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Uuch unterwarf er Suri, die Hauptstadt des Landes Suchi ') und stellte seine Bildsäule im Westen auf, ein Zeichen der Herrschaft, das nach ihm noch viele babylonische und assyrische Könige gebraucht haben.

Unter diesem König foll schon ein großes astrologisches Wert vollendet worden sein. Dahin deuten Aufzeidinungen wie diese:

„Wenn am 16. Tag des Monats Ub eine Ellipse 9 stattfindet, dann stirbt der König von Akkad. Der Gott Nergal ®) frißt im Lande.“

„Wenn am 20. Tag des Monats Ab eine Ellipse stattfindet, dann stürmt der König des Landes Khatti heran und bemächtigt sich des Thrones.“

Durch diese Deutung werden wir des gewiß, daß Sargon in der Zeit gelebt haben muß, da das hethitische Reich in voller Kraft dastand und in Babylon gefürchtet wurde.

Dieser alte Held, wie Sargon I. von Savce genannt wird, gründete in seiner Hauptstadt Ugade oder Ugane, einem Teil von Babel, eine ansehnliche Büchersammlung mit fester Ordnung. Ihre Vorsteher gaben jeder Tafel ihre Zahl, und ein Katalog machte es den Lesern leicht zu finden, was sie zu lesen wünschten. Das fonnte auch nicht vor den Patefi geschehn.

H. Winckler meint, Sargon habe die Stadt Babel gegründet, und gründet seine Meinung auf folgende Tafelinschrift:

..Sargon, der unter den angeführten Vorzeichen die Machtfülle von (Ka. dingir)ati ausübte, die Erdmassen der Ruinen von Katuna wegräumte (und in der Nachbarschaft von Ugade eine Stadt baute und (Kadingir)afi ihren Namen nannte).“

Die Trümmer deuten jedenfalls darauf hin, daß hier schon eine Stadt gestanden war, also nur von einem Wiederaufbau die Rede sein tann.

Als die Dornehmen des Landes fich gegen ihren König in Aufruhr erhoben, warum, wissen wir nicht, warf er sie nieder. In späterer Zeit ward seine Gestalt als Liebling und Stolz des Voltes mit Sagen umwoben, ja, auch wie andre vor ihm, göttlicher Ehre gewürdigt.

Zu Zeiten dieses Herrschers hörte die sumerisch-alfadische Sprache auf, eine lebende Sprache zu sein. Das Semitische hatte sie unterdrückt. Nun mußten, um die alten Schriften zu verstehn, Uebersetungen, Wörterbücher und Erklärungen angefertigt werden, die noch heute den Sprachforschern zugute fommen. Die fumero-alfadische Sprache wurde fortan nur von den Gelehrten gesprochen und geschrieben, sowie auch von einigen Geschäftsleuten.

Auf Sargon I. folgte um 1950 v. Chr. sein Sohn N ara min d. i. Liebling des Sin, als König der vier Weltgegenden sar fibratim

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U Nördl. ron Babylonien gelegen.
2) Sonnen- oder Mondfinsternis.
3) Der Gott des Krieges und der Dest.
4) Vergl. f. hommel, Grundriß, S. 336.

arbaim oder König der Welt sar kishati, wie das füdbabylonische Gebiet, das Land der Chaldäer"), genannt wurde. Auf Inschriften heißt Naramsin auch Eroberer von Apirať, dessen König Risramman er gefangen nahm. Dieser wird, dem Namen nach zu schließen, Haupt eines semitischen Stammes gewesen sein.

Auch das Land der Minäer, Magon oder Maganna, das sämtliche forscher in Urabien suchen und einige als die Stätte des Paradieses ertennen, besiegte und eroberte er.

Der Bau am Tempel Eulbar wurde unter feiner Regierung fortgeseßt und in der Stadt Marada baute er dem Mardut oder Eugalma: rada einen Tempel. Auch Naramsins Ende liegt im Dunkeln.

4. Afgrisdze und kasitisoje Herrscher.

In den folgenden Zeiten, gegen 200 Jahre lang, gingen schwere Erschütterungen über Babylonien und Ajiyrien; denn der Pharao Thutmes III. unterwarf sich in dieser Zeit nicht nur Palästina und Syrien, von den Uegyptern Rutanu genannt, sondern auch Mesopotamien, das sie Naharina oder Singara nannten, und das Reich der Hethiter oder Cheta. Assyrien mußte an Aegypten Tribut zahlen, Babylon shidte Chesbat oder lapis lazuli

, ohne in dieser Abgabe ein Zeichen der Unterwerfung zu sehen.

Einige Inschriften aus dieser Zeit sind aus Assyrien vorhanden, so eine von Samsir amma n I., dem Sohn des Ismidagan, Patesi von Assur, der um das Jahr 1816 v. Chr. regierte. Er nennt sich König des Alls, Erbauer des Asurtempels, muusteimki (?) des Landes zwischen Euphrat und Tigris. Anu und Bel haben ihn unter den Königen, die vor ihm waren, zu großen Dingen berufen. In der Tat war der afiyrische Name wieder geachtet, so lange Samsiramman herrschte. Er empfing Tribut von den unterworfenen fürsten von Tugris und von dem König des oberen Landes. Seinen großen Ramen und Steindenkmäler errichtete er im Gebirg Cabanki (?) am Gestade des großen Meeres, und scheint hiernach Samsiramman die affyrische Macht bis zum Libanon vorgerügt zu haben 2); aber nur für kurze Zeit.

Eine große Billigkeit herrschte zu seiner Zeit in Affyrien. 2 Gur Getreide galten nur 1 Silbersekel; ebenso wenig kosteten 15 Minen Wolle oder 20 Ka Vel.

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Dem Gott Bel baute er in der Stadt Affur einen Tempel, genannt Eamkurkura d. i. Haus des Wildochsen der Länder; auch stellte er den Tempel der Istar zu Ninive wieder her, 701 Jahre vor Tiglatpilesar I.

Die für kurze Zeit zurückgedrängte Macht der Uegypter flutete wieder höher, sodaß der Pharao Amenophis seine Kriegszüge bis zum Euphrat ausdehnte, ohne zu einem ernsten Kampf genötigt zu werden. Von nun an liegt Jahrhunderte hindurch tiefe volle Dunkelheit auf der Geschichte von Babylonien und Asyrien. Nur ägyptische Denkmäler geben uns einige spärliche Nachrichten. Dieser Zustand dauert bis zu der Zeit, da das Volk Israel Uegypten, das Land seiner Dienstbarkeit, verließ.

Erst vom 15. Jahrhundert an machen uns wieder teilschriftliche Denkmäler mit den Ereignissen in beiden Reichen bekannt.

Könige der Kassiten, in K. S. Kaschu genannt, hatten mehrere Ge biete des babylonischen Reiches unterworfen, nachdem sie vorher auch Elam befekt hatten. Diese Könige nennt Berosus die arabische Dynastie, aber ihre Namen sind nicht semitisch, sondern hamitisch wie auch ihr Volk. Eine Menge Aerte und hämmer aus ächtem und unächtem Lapis lazuli, die man in Nippur fand, stammen aus dieser Zeit. Sie waren Weihegeschenke dieser Könige an die Gottheiten. Auf einem großen Stüd befindet sich die Insdrift:

„Dem Bel von Nippur, dem Vater der Götter, dem Herrn der Igigi, dem Herrn der Länder, seinem Herrn, hat Kadasmanturgu, König von Babylon, . uknustein 25 Minen an Gewicht für sein Leben und für das des Madanakadas geschenkt.“

Diese kassitischen Könige standen, wie die Briefe aus dem Tell el Umarna bezeugen, in lebhaftem Verkehr mit den ägyptischen Königen der 18. Dynastie, insbesondere mit Amenophis III., der eines mesopotanischen Königs Tochter zur frau nahm, und mit Umenophis IV.

Zu dieser Zeit drang unter babylonischem Einfluß viel semitisches Wesen in Aegypten ein, sodaß die ägyptische Sprache mit semitischen Wörtern bereichert, auch die babylonische Schrift) von Aegyptern gebraucht wurde. Andererseits entnahmen auch die Semiten nicht wenige Wörter der ägyptischen Sprache. Der zweite kassitische König von Babylonien war um 1460 v. Chr.

Karaindard
Herr von Elam und Kardunias, König von Babel, von Sumer und
Akkad, auch König der Kaschu. In den Briefen aus dem Tell el
Amarna heißt er Kallimasin. Sein Sohn war mit Zucharti, der Tochter
des Pharao Nimmurias d. i. Amenophis III, verheiratet. Von ihm ist

.
ein Brief erhalten, den er auf eine Tafel aus Nilschlamm an Kadas-
manbel, den König von Kardunias, in babylonischer Schrift und

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1) fr. hommel, s, V. S. I, 92.

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Sprache (chreiben ließ. Er fand sich unter den Tonbriefen aus dem Tel el Amarna, indem er als Original vermutlich nicht zur Absendung gelangte. Ju feiner Zeit herrschte in Assyrien

Asurbelnițesu, der mit Karaindasch Verträge schloß, wie inschriftlich bezeugt ist:

„Karaindasch, König von Kardunias und Asurbelnifesu, König des Landes Uffur, haben unter einander Verträge geschlossen und einen Eid betreff des beiderseitigen Gebietes gegenseitig geleistet.“

Als Nachfolger von Usurbelniseju werden von einigen Gelehrten die schwachen Könige Jrbaramman und Usurnadinachi angesehen, die wir erst später bringen werden.

Karaindasch aber baute der Nana, der herrin von Eanna, einen Tempel. Ihm folgte in Babylonien entweder Karaindasch II., wie Delitzsch will, oder

Kurigalju I. um 1440 v. Chr. Dieser König holte die nach Khani verschleppte Bildfäule des Marduł wieder zurück und stellte sie in Uruf auf. Er baute auch die feste Sadt Dur-Kurigalgu, heute Akerkuf, 3 Meilen westl. von Bagdad, und in ihr einen Tempel des Bel. Demnach hatten sich die Kassiten, wenn sie nicht schon vorher denselben Götterdienst wie die Sumero-Akkadier, ihre Stammverwandten hatten, dem babylonischen Götterdienst in kluger Toleranz gefügt; und das konnten sie, wie später ein Cyrus, mit gutem Gewissen tun; denn wenn es sich um Götter handelt, die von Menschen erdacht und gemacht sind, dann ist in Wirklichkeit einer meist so gut wie der andre.

Mit Kurigalgu wollten die abtrünnigen Kananäer ein Bündnis gegen Uegypten schließen, dem sie tributpflichtig waren; aber der König wies sie zum Gehorsam ). Ihm folgte wahrscheinlid)

Burnaburias I. um 1420 v. Chr., während in Assyrien Puzurasur und A furu ballit regierten. Burnaburias ?) heiratete des leştgenannten Tochter Muballitatserua, die ihn mit zwei Söhnen beschenkte, Karachardas und Lurigalzu. Der erstgeborene wurde von dem Aufrührer Nazibugas getötet, aber Usuruballit kam seinem Schwäher zu Hilfe, schlug und tötete den Mörder und seßte seinen zweiten Enkel als Kurig al z u II. auf den Thron von Babylon.

Asuruballit aber war ein kräftiger Herrscher, der die Macht Assyriens bedeutend hob, wie denn von ihm gesagt wird, daß die Macht und Wohlfahrt seines Königtums weit hinaus glänzte ?). In Ninive baute er Tempel. Sein Oberschreiber war Mardufnadinachi, von dem eine Hausinschrift vorhanden ist.

1) K. B. III, 1, 17. 2) Nach andern Karachardas. 3) Vergl. Ciele a. a. Ö. S. 141.

Von Burnaburias I. sind mehrere Jnschriften erhalten. Die erste lautet:

„Dem Samas, dem großen Herrn des Himmels und der Erde, dem erhabenen Richter der Ununaki, der Sarsa belebt, seinem König, hat Burnaburias, der mächtige König, König von Babel, König von Sumer und Układ, Ebarra, den Tempel des Samas, der seit lange verfallen war, erbaut und wieder hergestellt.“

Die andre Injchrift lautet "):

„Vom Ufer des flusses Kal des Gottes Latarať (d. i. „nicht nachlassend“) bis zum Ufer des Mondgottflusses, vom Ufer des Mondgottflusses bis zur Mauer von Nippur am Ufer des Kanals Kismarbiti (d. i. Geschenk des Unterweltgottes) bei der Grenze des Gartens von Nippur (es bringend) hat er ein Gefäß aus Kalstein (Diorit) für den Tempel Charsagkalamma ( in der Stadt Kis) den Tempel seiner Liebe, um damit für die Uferlandschaft des flusses Kal des Gottes Latarak reine Wasser auszugießen (d. i. Trankopfer zu spenden) diese Schale angefertigt.“

Die Karawanen, die des Königs Geschenke an den König von Uegypten bringen sollten, wurden in dem Land Kinahhi, das den Uegyptern untertan war, häufig angehalten und beraubt, daher Burnaburias von dort Entschädigung und Bestrafung der Räuber verlangte 2). Es ist kein Grund vorhanden, warum unter Kinahhi nicht Kanaan verslanden werden sollte, wo die Macht der Habiri, d. i. der Hebräer, immer mehr zunahm. Ihm folgte um 1400 v. Chr.

kurigalju II. Er war, wie wir hörten, von seinem Großvater, dem König von Assyrien, zum König von Babylonien eingesetzt worden. Er baute in Durkurigalzu dem Belmatati den Tempel Ugal und stellte Galmah, einen zweiten Tempel desselben Gottes, wieder her. Auch Sidlalmah, den Tempel des Gottes Rannar, baute er wieder auf. Dem Miardul stiftete er eine Bildsäule, deren Augen von Onyr gefertigt waren. Ihm folgte

Burnaburias II. um 1380 v. Chr. Er regierte 22 Jahre, aber wir erfahren nichts von seinen Taten. Es folgte um 1360 v. Chr.

Kurigalju III. der 26 Jahre regierte. Er war in die Lage verseßt, sich für Krieg mit Asjyrien oder mit den Unzufriedenen im eignen Cand entscheiden zu müssen. Er wählte den Krieg mit Assyrien und wurde bei Sugaga von Belmirari, dem König von Assyrien, besiegt. Dieser war der Nachfolger von Asuruballit. Als König von Assyrien folgte auf Belnirari

Puduilu. Er besiegte die Kutu, Sutu und andre Völker, die an der Grenze von

1) Hilprecht bei Hommel, 2. u. U., S. 332.
2) Vergl. die Briefe aus dem Tell el Umarna.

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