Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub

du hebst empor den Kraftlosen, du behütest den Schwachen. 15 Marduk, den Gefallenen lässest du Schonung zu Teil werden; es steht unter deinem Schutze der Schwächling, du befiehlst

seine Erhebung:

Bemerkungen. Col I. Z. 2. „Freundlich ist dein Gedenken“ bedeutet zunächst: du bist darauf bedacht, Gutes zu erweisen, dann schliesst es aber auch die aus der freundlichen Tätigkeit Marduks resultierende dankbar-liebevolle Gesinnung seiner Verehrer in sich.

ZZ. 5—7. Vgl. No. XIV, 27—30; No. III, 5–8; Einl. S. 282.
2.6. mupattû II i mit Intensiv- und Iterativbedeutung.

Z. 7. Zu našâru vgl. S 389 Vorders. Col. I, 9. 11 (BRÜNN., ZA IV S. 236, 257) ] ik-la ta-na-áš-šar hi-is-bi. Nach HW S. 487a und AL' S. 178a: „mindern“, „Abbruch tun“; Meiss., Suppl. S. 6gb: „wegnehmen“. Diese Bedeutung kann dem Worte hier sowie an der zitierten Stelle nicht eignen. Man erwartet vielmehr, dass es „schenken“, „gewähren“, „verleihen“ o. ä. bedeutet. Dass auch diese letztere Bedeutung in dem Worte liegt, geht aus seinem Ideogr. BA hervor, das gewöhnlich ķâšu schenken“ entspricht. Die Grundbedeutung von našâru ist wohl „verteilen“, da das nämliche Ideogr. auch für izûz, izûzû gebraucht wird. Den Schmerz „verteilen“ – denselben „lindern“, ihn „vermindern“. Von der Grundbedeutung „teilen“, „verteilen“ ist der Ubergang zu vermindern“, „wegnehmen“ leicht zu vollziehen. Zu vergl. ist auch das arab. vii „ausstreuen“, „verteilen“. – Zu dadmu vgl. No. 1 Vorders. 8.

Z. 10. Vgl. Z. 15; E.LU = azís)lu No. X, 26 27; Tiglatp. VII, 13; dazu JENSEN, KB VI I S. 418, der die Übers. „Wild“ zu allgemein, dagegen „Wildschaf“ (ZIMMERN, BR S. 216 2. 36 ff.) zu speziell findet.

Z. 12. Zu išpikku vgl. JENSEN KB VI 1 S. 278 Anm. 8.
Col. II. Ist Bruchstück eines Busspsalms.
Z. 2. Zu ašru vgl. JENSEN, KB VI I S. 321, 399.

755h = Nebo; doch ist an dieser Stelle, wie VR 43, 21° und 46, 560 lehrt, vielmehr i KAN. UL zu ergänzen.

Z. 9. ušpašah III II I vgl. No. XXII K 9459, 6. 8.

Z. 12. Zu adapu vgl. HW S. 27b. Es ist hier wohl an eine Priesterklasse zu denken, falls sich adapu nicht etwa auf Marduk selbst bezieht.

Z. 13. Zu šutbi = „lass ausziehen“, „ausgehen“ vgl. IV R 54, I, Vorders. 42 (ší-ut-bi šer-tuk-ka); K 2361, Vorders. Col. I, 22 (BRÜNN.,

ZA IV S. 252) šú-ut-bi šer-tuš šú-liš ina na-ri-it-tu; vgl. Z. 15 unseres Textes.

Z. 16. Vgl. JENSEN, KB VI i S. 398 f. (z. Z. 64).

Col. III. Z. 2. Möglicherweise ist ušpêlu auch als Plural zu fassen: „ihren Bann, ihre Sünde haben sie aufgehoben“. Über ušpêl vgl. HW S. 514, JENSEN, KB VI 1 $. 359.

Z. 3. Zur Bedeutung von Tuis vgl. AL4 S. 159a; ferner JENSEN,

heisst es von Zarpanit: mu-ša--rat amèl labnu (LÁL.DU); da möchte man eher an „recht leiten“, „führen“ denken, eine Bedeutung, die auch hier ganz wohl passt. Am Anfang der Zeile fehlen noch ein bis zwei Zeichen; die Spur 'lässt sich wohl zu kin ergänzen.

2. 4. Zur Schreibung von kênu vgl. K 3474, Col. I, 40 (BRUNN. ZA IV S. 9. 26. 28), wo sich zu ki-e-num die Variante ki-na findet.

Z. 5. hissatka(?) (BRÜNN.); die Spuren weisen eher auf ta hin, obwohl auch ka möglich ist; bei der Lesung ta ist allerdings šad(:,:)-rat nicht übersetzbar. Lesen wir ka, so bleibt die Konstruktion immer noch schwer verständlich. Bei unserer Übersetzung ist ri-ši-šu = ina rêšišu gefasst; rêšišu il Bêl stünde für rêšišu šal Bèl; oder ist der Schreiber aus der Konstruktion gefallen? Oder ist SU Ideogr. für kiššatu: „Eingeprägt ist dein Gedenken dem Haupte der Gesamtheit Bêls, d. h. den Menschen, um deinen Namen zu verkünden"?

2. 7. Für ahâsu IV i dürfte hier wohl an das geistige Erfasstwerden zu denken sein; „hingenommen werden“, „schwinden“ passt hier schwerlich. -- šût grenzt in seiner relativischen Bedeutung sehr nahe an mala, daher der Wechsel šût šunnâ lišânu und mala šunnan lišânu vgl. No. X, 24.

Z. 8. Am Ende ist nur sehr wenig Raum übrig, so dass es fraglich ist, ob überhaupt noch ein Wort dastand und nicht vielmehr hisba auch zur zweiten Vershälfte zu ergänzen ist. Meiss., Suppl. S. 866 bezieht şatâ zur zweiten Vershälfte und nimmt an, dass das Objekt am Ende fehlt. Der Sinn ist: Marduk spendet und erhält den Überfluss.

Z. 9. nîbiru = „Übergangsstelle“, vgl. JENSEN KB VI i S. 472.

Z. 10. Es ist am Schluss der Zeile noch ein senkrechter und ein wagrechter Keil zu sehen als Spuren eines Zeichens, das etwa ri gewesen sein dürfte. UR.RI ist nach BRÜNN. List 11 278 Ideogr. für nakru „Feind“. Das könnte hier passen.

Z. 12. taklîmu ist eine Opfergattung, daher die Identität seines Ideogr. mit nindabû. Wegen des Stammes obo möchte man an Schauopfer denken. Jedenfalls ist es ein Speiseopfer, vgl. CRAIG RT Vol. I 35,6 (Meiss., Suppl. S. 105a; ZIMMERN, KAT: S. 595 Anm. 6): nadin surkinni mušahmiť taklime. Marduk ist der Spender des Brotkorns, also auch des Opferbrots. JENSEN, KB VI 1 S. 380 (vgl. ZIMMERN, KAT3 S. 441) erklärt taklîmu nach seinem Ideogr. als „Brot, Backwerk der Istar“, nindabû ist nach JENSEN damit vollständig identisch. Für taklîmu nimmt er nicht die Wurzel obd, sondern abp „verbrennen“ an

I. K 3505.

Vorderseite.* Siptu. šur-bu-u) e-til ilầni

Marduk

gas-ru (mun-tal-ku na-ram il Ê-a ša la -tam-sa-ku e-peš pi-il - šu (a-na e-peš pi-il-šu šar-hi ú -tak-ku-u rabûte Igigê (ul ip-pa-rak-kļu-ú il A-nun-na-ke

pânuk - ka kam- su [bèl šik-nat(?) nal-piš-ti2 ri-mi-nu-u mu-šam-dil ilaš-na-an 5 (na-șir nind)abê! a-na5 ilâni

mu - kil6 ma-ha-se . (muš-te-šir naşbê] nârâte

pêtu- ú be-ra-a-te ?

mu-káms-mir duh-di [ilu ša ina bal-li-šu ina apsê ši-mat nišê la - šim - mu (ta-bar-ri naphar] da-ád-me 30-ma-na-a tu-bal-la ár-b[] 10 ] ip-pi-ta la da-gal ênâ '-šu

te-lip-ti ]-ra-tuc

tu-hal-laş ásr-hiš ] ma- a- tu ša- ak- na ina ra- ak-[ (a-a-u ilu ša ina šamê-e u irși]-ti 2

i-ir-rsu ka-a-ša] [ša- ķa- ta- ma eli ilâni) pl

(napharšunu] 15 [i- na

ilâni
a-l tar

[mi-lik-ka (eli a-bi a-li-di-ka il Ê-a

šu-tu-ra-ta] *) Die Ergänzungen und Varianten (V) sind dem Duplikat S 7 (Const.) entnommen. 1) V pi. 2) V tim. 3) V rim. 4) Singular. 5) V om. (?). 6) V diš. 7) v ti. 8) Zeichen kan. V Zeichen kam? 9) Š12. Die Rückseite enthält, soweit erhalten, nur Reste der bekannten längeren Unterschrist

der Tontafeln von Asurbanipals Bibliothek.

Übersetzung Beschwörung. Grosser Herrscher der Götter, Marduk, Gewaltiger! Ratgeber, Liebling Eas, dessen Wort nicht gehemmt wird. Auf dessen machtvollen Befehl achthaben die grossen Igig, Unablässig die Anunnak sich vor dir beugen. Herr der beseelten Kreaturen, Barmherziger, Mehrer des Getreides, der bewahrt Spende den Göttern, die Städte erhält (erneuert), Lenker der Quellen und Flüsse, Öffner der Brunnen. Herr der Länder, König Himmels und der Erde, der strotzen

macht Überfluss,

5 der Gott, ohne den in der Wassertiefe das Schicksal der Völker

nicht bestimmt wird. Du siehst alle Wohnstätten, den Widersacher vernichtest du 10

eilends,
| das Nichtsehen seiner Augen (heilst du(?)]

] du vernichtest eilsends)

Welcher Gott im Himmel und auf Erden könnte Dir Wider

stand leisten?
Du bist erhaben über die Gesamtheit der Götter!
Unter den Göttern ragt hervor Dein Rat!
Über Ea, den Vater, deinen Erzeuger, bist du übergewaltig!

15

Bemerkungen. Auf S 7 als Duplikat zu K 3505 machte mich Herr Prof. ZIMMERN aufmerksam. — Da K 3505 in Halbzeilen geschrieben ist, so wird dies wohl auch bei S 7 der Fall sein, obgleich es SCHEILS Transskription nicht ersehen lässt.

2. 2. Zum Stamme yon vgl. HW S. 420b; arab. lns = „habsüchtig“, „geizig sein“, Ámor = „zurückhalten“, „hindern“; bedeutungsverwandt ist smo = „ergreifen“.

Z. 5. ilašnân vgl. No. II, Col. I, Vorders. 8. mušamdil statt des gewöhnlichen mušandil, wie jedenfalls zu sprechen ist. „Weit“, „geräumig machen“ bedeutet hier: „üppig machen“, „gedeihen lassen“.

Z. 6. Vgl. Z. 10 und No. I Vorders. 8.
22. 7–8. Vgl. No. XIV, 27—30; No. II, Col. I, Vorders. 5–12.
Z. 14. Vgl. No. V, Vorders. 11.

IV, DT 71.

] tab(?)-ri-[ ]

JY UD

Yr ) di- e- šu i- lut-su lud-b]u-ba [da]n- nu- us- su 5

-šu ķ]u- ru- us- su lud- lul i- lut- su lud-bu-ba dan- nu- us-su

]-šu ķu- ru- us-su lud- lul ta-a]-a-ru šá na-as-hur-šu kir- bu la-a lệt-su i d- da- a - ku- na sa- li- mu 10 ] lib- ba- šu ir šú- ú ta- a- a- ru

[il- ķu- ú]) un- nin- ni- ia ú- sak- hi- ra

ki- šad-su

[E-la-m]u- ú šá la pit- lu- lu rabi- tu ilu- us- su [eli?) ilu- ti- šu şir- tum - bu- í me(?)-ri-ik-tu 15

| us- su kakku- ka a-na E-la-me-e muš- tar- hi
| ummânâti-šu tu- par- ri- ir el- lat- su

| di- ša- a-ti tu- bal- li l a- 'a meš
] raba- a a- bu- ba- niš tas- pu-
t}ul- šah- ri(?)- ba t u-ša-ad- di mat- su 20
1 tas- pu- na til. la- nis tu-

tir
Rand.

un

Rückseite.

pu

ab

bit

Rand.

illu(?)](2 ša ša-'i-lu Jmu kar-pa- niš táh-pi Jti šú-uh-ru-bat

ê-kúr n]in-da-bu-u pa

ri-is-ma | la-mas-su-

it- ri 5 n]i-me-ik-šu šú-up

uh ] šú-ku-lat

Girri ] kar-pa-niš

táh-pi Iti(?) pala-a-šu

tas-kip | ú-šar-ri-la

ra-man-šu 10 Į it-tak-lu

e-inu-ķu la(?) ih-su-sa

ilu-ut-ka ik?)-šú-du-

kakke-
) mât nu-kur-ti ú-
] el-și-
tu-par-ri-

ir 15 tu-ha]l-li-ķa

ni-ip-riI pala-a-šu

tas

kip ]sa-ma-na-a

tu- hal].si-kir-ka

kab

tum ] hu la(?) -șu-rul ma-mit

su 20 ] hu tu-bal-li

la-'a-
] dan-nu-us-
] si-kir-
) mug-da-as-

ru | ri- $u- ú

ti 25 ]za-'-;

I re-
] si kir-

${u I pas

kļu? |

šu

liķ

meš

SU šu

« ͹˹Թõ
 »