte himmlische Gestalten herzutraten, mit Griffel und Tafel ihm den Bauris vorzuzeichnen. Derselbe ist heute noch auf der steinernen Bildsäule des sitzenden Königs auf dessen Schoß liegend zu sehen, daneben eine Reisschiene mit eingeteiltem Ellenmaß. Auf der Tafel aber sieht man nicht den Aufriß eines Hauses oder Tempels, sondern den Entwurf einer Stadtbefestigung mit Türen und Toren nach den vier Außenseiten 4).

Da der König nach der Bedeutung des Traumes fragte, erwiderte ihm feine Mutter, die Göttin Mina:

„Mein Hirte, dein Gesicht will ich dir deuten. Der Mann ist mein Bruder, der Gott Ningirsu. Er gebietet dir, die Wohnung seines Tempels ... zu bauen."

Auch ein Gott Ningiszida, der Herr des Szepters der Wahrheit, tritt in diesem Traum auf. Von der Frau mit Schreibgriffel und Tafel sagt die deutende. Mina:

[ocr errors]

„Dieses Mädchen ist meine Schwester, die Göttin Nisaba."
Das Bild des Hengstes, den Gudea gesehen, deutete Rina:
„Das bist du. Du bist meine Mutter, du bist mein Vater ')."

1) Tiele a. a. 0. S. 108.
2) 3. f. . 1895, S. 368.
3) Ebenda 1902, S. 352.
4) Vergl. franz Rever, 3. f. u., 1887, S. 31.
5) h. Zimmern in 3. f. U. III, S. 234 2c.

« ͹˹Թõ
 »