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Übersetzung

Vorderseite. 22. 1–4, allzu fragmentarisch erhalten, enthielten Aussagen über Marduk. ich will verherrlichen(t) seine Gottheit, verkünden seine Macht, 5 will ...) seine ...), seiner Stärke mich unterwerfen, Marduks: Gottheit will ich verherrlichen?), verkünden seine Macht, will ...) seine ...), seiner Stärke mich unterwerfen. [Marduk?) ... der Barmherzige, dessen Zuwendung nahe ist,

] sein Ohr neigte, Gnade erzeigte, dessen Herz (sich besänftigte(:)), der Erbarmen fasste, sannahm?) mein Flehen, zukehrte seinen Nacken, (dessen Herz?) sich besänftigte, der Zuneigung fasste. Der Elamit, der nicht fürchtete seine grosse Gottheit, (wider seine erhabene Gottheit Vermessenheit redete

15 (es ging aus?) deine Waffe gegen den frechen Elamit, du ...] sein Heer, zerbrachst seine Macht, (seine?) zahlreichen (Völker?] machtest du zu nichte flammengleich (?), seinen?) grossen ... überwältigtest du gleich einer Sturmflut,

hast du verwüsten) lassen, niederwerfen lassen sein 20

Land,
] überwältigtest du, trümmerhügelgleich machtest du.

Rückseite.

5

| die ... des Magiers (?),
1 gleich Töpfen zerschmissest du,

verwüstet ist das Heiligtum,
1 das Opfer ist gesperrt,
) sein Schutzgott wicht),
| seine Weisheit ist zu nichte,
| zum Verzehren gegeben dem Feuergott.
I gleich Töpfen zerschmissest du,
) seine Regierung stürztest du,
der sich selbst überhoben,

] vertraut hatte auf Macht.
der] nicht gedachte deiner Gottheit,
1 es erreichten ihn deine Waffen,
) vernichtete das feindliche Land.

1 jubelnd zerbrachst du,

vernichtetest seine Nachkommenschaft (t),
) seine Regierung stürztest du,
1 den Widersacher vernichtetest du,
] dein ehrwürdiger Name.

10

15

20

nicht bewahrt hattet) seinen Eid,
machtest du zu nichte flammengleich (?).
| seine Macht,
] seinen Namen,

| der Gewaltige,

zu Hilfe

25

] meine Hasser
] sein Name

Bemerkungen. Eine Transskription und Übersetzung bietet auch WINCKLER, Altorient. Forsch. I S. 540-542.

Vorderseite. Z. 6. Vgl. Z. 8.

Z. 10. Auf die Lesung TE-su, d. i. lèt-su iddâ machte mich Herr Prof. ZIMMERN aufmerksam unter Hinweis auf ZA IV S. 254, Z. 16. 18: i-di let-ka. S. zu TE : lêtu auch noch zu No. XXIV Rücks. 9.

Z. 18. Zu la-'a-meš vgl. Rücks. 21. HW S. 366b; MEISS., Suppl. S. 52a findet sich la mu = „Glanz“, „Glut“ wiederholt gerade in Verbindung mit bullû gebraucht.

Z. 20. tušahhuba des Orig. Schreibfehler für tušahriba: tušaddi statt tušandi vgl. BE 14940, 21 (WEISSB., Babyl. Misc. S. 20).

V. K 3351.

Vorderseite.
(gas-ru(?)] e-til-lum mår il Ê-a tsi-iz-ka-ru] mut-tal-lum
(a-sa-redt) kiš-[šat] Šamê-e u irsi-ti mu-šim ši-ma-a-ti
[be- lum?] Mard(uk?] š{a?(šú- tu -ru?) bi-nu-tu

(ša eli?) ilâ[ni rabûti?) (šJá-g(u-um?) b[i]-n[u]-tuil TU.TU
5 (gaš-rat?] i Zlêr]-[ba]-n[i]-[tu) šar-ra-tum rabi-tum hi-

rat il ŠA.20
b[e]-l[um] i Bêll rubbû ša ší-tu-ru ha-si-su
s[:-]d[i]-[i]r kabli u tahâsi ina ķât abķal ilâni Marduk
Šá a- na ta- ha- si- šušamu- ú i- ru- ub- bu

a- na ú- ta- as- su- mi- šu id-dal- la-hu ap-sil- u
10 а- па
si- kip kakki-ošu

ilâni 2- tur- ru
te- bi- šu es- si oša ;'- ir- ru o ul ib- ši
be-lum ra-as-bu ša ina pu-hur ilâni rabûti šin-na-as-su

la ib-ba-šu-u i-na bu- ru- mi ellûte ša- ru- uh ta- lu- uk- šu i-na ê-kur bît tak-na-a-ti o ša-ku-ú par-șu-u-šu

im- hul- lu i- nam- bu- tu o kakkê- šu i-na nab-li-o 0ú-tab-ba-tu šade mar-su-ti Beiträge zur semit. Sprachwissenschaft. V.

23

a- na

15 i-na

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šá tam-tim gal- la- ti i-sa-am-bu-'u ru- ub-bu- ša
apil Ê- šár-ra si-kir- šu kar-rad ilâni ni- bit- su

ul- tu a-sur-rak- ka be-lum ilâni šú-ut da-ád-me
20 i- na pa- an kašti- šú ez- zi- ti im- me- du ša-

mi šá éš- mah şal- lu- tum 0 ha- mu- ú à ša- ru

ša kali-su-nu il A-nun-na-ki

] Igigê Übersetzung (Gewaltiger (?)], Herr, Sohn Ea's, e[hrwürdiger), hoch erhabener! (Fürst der Gesamtheit Himmels und der Erde, Schicksalsbestimmer! [Herr?] Mard(uk), [der riesig ist an?] Gestalt!

[Der über die grossen (*)] Gött(er?] ho[ch]() ist an Gestalt, Gott Tutu! 5 (Gewaltige:] Za[rpa nit, grosse Königin, Gemahlin Sazu's!

Herr, Gott Bél, Hehrer, der übergewaltig ist an Einsicht!
Die Ordnung von Kampf und Schlacht ist in der Hand des

Entscheiders der Götter Marduk, bei dessen Schlacht der Himmel erbebt,

bei dessen Zürnen aufgerührt wird die Tiefe, 10 vor dessen Waffenspitze die Götter zurückweichen.

Dessen grimmem Ansturme zu begegnen noch niemand ge

wagt hat.

Furchtbarer Herr, dem in der Versammlung der grossen Götter

kein Widerpart noch erstanden! Unter den hellen Gestirnen ist gewaltig seine Bahn! Im Heiligtume, dem Hause der Heiligkeit, sind hoch seine

Satzungen! 15 Im Sturmwind

erglänzen seine Waffen. Durch seine Lohe werden vernichtet die steilen Berge. Des wogenden Meeres Unruhe beschwichtigt er. Sohn Ešara's ist sein Name, Götterheld seine Benennung. Aus dem Meeresgrund?) ist der Herr der Götter über den

Menschen. 20 Vor seinem grimmen Bogen stehen die Himmel! Der das erhabene Haus des Todesschattens niederwirft und

zu nichte macht?) ] aller Anunnak

] Igig Bemerkungen. Der Hymnus ist neuerdings mitgeteilt bei KING, Seven Tablets Vol. I p. 204 ff. Bei der Vollkommenheit von KINGS Kopie erledigt sich die Publikation der meinigen. – Die in den Text eingedrückten Ringe, die King nicht angibt, dienten allem Anschein nach zur Abteilung der Zeilen. Dass die Ringe nicht auf den Rhythmus Rücksicht nehmen, geht daraus hervor, dass Z. 10 das Suffix von seinem Substantiv durch den Ring geschieden wird. Dagegen gibt der Ring Z. 10, 11 und 21 genau die Mitte der Zeile an (6 resp. 7 Zeichen rechts und links vom Ringe). Z. i ist der Nebensatz in Ringe eingeschlossen, man wollte dadurch offenbar die Lektüre des Textes erleichtern. Z. 14 teilt der Ring den Halbvers, in 2. 15 die letzte Hebung ab. Die beiden Ringe Z. 16 deuten offenbar eine grössere Pause in der Rezitation an. Wir haben also in den Ringen Hilfsmittel der Rezitation, eine freie Art von Interpunktionszeichen zu sehen. Auf der Rückseite sind zwischen den einzelnen Zeilen in gleichmässigem Abstande von einander sowie vom Rande drei solcher Ringe angebracht; offenbar dienen sie zur Einteilung des Raumes. Die sechs (nicht vier wie bei CRAIG) Zeilen der Rücks. sind sehr weit auseinander geschrieben und füllen den ganzen Raum.

Der Hymnus preist ähnlich wie No. IV Marduk als den glänzenden, siegreichen Helden. Der mythische und der siderische Charakter des Gottes fliessen dabei merkwürdig zusammen. Eine direkte Beziehung auf Marduks Kampf mit Tiamat ist nicht nachzuweisen. Auch das Praeteritum ul ibši (Z. 11) hat nicht einen bestimmten Kampf im Auge, sondern besagt bloss, dass überhaupt nie einer Marduks Angriff standgehalten habe (vgl. dagegen KING, a. a. O.).

Vorderseite. Z. 1. gašru ist nur vermutungsweise nach dem vorhandenen Raume und dem Sinne ergänzt. Ähnlich verhält es sich mit den fraglichen Ergänzungen in den drei folgenden Zeilen. Von tiskaru sind noch die Spuren des ti vorhanden, ebenso passt der Raum.

2. 4. Zu binûtu vgl. No. I Vorders. 25.

2.7. Von sidir sind auf meiner Kopie die Spuren noch etwas deutlicher als bei KING,

Z. 8. Zum Stamme 277 vgl. KiNG a. a. O. p. 226 Z. 20 und Anm. I.
Z. 11. ša i-ir-ru fasst KING als ein Wort und zwar als Part.

Šâru. Zu 'irru vgl. K 8531 Vorders. 8; K 38 Vorders. 10 (FR. HROZNY, MVAG 1903, 5 S. 8. 12).

Z. 13. Zu burûmu vgl. No. 1 Vorders. 8. – Zu šarâhu in der Bedeutung „glänzen“, „scheinen“ vgl. KING, BMS No. 1, 6; MEISS., Suppl. S. 98a; JENSEN, Kosmol. S. 105. KB VI 1 S. 357 nimmt JENSEN für šarâhu die Grundbedeutung „herrlich“, „grossartig sein“ an, woraus er dann die beiden Bedeutungen des Stammes ableitet. Hier würde auch die Bedeutung: „glänzen“, „hervorleuchten“ passen.

Z. 14. Zu kunnû vgl. JENSEN, KB VI 1 S. 435. Zur Stelle KING, BMS No. 2, 16.

von

2. 16. Zu abâtu vgl. JENSEN, KB VI 1 S. 373.

Z. 17. KING STC hat die Konstruktion nicht erkannt. Das ša des Gen. ist durch das Suffix wieder aufgenommen, DEL., Gramm. 8 123, c. rubbu ist zweifellos von der Wurzel 2n abzuleiten (vgl. 7. 8) und bezeichnet die unruhige Bewegung des Meeres. Für isamblpu ist als Stamm XDD anzunehmen, das etwas wie „zurückhalten“, ,,beruhigen“, ,,beschwichtigen" bedeuten muss, vgl. die Bemerkung HW S. 507a unten. VR 28, 64¢d nennt ein si-6(0)u-ú als Synonym von tiru (vgl. HW unter tîru); da letzteres etwas ist, was zurückhält, umschliesst (vgl. zu No. XIII, 15), so dürfte der Stamm des Subst. und des Verbums identisch sein.

Z. 18. Zu Êšara vgl. HROZNÝ, MVAG 1903, 5 S. 89.
Z.
19.

Der Sinn des Verses scheint mir zu sein: Marduk ist der Herr der Götter in Bezug auf den Menschen bis hinab in die Tiefe oder von der Tiefe aus. Im ersteren Falle sind die Himmel (Z 20) der Gegensatz zur „Tiefe“. Die beiden Verse besagen demnach: Marduk herrscht in der Tiefe des Meeres und in der Höhe des Himmels über Götter und Menschen (vgl. KING, STC p. 207 Anm.).

Z. 20. Sinn des Verses: Marduk kann mit seinem Bogen alles, auch den Himmel, erreichen.

Z. 21. „Das erhabene Haus des Beschattetseins“ ist die Scheol, aus welcher Marduk als muballit mîti zurückruft. ešmahhu ist eine Bildung wie kimahhu, gumahhu, ešgallu. Zu hamů vgl. HW S. 281a; ein anderes hamû JENSEN, KB VI i S. 469; MEISS., Suppl. S. 39a. šâru ist nicht recht klar; es muss aber etwas wie überwinden“, „vernichten“ bedeuten; ob es mit dem fraglichen Stamme šâru HW S. 468 zusammenhängt, lässt sich nicht entscheiden. Ein gleichfalls fragliches Verbum šaru = ,,dahinstürmen" bespricht auch JENSEN, KB VI I S. 469. Vgl. ferner HROZNY, MVAG 1903, 5 S. 50: šaru = „einherziehen“. [Prof. ZIMMERN macht mich zu dieser Zeile 21 auf den Erklärungsversuch MEISSNERS, MVAG 1904, 3 S. 50 aufmerksam, der daselbst auch ausführlich über hamú handelt.)

VI. IV R 26 Nr. 4 (= K 3132).

zu

an

un- lal

[dùg ba[d- du

a- bla

ba- ra- šub- [bu) ina pi-it pu-ri-di-ka

man- nu ip- pa- ra- aš- šid e-ne- ám- zu sa- pár mah

ki- ta šá- mua-mat-ka sa-pár-ra și-i-ruša ana šamê-e u irși- tim tar-sa-at 5 a- ab- ba mi- lal ab ši hu- lah

ha ana tam-ti ú- šar-ma ta11- ta1102 ši- i gal- ta- at zug ga

mi- lal
zug- ga
še-

du

um

um

a

an

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