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schen überhaupt und über die Mittel, den erkannten Zweck zu erreichen. Wenn der Mensch diesen Organismus von Vernunfterkenntnissen erzeugt hat, kann er den ganzen Process der Erzeugung zum Gegenstande seiner Ueberlegung machen, denselben in seine Momente zerlegen und die Gesetze zum Bewusstsein bringen, nach denen der thätige Geist die Erkenntnisse und deren Organismus erzeugt. Indem er sich zum Bewusstsein bringt, dass die Gesetze, nach denen er denkt, die allgemeinen Gesetze sind, welche dem Grundwesen des allgemeinen Weltgeistes eignen, gelangt er zum Wissen, dass der von ihm erzeugte Organismus von Erkenntnissen nicht ein System individueller Meinungen, sondern Wissenschaft ist, welcher Allgemeinheit und Nothwendigkeit zukommt. In diesem Wissen um das Grundwesen seines Wissens ist er frei von der Befangenheit, welche mit der Besonderheit gegeben ist, er weiss sich als Organ des allgemeinen Weltgeistes, welcher durch ihn sich selber sucht und findet als das, was seiner Idee nach ist, Reflex desjenigen, welcher um das Beste, um sich selber weiss und um dieses Wissen weiss und dem darum immer wohl ist. Indem der allgemeine Weltgeist sich aus sich selber nicht begreifen kann, muss er durch sein Organ sich aus Gott begreifen, darum muss der denkende Mensch sich selber und den Weltgeist aus Gott begreifen, das heisst, die Dinge vom Stand.punkte der Ewigkeit aus begreifen, wodurch dann das Leiden, welches mit der Isolirtheit des Menschen gegeben ist, vollends und gründlich überwunden wird. Der Mensch schliesst sich durch die Philosophie nicht nur mit dem Weltgeiste sondern auch mit dem absoluten Geiste, dem immer wohl ist, zur höchstmöglichen Einheit zusammen und weiss um diese Einheit. Wenn er sie eben so will, wie er sie weiss, ist er ganz das, was er seiner Idee nach ist, ein Mensch im Unterschied zum Thier.

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LXII.

Der Mensch verdankt sein individuelles Dasein zunächst der Zeugung, mit welcher nach einem unabänderlichen Gesetze die Corruption verbunden ist, weil die Determination Verneinung ist, wel. che verneint werden muss. Aber der Mensch ist nicht bloss der Zeugung sondern auch der Ueberzeugung fähig. Durch diese befreit er sich von der gemeinen Individualität, macht sich zur Person, zur Selbstständigkeit, welche mit freier Thätigkeit die Verneinung, die mit der Determination gesetzt ist, verneint und das Allgemeine, das bleibt, bejaht. Durch diese freithätige Bejahung ist er mit dem Bleibenden Eins; was der Corruption verfällt ist nur das, was Verneinung an ihm ist. Indem er sich durch die selbsterzeugte Ueberzeugung mit dem Weltgeiste und weiterhin mit dem absoluten Geiste, welcher ewig ist, vereinigt, hat er die Vergänglichkeit transcendirt und den Anfang zur Unvergånglichkeit gemacht. Die Zeugung ist die Mutter des Todes, die Ueberzeugung die Mutter des ewigen Lebens und somit hatte Jener Recht, welcher schrieb:

Η θεωρία το ήδιστον και άριστον.

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