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ihnen sende, meine Widersacher unterwerfen, meine feinde befiegen. Ein Mann, ein held, der Liebling Ufurs und Istars, don töniglichem Geblüt bin ich.“

Daß Usurbanipal die Kunst des Tafelschreibens gelernt hat, läßt mit ziemlicher Sicherheit schließen, daß seine Vorgänger diese Kunst den Gelehrten überließen. Man weiß nicht, wo in dieser Inschrift die Götter aufhören und die Priester anfangen. Er hält es aber sonderlid? mit den Priestern Asurs und Istars; doch wendet er sich in schwierigen Fragen auch an Samas mit Gaben und Gebeten: „O Sonnengott, großer Herr, den ich frage, antworte mir mit wahrer Gnade."

Asurbanipal tritt auf als „der große König, der mächtige König, der König der Völker, der König von Ufiyrien, der König der vier Weltgegenden, der rechtmäßige Hirte, der Wohltäter, der König des Rechtes, der Gerechtigkeit liebt, der seine Untertanen gedeihen läßt, der sich zu feinen Oberbeamten, seinem Hofstaat mit Gnadenerweisen herabläßt, der dem, der ihn verehrt, sein königliches Wort bewahrt und Huld erweist “).

Áls Asurbanipal noch ein Kind war, sagte Nebo durch den Mund seiner Priester von ihm:

„Klein warst du, Usurbanipal, als du auf dem Schoße der Göttin, der Königin von Ninive, saßeft. Du hast von den vier Brüsten, die dir in den Mund gegeben waren, nur zwei gesogen, in die zwei andern das Gesicht vergraben.“

Istar, die Königin von Ninive, mag mit vier oder mehr Brüsten abgebildet werden, aber daß die keine Milch geben, wußten auch die Heiden. So wird die Gemahlin Usarhaddons noch eine Amme angenommen haben, die ihr helfen sollte, den Königssohn und seinen Zwillingsbruder zu nähren; denn Ammen, Musaniktu genannt, werden auch sonst erwähnt. Aber dieser Königssohn verstand sich schon früh darauf, eine Uuswahl zu treffen.

Wen nun dieses Priesterhistörchen an die Geschichte des Heilandes aller Welt erinnert, der ist durch seine sogenannte Wissenschaft entweder ein schwachsinniger Spötter oder ein dreister Lästerer des Heiligen geworden, ob er gleich den Namen eines Christen trägt.

Schon im ersten Jahr seiner Regierung ging Usurbanipal in politischer Klugheit gegenüber Babel auf dem Weg seines Vaters und ließ durch seinen Bruder den dortigen Tempel des Bel-Marduk wieder herstellen, damit dieser Gott wieder in sein Haus zurückehren könnte. Jii dieser Zeit wurde das Dach des Tempels aus Gedern und Zypressen hergestellt, Türflügel aus kostbarem Herz eingeseßt, namentlich aber die Cella des Gottes, Ekua genannt, mit Gold und Silber und edeln Steinen geschmüdt. Zu Bel-Marduk betete der König:

„Gedenke Babels, das du im Zorne deines Herzens zerstörtest. Zu Esagila, zu dem Hause deiner Herrlichkeit, wende dein Antlit. Lange genug verließest du deine Stadt, nahmst Wohnung an einem (andern) Ort, der dir nicht zułam. Du Herr der Götter, Marduk, befiehl nach Babel zu ziehen; aus deinem reinen unab. änderlichen Mund ergehe der Einzug in Esagila.“

Es war sein Zwillingsbruder Samassumukin, auch Saulmaginu, Soasduchin, Samuges genannt, der nach des Vaters Vorbestimmung zum Statthalter von Babylonien oder König von Amnanu eingesetzt war. Er galt als ahia talime und regierte 668—648 v. Chr. Die andern Brüder, Asurmukinpalea, der ahia fudinni, und Asuratil same u irsiti balası, der ahi sihra, diese andern wurden mit der Großbruderschaft bedacht, d. h. sie wurden Statthalter oder Vizekönige in assyrischen Provinzen, indem der eine die Hand Sins, des Gottes von Haran, ergriff. Samassumukin aber faßte die Hand Bel-Marduks und führte den Zug der Priester und Sänger an, die das Bild des Gottes von Ninive, wo es gleichsam in Gefangenschaft geschmachtet hatte, nach Babel zurüdbrachten. Auf dem ganzen weiten Weg wurden große Mengen Vieh geschlachtet, Weihrauch angezündet und während der Nacht der Weg mit fadeln erleuchtet. Schon unterwegs, noch mehr bei dem Einzug in Babel, standen die Bilder der andern Götter und Göttinnen zum Empfang bereit und begrüßten den zurückehrenden Gott „frohlođend wie winselnde junge Hunde“. Unter ihnen war Rana aus Babel, Mergal aus Kutha, Ylebo aus Borsippa und Samas aus Sipara. Ea aber erwartete seinen Sohn vor dem eignen in Esagila gelegenen Heiligtum, Etarfagina genannt. Es war am 12. Ijjar 668 v. Chr., daß Marduks Bild unter Gegenwart des Königs in seinen Tempel zurückgebracht wurde; und bei dieser Gelegenheit soll, wie fr. Delitzsch meint, die Litanei gesungen sein, die später mitgeteilt werden wird.

Uus der Zeit von Samassumukin, nämlich den Jahren 664, 662 und 653 v. Chr. sind drei Mondfinsternisfe bekannt, von deren eine, der ersten, der König also berichten läßt: „Ich Samassumutin, der König, der Sohn seines Gottes, dessen Gott Marduk, dessen Göttin Zirbanit ist, angesichts der verhängnisvollen Mondfinsternis, die sich am 15. Sebat zugetragen hat, angesichts des Unglüds, der bösen und ungünstigen Vorzeichen, die in meinem Palast und in meinem Land zu beobachten sind, bin ich in furcht und Schrecken, bin ganz entfeßt."

Eine andree Inschrift ist erhalten:

„Der Sipparenser x hat seinem König Samassumukin, dem Herrn von Babylonien, dem König von Sumer und Ufkad, für sein Leben und für das Leben von Usurbanipal, des Königs von Assyrien, seines .... Bruders, den Tempel Bit. samas mit Bacft en von neuem erbaut."

Usurbanipals erster Feldzug richtete sich 664 v. Chr. gegen Thirhaka, den König von Aethiopien, und Nutamman, in K. S. Urdumanna oder Tandamanni von Vegypten, Sohn des Sabaku. Denn die don seinem Vater. eingeseßten Statthalter wurden als Verräter erkannt und nach Ninive geschidt; nur Mecho, Niku sar al Mimpi u al Saai, d. i. Herr von Memphis und Sais, hatte Gnade vor dem Großkönig gefunden, der seinen Sohn Nabusazibami zum Herrn von Uthribis madyte. Als Thirhaka in Aegypten eingefallen war, ließ der Groß fönig das folgende aufzeichnen:

„Wegen dieser Sache war mein Herz bitter und sehr betrübt. Auf Befehl Asurs und der Iftar Affuritu versammelte ich die gewaltigen Streitkräfte, die Ajur und star in meine Hand gegeben hatten. Nach Wegypten und Aethiopien richtete ich meinen Marsch. Bei dem fortgang meines feldzuges famen 22 Könige von der Küste und Mitte des Meeres und vom festland, alle tributpflichtig und von mir ab. hängig, vor mich und füßten meine fiiße."

Unter diesen Königen, die dem Großzkönig Hilfstruppen stellen mußten, befand sich auch Baal, König von Tyrus, und Manasse, König von Juda, wie inschriftlich bezeugt ift. Als der Großkönig mit seinen Unterfönigen nach Karbaniti gekommen war, fann er weiter berichten lassen:

„Urdumane hörte von dem fortschritt meiner Unternehmung, und daß ich die Grenze von Uegypten überschritten hatte. Er verließ Memphis und floh nach Theben, sein Leben zu retten. Die Königin, die Obersten und die Statthalter, die ich in Aegypten eingesetzt hatte, kamen vor mich und umfaßten meine füße. Ja folgte dem Weg, den Urdumane genommen hatte; ich ging nach Theben, der starten Stadt. Er sah das Nahen meines mächtigen Heeres, er verlief Theben und floh nach Kikkip. Diese Stadi nahmen meine Hände ganz für den Dienst von Afur und Istar, das Silber, das Gold, die Edelsteine, die Ausstattung des Palastes, alles was er enthielt, die Sklaven und Sklavinnen, zwei hohe Obelisken, mit schönen Bild. hauereien bedeckt, 2500 Talente war ihr Gewicht, vor dem Tor des Tempels er: richtet, erhob ich von ihrem Platz

und schaffte sie nach Affyrien. Eine große und unzählbare Beute führte ich aus Theben hinweg.“

Ob die Obelisken in Assyrien angekommen sind und was aus ihnen geworden ist, wissen wir nicht. Dasselbe gilt von den vorausgeschichten Statthaltern.

Da Usurbanipal auf seinem ersten Feldzug wenig ausgerichtet hatte, mußte er bald nach dem Tode Thirhakas einen zweiten unternehmen, über den er also berichten läßt:

„Urdumane, Sohn seiner Gemahlin, setzte fich auf seinen Thron und entbot das Land. No Theben richtete er zur Verteidigung her, versammelte seine Macht, ließ um Schlacht und Treffen zu liefern, seine Truppen gegen mein Heer ausziehn, machte sich auf den Marsch."

Danach hätten wir mit zwei Urdammanas zu tun, einem Sohn von Thirhaka und einem Sohn von Sabaku, der erste König von Affyrien, der andre Herr von Vegypten; wenn hier die assyrischen Hofschreiber keine Verwechslung begangen haben. Die Inschrift fährt fort:

„Im Vertrauen auf Usur, Sin und die großen Götter, meine Herrn, brachten fie ) ihm in der Schlacht' in einer weiten Ebene eine Niederlage bei und schlugen feine Cruppenmacht.' Urdammana floh allein und warf sich nach No, seiner Königs. stadt

. In einem Marsch von einem Monat und to Tagen zogen sie `), auf unweg(amen Pfaden hinter ihm her, nahmen jene Stadt in ihrem ganzen Umkreise ein und warfen sie gleich dem Sturmwind nieder. Gold, Silber, den Staub ihres Landes, gegossenes, Kostbarkeiten, den Schatz seines Palastes, Gewänder von Berom und Kum, große Pferde, Männer und Weiber, pagi und ukupi, das Erzeugnis ihrer Berge, in zahlloser Menge, führten sie aus ihr fort, bestimmten sie zur Gefangenschaft. Gen Ninive, meinem Herrschersitz, brachten sie sie wohlbehalten und tüßten meine Füße.“

Diese ist die einzige Zerstörung Thebens, die aus der alten Geschichte bekannt ist; aber Usurbanipal Pehrte mit vollen Händen und wohlbehalten" in feine Hauptstadt zurük, mit Beute beladen, aber ohne Kriegsruhm; denn er hatte Aegypten nicht unterworfen. Trosdem nennt er sich von dieser Zeit an König der Könige von Äegypten, Oberägypten, wie sein Vater auch getan, aber mit mehr Recht.

Dem Gyges, der die Herrschaft von Eydien an sich geriffen hatte, stand der Großkönig gegen die von Norden her einbrechenden Kimmerier oder Gimiräer bei, die selbst wieder von den Slythen gedrängt wurden. Usurbanipal läßt inschriftlich berichten, Gyges habe einen Traum gehabt, in dem er ein Gesicht gesehn und die Worte vernommen habe: ,,Umfasse die Füße Asurbanipals, in seinem Namen besiege deine Feinde." Diesen Traum hatte der Gott Äsur ihm gesendet, und Gyges schidte mit einer huldigenden Gesandtschaft einige gefangene Kimmerier an den Großkönig, dessen Hofleute die fremden bewunderten, aber nicht einmal ein Dolmetsch konnte ihre Sprache verstehen.

Später wurde der Großkönig sehr erzūrnt auf Gyges, weil er dem ägyptischen König Tusamilki, d. i. Prammetich, Hilfstruppen gesandt hatte, und er bat von seinen Göttern: „Vor seine Feinde werde feine Leiche geworfen, sie mögen seine Gebeine wegschleppen." So geschah es. Gyges fiel im Kampf gegen die Kimmerier, und sein Sohn Ardys föhnte fich mit Assyrien aus.

Asurbanipal ließ darüber insdyriftlich berichten:

„Nach ihm (Gypes) fam sein Sohn zur Regierung. Ein Wert böser Dä. monen, das auf mein Gebet hin die Götter, meine Beschützer, vor dem Vater, der ihn gezeugt, hatten niederblitzen lassen, sandte er mir durch die Hand seines Boten, (ließ ihn) meine füße umfassen und also_(reden): „Du bist der König, den Gott anerkennt. Meinem Vater fluchtest du. Da ließ unheilvolles sich vor ihm nieder. Mich den Sklaven, der dich fürchtet, segne, wenn ich auch dein Joch nicht getragen habe.“

Es ist wohl möglich, daß Lehmann Recht hat, wenn er unter dem von Ardys eingesandten Gegenstand, der Gyges erschredt hatte, einen Sirgal oder Meteorstein versteht, weil er blißartig von oben herabgefallen fei.

Während um diese Zeit Haufen von Skythen ganz Afiyrien durchbrachen und weiter durch Syrien und Palästina, wie Herodot erzählt, bis nach Aegypten zogen, kämpfte Asurbanipal im Osten des Reiches gegen Maräer und Elamiter, deren Hauptstadt Susa er 658 v. Chr. in feine Gewalt brachte. Den König Teumman, den ,,Rebellen", enthauptete er und setzte Ummanigas, den Sohn des Urtati, und dessen funden, der seinen Sohn Nabusazibami zum Herrn von Athribis madyte. Als Thirhaka in Uegypten eingefallen war, ließ der Groß: fönig das folgende aufzeichnen:

„Wegen dieser Sache war mein Herz bitter und sehr betrübt. Auf Befehl Usurs und der Istar Affuritu versammelte ich die gewaltigen Streitkräfte, die Asur und Jstar in meine Hand gegeben hatten. Nach Äegypten und Nethiopien richtete ich meinen Marsch. Bei dem fortgang meines Feldzuges kamen 22 Könige von der Küste und Mitte des Meeres und vom festland, alle tributpflichtig und von mir ab. hängig, vor mich und füften meine füße.“

Unter diesen Königen, die dem Großkönig Hilfstruppen stellen mußten, befand sid, auch Baal, König von Tyrus, und Mianasse, König von Juda, wie inschriftlich bezeugt ist. Als der Großkönig mit seinen Unterkönigen nach Karbaniti gekommen war, fann er weiter berichten lassen:

„Urdumane hörte von dem fortschritt meiner Unternehmung, und daß ich die Grenze von Uegypten überschritten hatte. Er verließ Memphis und floh nach Theben, sein Leben zu retten. Die Königin, die Obersten und die Statthalter, die ich in Vegypten eingesetzt hatte, kamen vor mich und umfaßten meine füße. Ich folgte dem Weg, den Urdumane genommen hatte; ich ging nach Theben, der starten Stadt. Er sah das Nahen meines mächtigen Heeres, er verlief Theben und floh nach Kikkip. Diese Stadt nahmen meine Hände ganz für den Dienst von Usur und Iftar, das Silber, das Gold, die Edelsteine, die Ausstattung des Palastes, alles was er enthielt, die Sklaven und Sklavinnen, zwei hohe Obelisken, mit schönen Bildhauereien bedeckt, 2500 Talente war ihr Gewicht, vor dem Tor des Tempels errichtet, erhob id von ihrem Platz und schaffte sie nac, ufyrien. Eine große und unzählbare Beute führte ich aus Theben hinweg."

Ob die Obelisken in Assyrien angekommen sind und was aus ihnen geworden ist, wissen wir nicht. Dasselbe gilt von den vorausgeschidten Statthaltern.

Da Usurbanipal auf seinem ersten Feldzug wenig ausgerichtet hatte, mußte er bald nach dem Tode Thirhakas einen zweiten unternehmen, über den er also berichten läßt:

„Urdumane, Sohn seiner Gemahlin, setzte sich auf seinen Chron und entbot das Land. No Theben richtete er zur Verteidigung her, versammelte seine Macht, ließ um Schlacht und Treffen zu liefern, seine Truppen gegen mein Heer ausziehn, machte sich auf den Marsch.“

Danach hätten wir mit zwei Urdammanas zu tun, einem Sohn von Thirhafa und einem Sohn von Sabaku, der erste König von Assyrien, der andre Herr von Aegypten; wenn hier die assyrischen Hofschreiber keine Verwechslung begangen haben. Die Inschrift fährt fort:

„Im Vertrauen auf Ajur, Sin und die großen Götter, meine Herrn, brachten sie ') ihm in der Schlacht in einer weiten Ebene eine Niederlage bei und sdhlugen seine Truppenmacht. Urdammana floh allein und warf sich nach No, seiner Königs. stadt. In einem Marsch von einem Monat und 10 Tagen zogen sie ) auf unweg. samen Pfaden hinter ihm her, nahmen jene Stadt in ihrem ganzen Umkreise ein und warfen sie gleich dem Sturmwind nieder. Gold, Silber, den Staub ihres

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