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II. Anmerkungen.

Seite

Aus Heeren: „Andenken an deutsdhe Historifer"

529

Herder: „Ueber die menschliche Unsterblichkeit"

531

Müller, J. D.: ,, Ueber die Geschichte Friedrich II."

513

Herder: ,,reuzzüge und ihre Folgeit"

554

Jah, Friedrich Ludwig (geb. 1778, Doctor der Philosophie und

Turnlehrer, zu Freiburg an der Unstrut) „Deutsches Volksthum“ 560

Schlegel, Fr. v.: „Ueber das Joyll"

564

Herder: ,,Theofrit und Gefner''

565

• Roth, Fr. v. (geb. 23. Jan. 1780, Königl. Bair. Geh. Rath u.

Präsident des protestant. Oberconfist. zu München) ,,Ueber den

Nußen der Geschichte

569

Jacobs: ,,Die Tragödie"

576

Súvern: „Ueber den historischen Charakter des Drama"

577

W adernagel, Wilhelm (geb. 23. April 1806, Prof. d. deutschen

Sprache u. Literatur in Basel) „Ueber die dramatische Poesie" 581

Süvern: „Ueber den historischen Charakter des Drama". 583

Weber, W. E. (geb. 16. Dit. 1790, Direktor des Gymnasiums

in Bremen) „Ueber Sophokles"

585

Garve: „Einige Beobachtungen über die Kunst zu denfen" . 589

Humboldt, W. v.: „Einleitung in die Kawi. Sprache". 599

Göthe, Joh. Wolfgang v. (geb. 28. Aug. 1749, Premierminister

in Weimar, † 22. März 1832) „Regeln für Schauspieler“ 601

Heeren: „Ueber die Mittel zur Erhaltung der Nationalität be.

siegter Völfer"

604

Jacobs: ,,Ueber die Erziehung der Hellenen zur Sittlid Peit" 606

Schiller: „Ueber naive und sentimentalische Dichtung"

609

Rofenfranz: Handbuch einer allgemeinen Geschichte der Poesie,

,,über Klopftod"

614

Jean Paul, Fr. Richter, (geb. 21. März 1763, Hildburghausent

der Legationsrath in Baireuth, † 25. Nov. 1825) Vorschule

der Aesthetik, „über Herder" .

616

Ancillon: Ueber die classische und romantische Poesie, ,, über

Herder"

618

s Schlegel, Fr. V.: Ueber Lefling"

620

Gruppe, Otto Friedrich (geb. 15. April 1804, Doctor der Phi-

losophie, zu Berlin) ,,Ueber Leffing"

621

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Uu$ Funt, G. B. (geb. 29. Nov. 1734, Königl. Preuß. Confift. Rath

u. Director des Domgymnas. zu Magdeburg, † 18. Juni 1814)

,,Gedanken von dem Nußen richtig getriebener Philologie"
Humboldt, W. v.: ,,Ueber die Rawi. Sprache, Einleitung"
Stolberg, Friedrich Leopold, Graf zu (geb. 7. Nov. 1750, Prā.

fident zu Gutin, † 6. Dez. 1819) „Ueber unsere Sprade"
Weber, R. F. (geb. 6. Mai 1794, Director des Gymnasiums in

Cassel) ,,Ueber Sprachstudium"
Schlegel, F. B.: „Von dem Jdeal des Schönen in den Wers

fen der griechischen Dichtkunst, über Homer"
Heeren: Homer"
S dlegel, u. W. v.: „Ueber das Lied der Nibelungen"
Gervinus: „Die homerischen Gedichte verglichen mit den Ni.

belungen"

Göthe: Ueber das Verhältniß des Romans zum Drama"

Weiller, Kajetan von (geb. 2. Aug. 1762, Königl. Bair. Sch.

Rath, Generalsekretär der Ufadem. der Wissensch. zu Münden,

† 23. Juni 1826) ,,Tugend die höchste Kunst"

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I.

A u fs ä t 30

Meber die Aufgabe des Geschichtsschreibers.

Die Aufgabe des Geschichteschreibers ist die Darstellung des Ger schehenen. Je reiner und vollständiger ihm diese gelingt, desto voll. kommener hat er jene gelöst. Die einfache Darstellung ist zugleich die erste, unerlaßliche Forderung seines Geschäfts, und das Höchste, was er zu leisten vermag. Von dieser Seite betrachtet, scheint er nur auf: fassend und wiedergebend, nicht selbstthätig und schöpferisch.

Das Geschehene aber ist nur zum Theil in der Sinnenwelt sichtbar, das Uebrige muß hinzu empfunden, geschlossen, errathen werden. Was davon erscheint, ist zerstreut, abgerissen, vereinzelt; was dies Stüdwerk berbindet, das Einzelne in fein wahres Licht ftellt, dem Ganzen Gestalt giebt, bleibt der unmittelbaren Beobachtung entrüft. Sie kann nur die einander begleitenden und auf einander folgenden Umstände wahrnehmen, nicht den innern ursachlichen Zusammenhang selbst, auf dem doch allein auch die innere Wahrheit beruht. Wenn man die unbedeutendste Thatsache zu erzählen versucht, aber streng nur das sagen will, was sich wirklich zugetragen hat, fo bemerkt man bald, wie, ohne die höchste Vorsicht im Wählen und Abmessen der Ausbrüde, fich überall kleine Bestimmungen über das Vorgegangene hinauß einmischen, woraus Falschheiten oder Unficherheiten entstehen. Selbst die Sprache trägt dazu bei, da ihr, die aus der ganzen Fülle des Gemüths quilt, oft Ausdrüde fehlen, die von allen Nebenbegriffen frei sind. Daber ist nicht so selten, als eine buch: stäblich wahre Erzählung, nichts so sehr der Beweis eines gesunden, wohlgeordneten, rein absondernden Kopfes, und einer freien, objektiven Gemüthsstimmung; daher gleicht die historische Wahrheit gewissermaßen den Wollen, die erst in der Ferne vor den Augen Gestalt erhalten; und daher sind die Shatsachen der Geschichte in ihren einzelnen verknüpfenden Umständen wenig mehr, als die Resultate der Ueberlieferung und For. schung, die man übereingekommen ist für wahr anzunehmen, weil sie,

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