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THE NEW YORK
FUBLIC LIBRARY
399156

ASTOR, LENOX AND
TILLE FCM" DAT ONS.

INHALT

204

Seite Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149 Erklärung einiger Abkürzungen · · · · · ·

· · · · 165 Arabische Texte mit Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . 166 Fragmente ...... ..... ......... . .... Übersetzung der Texte I bis XVII. .... . . . . . . . . . . . . . 212 Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 224

Metra und Reime – Personennamen (Individuen, Stämme, Götzen) — Ortsnamen

– Sternnamen – Assyrische und hebräische Wörter – Bibelstellen. Anhang: Leben des Hibatallah . . . . . . . . . . . . . . . . . 228 Nachträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 230

.T , LENOK
EN FOUNDATING

Die Gedichte des Mutalammis.

Von

K. Vollers.

Die vorliegende Arbeit wurde bereits im Sommer 1896 in Kairo

, Englan

werden. Erst im Winter 1901 02 konnte ich sie von neuem aufnehmen (vgl. unten S. 160, Z. 20). Bald nach meiner Übersiedelung hatte Herr Prof. A. FISCHER die Güte, mich auf die Kollektaneen

THORBECKE's zu Mutalammis aufmerksam zu machen, sie mir zu 10 schicken und mir über einige Stellen seine Ansicht zu äussern. Herrn

Prof. A. A. BEVAN (Cambridge, England) verdanke ich die Kollation der Handschrift des British Museum. Als Herr Dr. R. GEYER (Wien) von meinem Vorhaben hörte, beeilte er sich, mir seine Kollektaneen hierzu zur Verfügung zu stellen, darunter eine durchgängige Musterung 15 des Lisân und des Tâg al Arûs. Was ich THORBECKE entnommen habe, wurde durch eckige Klammern (und bisweilen TH.), was ich R. GEYER entnommen, ebenso mit dem Zusatze R. G. gekennzeichnet. Herrn Dr. G. KAMPFFMEYER (Halle a. S.) verdanke ich wertvolle Mittei

lungen aus der Bibliothek der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. 20 Die Erklärung einiger Abkürzungen findet sich auf S. 165.

m Vorhan British M

Gerîr* b. ‘Abdelmesîh (oder 'Abdel ‘ozzā)** b. ‘Abdallah b. Zeid *** b. Daufan b. Harb b. Wahb b. Guleiï b. Aḥmas b. Dubei'a b. Rabi'a b. Nizâr b. Ma'add b. ‘Adnânt ist nach der

* Nur G. heisst der Dichter Jacut IV 769, 3 (Diwân IV). Vielleicht ist unser 25 Dichter auch gemeint, wenn FREYTAG Lexicon s. v. ära sagt: Djerir. Diw.; vgl. Mutal. VI I.

** So Hizâna III 73, 6, wie Ibn Quteiba, Ağâni XXI 187, 15 und Hibatallâh fol. 19a (S. 30).

*** So Hiz, a. a. 0. und WÜSTENFELD, Tabellen, A 10. Ohne Z.: Ag. XXI 186, 1; 30 187, 13. Z. wird im Diwân I 17 erwähnt.

† Am vollständigsten Hiz, a, a, (). Das Gerir b. Jezîd der Einleitung des Diwâns ist sonst nicht bezeugt. Über die Genealogie vgl. noch Ibn Doreid's Handbuch 192, 13.

Beiträge zur semit. Sprachwissenschaft. V.

5

Überlieferung der genealogisch vollständige Name des Dichters, den wir nach dem Vorgange der Araber als al Mutalammis zu bezeichnen pflegen. Wie bei vielen anderen Dichtern wird der Beiname – in diesem Falle wohl mit Recht — auf einen seiner Verse zurückgeführt (Diwan V 9).*

In der Einleitung des Diwâns wird er ad Duba'î genannt. Von den drei Stämmen,** die den Namen Dubeiʻa tragen und die alle der Gruppe der Rabíʻa angehören, heisst der Stamm des Dichters im engeren Sinne D. b. Rabí a oder Dubei at Adgam. Von ihrer Geschichte ist uns einiges aufbewahrt.***

10

Als wichtigste Quelle für die Kenntnis der Persönlichkeit und der Schicksale des Mutalammis muss der Diwan angesehen werden. Wir erfahren hier, dass der Lebensgang des Dichters vor allem durch zwei Umstände bestimmt wurde, durch das Verhältnis zu seinen Verwandten, und durch die Beziehungen zum Hofe von Hîra, wo er zu- 15 sammen mit seinem Neffen Țarafa weilte, wo beide den bekannten Uriasbrief erhielten, was den Tod des einen, und die Flucht des anderen zur Folge hatte. Während die gelehrte Überlieferung fast ausschliesslich über das Verhältnis des Dichters zu seinem Neffen spricht, gestattet uns der Diwân nicht nur einige Blicke in die 20 Stammesfehden von Ost-Arabien zu thun, sondern auch die Persönlichkeit des Dichters in den Hauptzügen zu verstehen.

Die Stücke des Diwâns, welche die Stellung des Mutalammis unter seinen Verwandten und die inneren Fehden der eigenen und benachbarten Stämme beleuchten, sind I, IVC (d. h. vv. 13. 14. 15. 25 18), VB (d. h. vv. 10-13), VII (vv. 4. 5. 6. 10 ?) XIII, XIV u. XVI.

Nach I 17 Anm. erklärte ‘Uşum von den Dubei a, dass Mutalammis nicht zu ihnen, sondern zu den Jaškur gehöre. Und als “Amr

* Zum Ausdruck Mutalammis vgl. ausser dem Diwân XIV 9 noch NÖLDEKE, Beiträge 136; Sibaw. I 133, 10; Kâmil 774, 17 (II 311, 5); Arab. Urkunden d. Kgl. 30 Museen, Berlin (1896) Nr. 3, Z. 10; Beid II 81, 20. Zur Bedeutung im Diwan V 9: S. De Sacy, Anthol, Gramm. 457 ff.: qui cherche avidement, darnach MEHREN, Rhetorik 291: der gierige Sucher; CAUSSIN DE PERCEVAL, Essai II 348: le solliciteur; FREYTAG, Hamasa: infestans; RÜCKERT: unbändig. Derselbe Name auch Sharastani ed. CuRETON 443, 7 (WRIGHT, Reading Book 161, 4) und bei einem spanischen Juristen (al 35 Mackari, Analectes II 198, 2).

** Aġ. XXI 186, 3 ff. Kamil 276, 7f. Abulf., Hist, anteisl, 194, 2. Zu den D. b. Qais b. Ta‘laba gehörte Țarafa. Ausserdem nennt Jacut III 782, 9 noch einen jemenischen Stamm dieses Namens, dessen Reste bei el-Medina wohnten.

*** Aġ. XXI 186. Über die Dubeiʻa im allgemeinen vgl. Jacut III 464; Ilamdani 40 139, 14 (vgl. 163, 4); W. R. SMITH, Kinship and Marriage (1885) S. 198 f.; Socin, Diwan 69, 4; WELLHAUSEN, Skizzen IV S. r., $ 54. Von den D. war der Hanife Abû ‘Amir (Ibn Hischam 561, 17), und der Überlieferer Abū Gamra († in Serahs 128 AH). Über den üleans 297. Meidani II 332 (Bul.).

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b. Hind in Hîra den Jaškuriten al Hârit b. et Tau’am fragte,* wohin M. gehöre, antwortete dieser, bald wolle er zu den Jaškur** und bald wieder zu den Dubei'a gehören. Der König verfehlte nicht, dieser Aufklärung eine höhnische Bemerkung hinzuzufügen. Der 5 Dichter singt hier in I das Lob seiner Mutter, *** erklärt nachdrück

lich zu den Dubeiʻa zu gehören, aber zugleich, dass die Jaškur und die Dubei'a zusammen gehören. Er warnt vor der unnötigen Verschärfung unbedeutender Gegensätze, um schlimmere Folgen zu ver

hüten. 10 Der Gegensatz, den wir in I am deutlichsten erkennen, scheint

auch in dem dunkeln und versprengten Stück IV 13. 14. 15. 18 vorzuliegen. Der Gegner ist auch hier al Hârit (15) und die Unfeinheit, mit der die Jaškur ihm sein Beisassentum vorrücken (18) hat tiefe

Verstimmung bei dem Dichter hinterlassen.† Etwas deutlicher ist 15 das Fragment V 10—13.11 Wir befinden uns nach v. 11 in Ost

Arabien, zwischen der Jemâma und der Küste. Die hier erwähnten Qurrân waren den Späteren als Ortsname noch wohlbekannt. Nadîr, der Sohn des I 4 genannten Buhta, wird hier als Freund des Dichters

genannt, neben Guleïï und Ahmas (v. 12), gegen den Jaškuriten 20 Hubeib richtet sich der Vorwurf (v. 13). In VII 8 (vergl. unten

S. 156, Z. 37 über das Gedicht) finden wir wieder eine Anspielung auf die üble Behandlung des Dichters durch die Jaškur und seine Hinwendung zu den Dubeiʻa.

Das Gedicht XIII führt uns ebenfalls in innere Fehden der ost25 arabischen Stämme. In v. I werden die Dubei'a erwähnt, v. 5 die

Hanifa, die Bewohner des Wâdi al ‘Erd, das V 9 als Wohnort des Dichters genannt wird. Wie mehrmals, so ruft auch hier der Dichter seine feigen Stammesgenossen zum entschlossenen Widerstande auf

(vv. 3. 6). Die Einzelheiten bleiben dunkel, da die Überlieferung hier zo versagt. Um ähnliche Fehden der Stämme scheint es sich auch in

XVI zu handeln, wenn man das Gedicht nicht auf den Gegensatz zum Hofe von al Hîra beziehen will. Die Muhârib (v. 2) versetzen uns an die ostarabische Küste oder das Hinterland davon.

* Diwân, Einleitung, Aġ. 186 f., Hiz. IV 215 f. 35 ** Ibn Doreid 205, 3; Fihrist 54, 15. Über al Hârit: Ibn Doreid 206, 13 ff.

*** Nur in dem Fragment XXXIX, aus dem übrill klol des Ibn as Sikkît, wird der Name der Mutter und ihre Herkunft von den Dârim genannt. Die Dârim b. Mâlik b. Hanzala gehörten zu der grossen Gruppe der Temîm. Damit ist Fragment

XXXIII zu vergleichen. 40 † Ebenso dunkel ist das in VII eingeschobene Stück: vv. 4. 5. 6, vielleicht auch v. 10.

** Die Überlieferung nennt hier nur einen Zwist zwischen den Dubeiʻa und den Bekr (Ham. 322, zu v. 1; vgl. 324, zu v. 3) oder zwischen den Hanîfa und den Dubeiʻa (Hizâna III 270, 28).

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