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436

438

126. Horoskop Antiochos I. von Kommagene (um 70 v. Chr.) aus der

Westterrasse des Nemrud - Dagh (aus Humann-Puchstein,

Reise in Kleinasien und Nordsyrien)

397

127. Assyrische Fronarbeiter beim Transport eines Stierkolosses.

Relief aus Khorsabad .

128. Kriegsgefangene Asiaten, rechts oben der aufsichtführende Fron-

vogt. (Aus Spiegelberg, Aufenthalt Israels in Ägypten)

401

129. Ramses II. (Aus Spiegelberg, Aufenthalt Israels in Ägypten) 406

130. Ramses II. Kopf der Mumie. (Aus Spiegelberg, Aufenthalt Israels

in Ägypten)

407

131. Mernepta. Aus Spiegelberg, Aufenthalt Israels in Ägypten)

407

132. Ištar als Kriegsgöttin. Persische Zeit

133. Hammurabi, vom Sonnengott die Gesetze empfangend. Szene

am oberen Teile des Dioritblockes .

423

134. Dioritblock, die Gesetze Hammurabis enthaltend

424

135. Altar aus dem Palaste Sargons II. .

429

136. Assyr. Opferszene aus Nimrud-Kelah (Palast Asurnasirpals) 430

137. Asurbanipalopfert über erbeutetenLöwen. Palastrel.inkujundschik 431

138. Trankopter über erlegten Löwen mit Musik. Relief aus dem

Palast Asurnașirpals

431

139. Opferszene nach Layard, Monuments of Niniveh

432

140. Siegelzylinder, ein Götterschiff mit Götterthron darstellend

141. Das Heiligtum des Sonnengottes von Sippar

142. Heiliger Schrein vom ägypt. Götterschiff

439

143. Keruben im Tierkreis-Heiligtum von Dendera. Nach Dibelius,

Lade Jahve's

439

144. Das Sonnenschiff im Tempel von Wadi Sebua

441

145. Assyrische Götterprozession (Niniveh)

444

146. Relief des Titusbogens in Rom

449

147. Ägyptischer heiliger Stier. Museum zu Gizeh

450

148. Heilige Kuh der Agypter. Grab Sethi I.

451

149. Assyr. Siegelzylinder. Menschenopfer?

454

150. Vulkanischer Spalt auf dem Forum von Rom (Lacus Curtius,

Eingang zur Unterwelt)

455

151. Schlangenwürgende Knaben. ' Relief an den Grubenfeisen des

edomitischen Petra. Nach einer Originalphotographie

152. Bama von Petra

457

153. Spendestätte der Bama von Petra .

457

154. Schlangenmonument (Petra). Nach einer Originalphotographie 458

155. Sekel des Bar-Kochba

• 400

156. Ägyptisches Kalenderbild

157. Etanas Auffahrt. Zylinder 89767 des Brit. Museums

158. Siegelzylinder, an Etanas Auffahrt erinnernd.

159. Apotheose des Titus. Rundbogen am Triumphtor in Rom

160. Ganymed, vom Adler getragen. Griechische Gemme

462

161. Hettitisches Relief. Berliner Museum. Tešup kämpft gegen den

Löwen (sog. „Löwenjagd von Saktsche-Gözü“)

467

162. Skulptur aus Suéda im Hauran

163. Asurbanipal als Löwentöter (Relief aus Niniveh)

479

164. Zerschlagung von Götterstatuen. Relief aus Khorsabad 483

165. Spielmann und begeisterter Zuhörer. Torrelief aus Sendschirli 487

166. Statue aus den Tempeltrümmern von Bismya in Babylonien . · 488

167. Relief von den Toren von Sendschirli

490

168. Wandgemälde aus Pompeji, Pygmäen-Szene,,,Salomonisches Urteil“ 493

169. Schwarzer Obelisk Salmanassars II., u. a. die Tributgaben Jehus

von Israel darstellend.

515

170. Einzeldarstellung vom Obelisk Salmanassars II. Tribut Jehus 516

.

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Seite

171. Einzeldarstellung vom Obelisk Salmanassars II. Tribut Jehus : 516

172. Sturm auf eine feindliche Festung. Relief aus Khorsabad (Botta) 521

173. Assyrische Darstellung einer Schlacht

522

174. König Sargon II. und sein Feldmarschall

523

175. Musikanten und Musikantinnen. Aus einem Palaste Asurbanipals 527

176. Sanherib thront vor Lakiš und empfängt Tribut

177. König Asurbanipal und Gemahlin in weinumrankter Laube 532

178. Cameo Nebukadnezars. Bild unecht, griechischer Charakter. 532

179. Sargon II. sticht einem Gefangenen die Augen aus

534

180. Bronzegefährt für das Weihwasserbecken (mekónah). In Cypern

gefunden. Original jetzt im Antiquarium des Berliner Museums 535

181. Mesastein

· 540

182. Siegesstele Asarhaddons aus Sendschirli. Berliner Museum · 547

183.) Doppel-Flöte.

184. Cymbel. Von Palast-Reliefs aus Asurbanipals Zeit 561
185.) Trommel.

186. Altbabyl. Fragment aus Telloh. Elfsaitige Harfe

562

187. Genius auf einem Relief des Königs Asurnașirpal (Nimrud) 565

188. Assyr. Dämon

570

189. Merodachbaladan, König von Babylon; belehnt einen seiner

Würdenträger mit Ländereien

571

190. Torschiene von dem Bronzetor von Balawat.

574

191. Altbabyl. Kontrakt mit aufgebrochenem „Kuvert". Original im

Besitze des Verfassers .

192. Urkunde mit Siegelabdrücken aus dem Geschäftshause Muraschû 579

193. Untersatz mit tragenden Keruben aus Sendschirli

580

194. Genius mit Adlerkopf

195. Genius mit Menschenkopf und Adlerfüßen

196. Genius mit Stierleib und Menschenkopf

581

197. Genius mit Löwenleib und Menschenkopf (oben Dämonen)

198. Mythologische Ornamente aus Niniveh, auf der einen Seite ge-S583

199.1 flügelte Stiere mit Menschenköpfen darstellend 1583

200. Mittelalterliche Weltkarte

58+

201–203. Reliefs vom äußeren Stadttore in Sendschirli

585

204. Assyr. Siegelzylinder. Brit. Museum

205. Wahrsagungs-Leber mit magischen Linien und Orakeln

206. Gudea-Statue mit Bauplan auf dem Schoß. Telloh

592

207. Bauplan auf dem Schoße einer Gudea-Statue

593

208. Maßstab auf dem Schoße einer Gudea-Statue

593

209. Gemme mit der Jonas-Geschichte :

599

210—211. Eroberung einer Stadt. Reliefs aus Niniveh (Kujundschik) 599

212. Assyrische Bogenschützen und Speerträger. Aus Khorsabad.

213. Assyrisches Feldzeichen aus Khorsabad (Botta).

. 601

214. Desgleichen

215. Relief vom Behistun-Felsen. Gefangene werden vor Darius geführt 604

216. Kampf der Trias gegen das Ungeheuer (Wolf?) Siegelzylinder . 605

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Karten.
I. Weltkarte zur Völkertafel i Mos 101
II. Kanaan zur Amarna-Zeit

am Schluß
des Buches.

XVI

Abkürzungen.

AB: Assyriologische Bibliothek, herausg. v. Delitzsch und Haupt, Leipzig,

J. C. Hinrichs 1881 ff. AO: Der Alte Orient. Gemeinverständliche Darstellungen, herausgegeben

von der Vorderasiat. Gesellschaft, Leipzig, J. C. Hinrichs 1899 ff. AO I, 3?: Alter Orient, I. Jahrgang, 3. Heft, 2. Auflage. BA: Beiträge zur Assyriologie, herausgegeben von Delitzsch und Haupt,

Leipzig, J. C. Hinrichs 1889 ff. BNT: A. Jeremias, Babylonisches im Neuen Testament, Leipzig. J C. Hinrichs

1905. Cun. Texts (CT): Cuneiform Texts from Babylonian-Tablets in the Brit.

Museum 1896 ff. Delitzsch, Handw.: Handwörterbuch, Leipzig, J. C. Hinrichs 1896. Ed. Glaser, Skizze: Skizze der Geschichte und Geographie Arabiens von

den ältesten Zeiten bis Muhammed 1899 (Bd. I (Geschichte) nicht

im Buchhandel erschienen). Hommel, Grundriß: Grundriß der Geographie und Geschichte des AO.

2. neubearb. und vermehrte Auflage (Handb. der kl. Alt. Wissen

schaft, herausg. v. J. v. Müller, III, 1. Abt.) München, C. H. Beck. Izdubar Nimrod: 1- N, eine altbabylonische Beschwörungslegende, Leipzig,

B. G. Teubner 1891. KAT?: Eberhard Schrader, Die Keilinschriften und das Alte Testament,

2. Aufl., Gießen, Rickersche Buchh. 1883. KAT3: Desgl. 3. Auflage, neubearbeitet, mit Ausdehnung auf die Apo

kryphen, Pseudepigraphen und das Neue Testament: Geschichte und Geographie von H. Winckler, Religion und Sprache von

H. Zimmern, Berlin, Reuther und Reichard 1903. KB: Eberhard Schrader, Keilinschriftliche Bibliothek, Berlin, Reuther 1889. KT 2: Keilinschriftliches Textbuch zum Alten Testament, 2. Auflage,

Leipzig, J. C. Hinrichs 1903. MDPV: Mitteilungen des Deutschen Palästina-Vereins. MVAG: Mitteilungen der Vorderasiatischen Gesellschaft, in Kommission

bei Wolf Peiser in Berlin. OLZ: Orientalistische Literaturzeitung, herausg. von F. E. Peiser, Berlin,

Peisers Verlag 1898 ff. RPTh3: Realenzyklopädie für Prot. Theol. und Kirche, 3. Aufl., bearbeitet

von Hauck, Leipzig, J. C. Hinrichs 1896 ff. Roscher, Lex.: Lexikon der griech. und römischen Mythologie, Leipzig,

B. G. Teubner. VAB: Vorderasiatische Bibliothek (Leipzig, J. C. Hinrichs) 1906. Winckler F: Altorientalische Forschungen, Leipzig, Ed. Pfeiffer 1897 ff. ZA: Zeitschrift für Assyriologie, herausgegeben von C. Bezold. ZAW: Zeitschrift für Alttest. Wissenschaft, herausg. von B. Stade. Zimmern, Beitr.: Beiträge zur Kenntnis der Babyl. Religion, Leipzig,

J. C. Hinrichs 1901 (AB XII). ZDMG: Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. ZPV: Zeitschrift des Deutschen Palästina -Vereins. IR JIR etc.: H. Rawlinson, Cuneiform Inscriptions of Western Asia,

London, Brit. Museum.

Erstes Kapitel.

Die altorientalische Lehre
und das altorientalische Weltbild.

Die ältesten geschriebenen Urkunden, die wir bisher auf Grund der Ausgrabungen am Euphrat und am Nil zu übersehen vermögen, reichen nicht weit über 3000 v. Chr. hinaus. I'm diese Zeit wurde Babylon durch Sargon gegründet, das dann um 2200 Metropole und zugleich Kulturmittelpunkt der vorderasiatischen Welt geworden ist. Die im hellen Lichte der Geschichte liegenden 2000 Jahre von der Gründung Babylons bis zur Überwindung des Orients durch den Okzident stehen unter der geistigen Herrschaft von Babylon.

Aber diese 2000 Jahre sind ein verhältnismäßig junges Altertum. Die ältesten Monumente lassen auf ein hohes Kulturleben in vorbabylonischer Zeit schließen, dessen Anfänge für uns prähistorisch sind und wohl für immer prähistorisch bleiben werden. Wir können nichts über ihre Entstehung aussagen. Aber eins läßt sich feststellen. Die gesamte babylonische Keilschriftliteratur, die wir besitzen von den ältesten uns bekannten Zeiten an, gehört Perioden an, in welchen die Bevölkerung längst semitisch war. Die Erhebung Babylons zur Hauptstadt und zum Mittelpunkt geschieht unter dem Einfluß einer semitischen Einwanderung? Und bereits vorher zeigen die Urkunden semi

*) Die vielfach misverstandene Bezeichnung „kanaanäische Wanderung“ wurde von H. Winckler als terminus geprägt, weil man einzelne Teile dieser Wanderung am besten und zuerst auf dem Boden Kanaans kennen gelernt hat und weil sie dem Lande, an dem auch ihre Sprache haften blieb, ihr Gepräge gegeben hat, wie die vorhergehende Wanderung (die er deshalb die babylonisch-semitische nanntei dem Euphratlande. Zur gleichen Völkerschicht gehören in Babylonien Herrscher des Reiches Sumer und Akkad, ferner die erste Dynastie von Babylon (2400, 2100), im Westen die Phönizier und vielleicht die Punier, sodann die vorisraelitische Bevölkerung Kanaans (Amoriter und Kanaanäer

Jeremias, A. Test. 2. Aufl.

tische Sprache. Es muß also noch früher, mindestens im vierten Jahrtausend, eine semitische Bevölkerung eingewandert sein, von der die Sprache der Keilinschriften, das BabylonischAssyrische, herrührt, so dass die Schicht, unter welcher Babylon der Mittelpunkt der orientalischen Welt wurde, mindestens die zweite der semitischen ist. Was noch weiter rückwärts liegt, ist dunkel. Da die babylonische Schrift nach philologischen Grundsätzen zur semitischen Sprache nicht stimmt, so nimmt man an, daß einem nichtsemitischen Volke die protobabylonische Kultur, insbesondere die Schrifterfindung zuzuschreiben sei, und da – freilich in sehr späten assyrischen Aufzeichnungen – von einer „Sprache von Sumer und Akkad“ die Rede ist, so spricht man von einer sumerischen Kultur, deren Erbe die babylonischsemitischen Völkerschichten geworden seien.

Die Frage nach dem Charakter dieser protobabylonischen Kultur, die wir im folgenden zur Unterscheidung von den semitisch - babylonischen Epochen als die euphratensische bezeichnen wollen, ist noch immer nicht spruchreif'. Die Hoffnung, das Problem auf Grund älterer neu entdeckter Literaturschichten

der Bibeli, die Hebräer Habiri der Amarnazeit), Edomiter, Moabiter, Ammoniter, wohl auch die Hyksos in Ägypten. Die Bezeichnung mag nicht glücklich gewählt sein, aber es ist schwer, eine bessere vorzuschlagen. „Arabisch“ (Hommel ist bereits vergeben; der Name gibt einen falschen Begriff. „Westsemitisch“ (so neuerdings Hommel) schließt die Aramäer ein, die die nächste Völkerwelle bilden. In meinem Kampf um Babel und Bibel (4. Aufl. S. 12 f.) wurde „,amoritisch“ vorgeschlagen (von Winckler, Auszug aus der Vorderas. Gesch. S. 3 akzeptiert), denn ein Teil der in Babylon zur Herrschaft gekommenen Völkerschicht nennt sich Amuri. Im sog. Babel - Bibel-Streit hat der Ausdruck „Kanaanäer“ zu argen Mißverständnissen geführt. Delitzsch spricht Babel und Bibel I, 46 von „alten kanaanäischen Stämmen, die sich um 2500 v. Chr. in Babylonien seßhaft gemacht hätten“. Nikel, Die Genesis S. 240 berust sich darauf und meint, „dann sei also Abraham, als er von Ur in Chaldäa nach Palästina zog, nur in die Stammsitze seiner Ahnen zurückgekehrt“. Ed. Königs Protest, Bibel und Babel 18 ff., hängt mit diesem Mißverständnis zusammen.

1) S. F. H. Weißbach, Die Sumerische Frage, Leipzig. J. C. Hinrichs, 1898; Halévy, Le Sumérisme et l'histoire Babylonienne, Paris, 1901; F. Jeremias bei Chantepie de la Saussaye, Religionsgeschichte 3 262f. Verfasser hat seinen ,,antisumerischen“ Standpunkt in der Theologischen Literaturzeitung, 1898, Nr. 19, dargelegt. Das ebenso für Weltgeschichte, wie Religions- und Kulturgeschichte unerhört wichtige Problem kann nicht allein vom philologischen Standpunkte aus gelöst werden. Die Einreihung in die ural-altaische Gruppe (Hommel, zuletzt in Geographie und Geschichte des A. (). S. 18 ff.) ist jedenfalls verfrüht; die unsicheren Lesungen widerstreben jeder Sprachvergleichung.

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