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nack Kardunias geflohen. Der König Nabukuduruzur ließ ihnen Gnade zu teil werden, und mit ihm veranstalteten sie einen Zug gegen Elam; und er plünderte Elam und brachte Bel und Eria nach Babel; und es ließ Nabutuduruzur, König des Ulls, 120 Acer Landes urkundlich bestimmen, und hat es für ewige Zeiten an Samua und Samma, seinen Sohn, den Eriapriester aus der Stadt Dinharri geschenkt, nämlich 30 Uder Sumpfland (?) in der Stadt Opis, 30 Uder in der Stadt Dursarrukin am Ufer des Kanals Mangatirabiti .... nach der Großelle .... bestätigte schrijtlich der König Nabukuduruzur, ließ sie vermessen und stellte sie dem Samua und Samma, den Söhnen des Nurlisir, des Eriapriesters, zur Verfügung. Wer unter den fünftigen Menschen betr. dieser Ländereien Widerspruch erhebt und das Verbot mißachtet, daß kein Beamter :: nach der Stadt gehn foll und ihre Be. wohner, ihre Rinder, ihre Efel nicht binden, ihr Zugvieh nicht nehmen, die Wagen nicht anschirren joll, der soll wissen: Alles was in der Stadt sich befindet, habe ich für frei erklärt, dem Eria geschenkt und sie mit den feldern belehnt. Diese Tafel ist nach der des Originals aus Ton gemacht.“

Das Original aber wird auf den Grenzsteinen des überwiesenen Lehngutes zu suchen sein.

Seinem Feldherrn Retimarduł aus dem Geschlecht der Karzijabku, der sich im Krieg gegen Elam bewährt hatte, gab er ebenfalls Befiß im Land Viamar, der von allen Lasten befreit war.

In der Zeit dieses Königs erschien ein Komet, der auch beobachtet und beschrieben wurde. Auf Nebukadnezar I. folgte auf Babels Thron Belnadinaplu und Marduknadinachi, auf Usurresisi sein Sohn

Ziglatpilesar 1. asjyr. Tukultipalesara, um 1130_-1110 v. Chr. König von Affyrien.

Von Belnadinaplu von Babylonien ist eine Urkunde erhalten worden. Nach ihr hatte in alter Zeit Gulkisar, ein König des Meerlandes, bei einer Stadt (Ca)iri am Ufer des Tigris für Nina, seine Herrin, ein Stü& Land abgegrenzt. Das hatte man 696 Jahre so gelassen. Aber im 4. Jahr Belnadinaplus hatte Jkarraikija, Sohn des Jaiddina, Statthalter von Bitfimagir, sich Uebergriffe nach dem Meerland hin erlaubt und einen Teil dieses Tempellandes genommen. Infolgedesjen wurde Rabusumiddina, Priester der Gur und der Nina, unter Seufzen und flehen bei dem König vorstellig, der darauf beide Statthalter zu sich be: schied und nach dem Verhör bestimmte; daß das betreffende Land den Göttern zurüdgegeben werden solle.

Inschriftlich rühmt Tiglatpilesar I.:

„Unter dem Beistand Usurs, Samas, Rammans, der großen Götter, meiner Herrn, bin ich Tiglatpilejar, König von Ussyrien, Sohn des Usurresisi, des Königs von Assyrien, Sohnes des Mutatkilnusku, des Königs von Affyrien, herrschend von der großen See des Westlandes bis zur See des Landes Nairi, dahin ich dreimal gezogen bin.“

Tiglatpilesar war ein streitlustiger Herr, der auch viele Aufzeich. nungen seiner Taten hinterlassen hat. So berichtet er auf einem Prisma, das im alten Assur gefunden wurde, von den großen Göttern, die ihm den Sieg über seine Feinde verliehen haben, durch den Griffel seiner des Kothurns gewohnten Schriftgelehrten:

„Usur, der große Herr, der die Schar der Götter regiert, der Szepter und Krone verleiht, der das Königtum bestellt; Bel, der Herr, der König aller Anunaki, der Vater der Götter, der Herr der Länder; Sin, der weise, der Herr der Krone, der hohe, der Glanz ausgießt; Samas, der Richter Himmels und der Erde, der die fredel der Bösen bestraft, der die frommen an das Ziel führt; Ramman, der macht. volle, der die Landschaften der feinde, Länder und Häuser überflutet; Ninib, der starke, der Böse und feinde verstört, der finden läßt, was immer das Herz begehrt; Jstar, der erste der Götter, die Herrin des tesu "), die die Schlachten gewaltig macht; die großen Götter, die ihr Himmel und Erde regiert; ihr deren Ungriff Verderben und Zerstörung ist; die ihr ausgedehnt habt die Herrschaft von Tiglatpilesar, dem mächtigen, dem geliebten, dem ihr euer Herz zugeneigt habt, dem erhabenen Hirten, den ihr erwählt habt nach dem Wohlgefallen eures Herzens, den ihr gefrönt habt mit einer erhabenen Krone; dem ihr die Herrschaft über das Land des Bel in Herab. laffung verliehen habt mit der Gewalt, der Würde, der Macht, die ihr ihm gewährt habt zum Sitz Eharjagfurfura; Alsur (und) die großen Götter, die mein Königtum erhöht, die Stärke und macht mir zum Besitz geschenkt haben, befehlen das Gebiet ihres Landes zu vergrößer."

Es ist dem Cefer hier wohl zu mute, als müsse er einmal Atem holen bei diesen langatmigen Schmeichelreden der königlichen Schriftgelehrten, durch deren priesterliches Orakel der Wille und Gebot der Götter fund wurde. Sie sind Schreiber und Verfaffer dieser Pruntinschriften, bei denen für diese alte Zeit ein Zweifel, ob sie überhaupt von den Königen gelesen wurden, sehr berechtigt ist; denn erst Asurbanihabal tann sich rühmen, die Tafelschreibekunst und damit auch das Lesen vollständig gelernt zu haben.

Die Inschrift fährt fort:

„Ihre Waffen, die gewaltigen, den Sturmwind der Schlacht, gaben sie in meine Hand. Länder, Gebirge, Städte und fürsten, die feinde Usurs, unterjochte ich und unterwarf ihre Gebiete. Mit 60 Königen lämpfte ich gleich einem Wildftier, Sieg und Triumph trug ich über sie davon. Keinen Nebenbuhler hatte ich im Kampf nnd feinen gleichen in der Schlacht. Zum Land Affyrien fügte ich Land, zu seinen Leuten Leute hinzu. Das Gebiet meines Landes erweiterte ich, alle ihre Länder unterjochte ich."

Dann läßt der König von seinen feldzügen gegen die Moschier be richten, die Bewohner des Landes Musku, im N. T. Mesech genannt, die unter ihren 5 Königen in das Cand Kummuch, das spätere Kommagene, eine Landschaft zwischen Kilikien und dem Euphrat, eingedrungen waren.

Die Inschrift fährt fort:

„Die Leichen ihrer Krieger türmte ich in niederschmetternder Schlacht auf wie der Plaßregen. Ihre Leichname breitete ich über Schluchten und Höhen des Ge. birges, ihre Köpfe schnitt ich ab; ihre Beute, ihre habe, ihr Eigentum ohne Zahl führte ich fort. 6000, der Rest ihrer Leute, die vor meinen Waffen geflohen waren, umfaßten meine Knie. Ich führte fie fort und rechnete sie zu den Bewohnern meines Landes."

Hier verrät der Berichterstatter, daß nicht der viel spätere König Phul, sondern bereits Tiglatpilefar I. der Erfinder jener grausamen und zweischneidigen Maßregel ist, die Völker zu verpflanzen. Dann wurde

1) Ein perderblicher Beift.

das Reich der Hethiter, das damals seine Blütezeit bereits überschritten hatte, nach Besiegung des Königs Tesup mit Plünderung seines Gebietes für frühere Einfälle in Affyrien bestraft. Die Inschrift berichtet weiter :

„Das ganze Land der Suchi habe ich erobert, 25 seiner Götter, seine Geo fangenen, seine Besitztümer und seine Güter habe ich weggeführt. Die 25 Götter jener Länder, meine Beute, die ich mit mir führte, habe ich als ein Opfer für den Tempel der Belit, der erhabenen Gemahlin, der von Usur, meinem Herrn, geliebten, für den des Unu, des Hamman), der Istar, des Afur, der Götter meiner Stadt Affur und den Göttinnen meines Landes dargebracht."

Wie heute die im Krieg erbeuteten Fahnen selbst in christlichen Kirchen zum glorreichen Andenken aufgehängt werden, so wurden in jener alten Zeit die geraubten Götter, ohne Priester und ohne Opfer, nicht der Anbetung, sondern dem Spott ausgeseßt.

Sodann wird von dem Feldzug gegen die Länder Nairi am oberen Euphrat und Tigris und ihre 23 Könige d. i. Stadt- und Stammeshäupter erzählt. Sie wurden in ihren Bergen überfallen, geschlagen, die Städte verbrannt, die überlebenden Menschen samt Pferden und Dieh weggeschleppt.

In einer andrn Inschrift werden statt 23 Königen deren 30 genannt. Zwei Feldzüge gegen die Pairi unternahm der König nach seinem fünften Regierungsjahr, mit welchem die ganze Prismainschrift abbricht. Auf dieser läßt er berichten, wie er nach den Ländern ferner Könige am Gestade des oberen Meeres gezogen sei, wie er unwegsame Pfade und beschwerliche Pässe, die vordem kein König gescheut, verschlossene Straßen, ungebahnte Wege feine Krieger ziehen ließ. Dann hatten sie 16 hohe Gebirge zu bewältigen, wo das undurchdringliche Diddicht durch broncene Haden für die nachfolgenden Streitwagen geöffnet werden mußte. Stellten sich dann wilde und reißende Bergwasser dem Heere entgegen, so schlug man Brüden aus Urumibäumen ?). Aus Murattas raubte er Götter und Hausrat, 60 rukke Bronce, 30 Talente Bronce, sabarta (?) den Besit, die tatur (?) ihres Palastes fort.

Die erste Inschrift fährt fort:

„Diesen Königen (der Nairi) bewilligte ich Gnade und schonte ihres Lebens. Gefangen und gebunden ließ ich sie vor Samas, meinem Herrn, los und den Eid meiner großen Götter ließ ich sie für die Zukunft der Tage, für die Ewigkeit, zur Untertänigkeit schwören. Die Kinder, die Sprößlinge ihres Hauses, nahm ich zu Geißeln. 1200 Rosse, 2009 Stiere legte ich ihnen als Tribut auf, in ihre Länder entließ ich sie."

Aber nicht nur Roffe und Stiere brachte der König mit, sondern auch die kostbaren (?) Steine Ka, Halta und Sadana, die er in den alten Tempelkammern Anus und Rammans niederlegte. Strad vermutet in dem Kastein unsern Basalt, aber alle drei Steinarten sind uns unbekannt.

1) Ramman.
2) Vielleicht die Platane, der morgenländische Uhorn.

Auch die Uramäer am obern Euphrat, die Bewohner des Landes Musri oder Misri d. i. Kurdistan und andre wurden unterworfen und tributpflichtig.

„Im ganzen, heißt es weiter, 42 Länder und ihre fürsten von jenseit des untern Zab, den Grenzbezirken ferner Wälder, bis jenseit des Euphrat zum Lande Chatti und das obere Meer ') gegen Sonnenuntergang hat meine Hand von Beginn meiner Herrschaft bis zu meinem 5. Regierungsjahr erobert. Einerlei Rede ließ ich sie führen, empfing ihre Geißeln, Tribut und Abgabe legte ich ihnen auf.“

Diese neue Zwangsmaßregel betr. der Sprache zeigt die ganze Macht und Rüdsichtslosigkeit des absoluten assyrischen Regiments. Die Absicht, die man dabei verfolgt, war nicht das Wohl der Untertanen, sondern die Stärkung der Reichseinheit und die Bequemlichkeit der königlichen Beamten. Daher begegnet man dieser Maßregel noch heute, wo die Macht zu ihrer Ausführung vorhanden ist, aber auch den Klagen der gezwungenen Völker.

Des Königs Unternehmungen gegen Babel fallen in die lekten Jahre seiner Regierung. Da unternahm er den lange aufgeschobenen feldzug gegen Marduknadinachi, den König von Babylonien. Er eroberte Babel, Sippara und andre Städte, erlitt aber zuleßt eine Niederlage; denn der König von Babel konnte sich rühmen, Assur besiegt zu haben, und brach raubend und verheerend in Afiyrien selbst ein. Dieser Sieg wird durch eine Kuduru- Inschrift bestätigt, die später mitgeteilt werden soll, sowie durch den Raub zweier Götterbilder, Ramman und Sala. Davon schrieb Sanherib, der große König von Assyrien auf den felfen von Bawian, er habe die Götterbilder, die Marduknadinachi, der König von Allad, zur Zeit Tiglatpilesars I. aus der Stadt Efallate geraubt, nach 418 Jahren aus Babel geholt und nach Efallate zurückgebracht. Als Tiglatpilefar einst die babylonische Festung Hanufa zerstört hatte, ließ er auf den Trümmern einen „ehernen Blitz" errichten und auf ihn eine Verherrlichung seines Sieges und Warnung vor dem Wiederaufbau der Stadt schreiben: „Ein Haus von Ziegelsteinen errichtete ich darauf und stellte einen Bliß aus Kupfer darin auf" a). Zum Schreiben wäre vermutlich eine Tafel aus Stein oder Ton geeigneter gewesen, aber es mag richtig sein, was Thureau-Dandin meint, daß mit dem Bild ein Fluch über jeden ausgesprochen sei, der diese Stelle zu befiedeln unternehme; wie auch anderswo berichtet wird, daß er Salz auf die Trümmer streuen ließ, eine symbolische Handlung von derselben Bedeutung.

Dieser große Krieger war auch ein gewaltiger Jäger, ein zweiter Nimrod. Jnschriftlich läßt er verkündigen, wie er in den Tagen des föhnwinds, des Regens und des Sonnenbrandes, in den Tagen, wo der Katsidistern aufgeht, der weiß wie Kupfer glüht“, auf den armenischen Bergen Steinböde gefangen habe. So übersekt fr. Hommel, Jensen aber übersekt „in den Tagen der Kälte, des Hagels und Schnees“. Unter dem Kaffidistern verstehen die Einen den Antares oder faktab misri, die Andern den Sirius oder den Orion oder einen Stern des südlichen Kreuzes.

1) Das Mittelmeer. 2) A. Jeremias, A. C. O., S. 116.

In einer andern Inschrift rühmt er fich, daß er im Land Mitanni vier mächtige Wildochsen, am Chaboras 10 Elephanten, dazu 920 Löwen getötet habe. 4 Elephanten fing er lebendig und legte ihnen Hörner und Häute der erlegten Jagdtiere auf, alles „durch die Hilfe der Götter Nergal und Minib", die Schukpatrone der Jäger. Dieser Nimrod verstand aber noch mehr als Krieg und Jagd, er versuchte auf mancherlei Weise die Lage seiner Unterfanen zu heben und zu verbessern. Er baute Kornhäuser, um Vorrat für Zeiten der Not zu sammeln. Er legte neue Kanäle an, um Sümpfe zu entwässern und trocknen Landstrichen Wasser zuzuführen. Er führte fremdes Vieh ein, auch neue Rußpflanzen und fruchtbäume und sorgte für die Erhaltung der Wälder. Solche Maßnahmen einer Regierung am Ende des 12. vorchristlichen Jahrhunderts, hundert Jahre vor dem Krieg um Troja, 400 Jahre vor der Gründung Roms, nötigen uns Bewunderung ab und erheben den Namen dieses Königs mehr als die Unterwerfung der vielen umliegenden Völker und Länder, unter denen selbst Aegypten nicht fehlte, indem es Tribut an den Großkönig fandte.

Daneben baute er Paläste für fich und sein Haus, dazu festungen zum Schuß der Grenzen. Einen Tempel des Asur zu Assur ftellte er wieder her, ebenso einen Tempel der Jftar zu Ninive und einen zu Assur, einen Tempel des Anu und einen des Ramman oder Adad, einen Tempel des Marduk und einen der Gula.

Von dem Ende dieses großen Königs ist uns nichts befannt, nichts über die Art und Weise seines Abschiedes, nichts über den Regierungsantritt feines Nachfolgers. Dieser nennt sich Samsiramman II. Er regierte nur wenige Jahre 1100—1098 v. Chr. In Babylonien herrschten um diese Zeit semitische und fassitische Könige neben einander, insbesondere hatte das Meerland oder Kardunias seine selbständige Herrn. Es werden uns genannt Marduksapikzirmati und Rammanhabaliddina, Simmasichu und Kassunadinachi, Inasulbarsakinsum, Nambarsichu und Eulbarsharokiizkur *), wozu fr. Hommel 2) noch Rammansumiddin, Rammannadinachi und Melisipak hinzufügt. Auf Samsiramman II. folgte ein Sohn des Königs Tiglatpilesars I.

Afurbilkala. um 1098--1090 König von Alivrien. Er nahm die Tochter Mardul sapikzirmatis von Babylonien zu seiner Gemahlin und führte fie, mit

U K. B. III, S. 177.

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