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und allgemein Bln gefagt baltéri, al& sagen: Sepharad ift der Bodporos.

Hr. Sjeffelb. ift über das Zeitalter des Obadia anderer Unficht. Durch die Stellung des Propheten im Kanon zwis fchen Amos und Mida fich leiten lassend, bestimmt e für seint prophetische Wirksamkeit die Fabre von 780 bis 768 vor Chr. Freilich erscheint diese Stellung vorläufig nur als ein schwas der Bewei@grund, wenn man bedenkt, daß die Sammler des Kauons die kleinen Propbeten zwar cronologisch zu orbis nen suchten, aber in einzelnen Fällen offenbar irrten. Wenn jedoch für Obadja dem Ferem. gegenüber Driginalitat in Anspruch genommen werden muß. fo kann man taum ans ders, als die Abfassung feiner Weifsagung vor den Anfang deß babylonischen Exils anfeßen. Sit man aber einer seits dazu gendthigt, so ist man andererseits durch nichts gehins dert, fich noch eine geraume Strede von diesem Anfange zu entfernen, und so hat man denn foboa keinen genügenden Grund mehr, die in der Stellung des Propheten mittelbar ausgesprochene- Tradition nur geradehin zu verwerfen. Dieser Tradition kommt noch eine andere in der ärmenischen Bibel aufbewahrte *zu Hülfe, auf welche schou Eichhorn (Einleitg. B. IV. S. 321.) gern Gewicht gelegt þåtte, wenn sie nicht durch Whistons falsche Uebersegung für jeden Beweis uns brauchbar geworden wäre. Die armenische Ueberlegung ers weitert nåmlich die Uebersdrift der Weifsagung 171720 1111 also: tesil abdiu wor jechev karatsch kan 'sels asorestanvuin , und Whifton åberseßt die Worte fo : paoig 'Apdis, ή εγενήθη προ της εξόδα εξ Ασσυρίας, Φαβ ηun aber asorestanvuja nicht der genits bou asorestan (Uffyrien),

Tondern nur von asorestani (Affyrier) feyn könne (wofür freilich - asorestazi die gewöhnliche Bildungsweise wåre), zeigt jede armenische Grammatik, und daß die Verba und Verbal. fubstantiva der Bewegung, wie hier ielk, den Ort, von dem die Bewegung ausgebt, nicht fühlechthin im genit., sondern mit einer Präposition zu sich nehmen, ist ebenfalls unlåugbar; zudem würbe aváßaois oder ä сofis der eigentlichen Bedeutung des ielk weit nåber fteben als godog ; hifton båtte demnach übersehen sollen: paois -- npo tñs avoβάσεως (αφίξεως) το 'Ασσυρίε. 23ei Biefen Borten aber denkt man unwillkührlich zunächst an Salmanefer und seinen Bug gegen Israel, oder etwa aud an Sanherib, während man bei Whiftong Uebersekung an gar nicht denken kann, denn die Rådteht aus dem babylonischen Erile, mit wel. der theilweise aude die Rückkehr aus dem assyrisden zugleid Statt fand , ift nie und nirgends Auszug aus Uffyrien gee nannt worden und könnte auch nicht mit Fug so genannt Werden, und an etwas anderes ließe fido ohnehin nicht leicht Denken. :)

Fragen wir sofort aber nad dem 28erth und Gehalt der obadjanisden Weifsagung, so zeigt fich der Einfluß der schon berührten Hißig'ichen Grundansicht noch weit auffallender als im Bisherigen. Zwar der Umstand, daß Obadia den Feremia nachahme, wäre, wenn pur erwiesen, an sich nicht gerade befremdend. Denn daß ein für feinen Beruf förmlich gebildeter Prophet mit den vorhandenen Sqriften früberer Propheten bekannt fey, und wenn er sich zu åbnlichen Auss fprůden wie fie veranlaßt fiebt, diefelben theilweise auch in ébre Worte eintleide, die sich bei den gleichartigen Gedanken zunächst darbieten mögen, und so als Nachahmer irgend eis nes feiner Borgånger erscheine, bat gewiß nichts Berfånglis des und dem propbetischen Unfehen etwa Nachtheiliges. Ubet die Urt, wie Obadia den Jeremia nadahmt, bat fchon mans des Verfånglide und für schwade Gemüther Urfstößige, weil the fico aud gar zu ungefdi&t aufnimmt. Obadja nämlich reißt zo B. einen Pers aus der richtigen Verbindung berauß ' und stellt ihn natürlich in eine unrichtige; er kehrt die Reis henfolge der Glieber um und schwächt, mehr Worte madend, die Kraft der Rede; er stort den Parallelismus und lähmt den Gedanken ; er fügt auch dem bildlichen Ausdrucke einen eigentlichen bei, und zwar einen solchen, der zu jenem paßt, wie der Mittag zur Mitternacht, und ihn nicht etwa unpoes tisch erläutert, sondern geradezu aufhebt und vernichtet (S. 346.). Und wie Jeremia's, so werden aud Soelb Außdrůde unter Dbadja's Händen unpassender (S. 350.). Db diese ungeschi&te Nachahmung im Uebermaaß der Begeistes tung, wo der Prophet noch nicht recht: zum Bewußtseyn feiner selbst, und dessen, was er thut, gekommen ist, ober in der Untraft und dem Gegensatze derselben ihren Grund babe, wo, nas gånglichem Aufberen der wilden formlosen Begeisterang, das erwünschliche Maaß von Berständigkeit fich nicht wieder einstellen wollte, mag hier ununtersucht bleiben, immerbin tann eine derartige Nacabmung uns nur eine schlimme Meinung gegen den Nachahmer und sein Pros dult beibringen. Dieselbe wird aber noch weit folimmer, wenn wir das Produkt selbst nach seiner ganzen Gestalt ges nguer ins Auge faffen. Dbadia verseßt sich weit in die Vera gangenheit zurüc binter eine längst vergangene Lhatsade

(die Eroberung Jerusalem durch die Chaldder), um die Edomiter vor der Theilnahme an derselben zu warnen, und bedrobt dann dieselben får den Fall, daß fie feiner Wars nung nicht Sebdr geben, mit gånzlichem Untergange. Die Mibachtung der Warnung ist Thatfache und zwar zu Dbads ja's Zeit långst vergangene, der gedrohte Untergang aber bleibt leere Drobung. Solcher Geftalt nun in die Vergáns genbeit fich verfeben, vor einer långst geschehenen That die bekannten Vollbringer derselben, oder ihre Nachkommen, wars nen, und für den Fall des Ungehorsams ihnen ein Unglad droben, das nie eintreffen würde, dazu könnte fide im Notte falle wohl jeder herbeilassen, der in vollständigen Såten zu reben sich zutraute, und dürfte nicht fürchten, (dolechter als Obadia dabei weg zu kommen; er konnte ihm fogar leidt durch den Vorzug der Originalitåt den Vorrang abgewinnen, wenn er auch nur eine etwas gewandte Zunge båtte. Das ist aber auch das Geringere; Obadja geht noch weiter und macht fido vollends låderlich dadurch, daß er den Untergang Petra's weifsagt, sobald er nur von einem Heereszug gegen diese Stadt etwas Unbestimmtes bernimmt, obwohl er die Fes ftigkeit derselben teant; baß er ferner Den gedrohten Unters gangstag Petra's, der übrigens ftätt deffen sein Triumphs tag ist, als den großen Gerichtstag Febova'& darstellt, und damit seine nun doch finnlose Warnung unterstützen wil; und daß er endlich mit diesem fålschlich gemeiffagten Unters gange die Heimkehr der Juden in ihr Vaterland aus der entferntesten Gegenden, die durch das Schicfal Petra's auf teine Weise influencirt werden konnten, in das engste Causals verhältnis fegt und als unfehlbar erfolgend weifsagt. Was

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foll man nun von einem Propheten halten, der, nicht im Stande selbstständig zu sprechen, nur die Neben anderer ents stellen und verderben kann, der weifsagt was er nicht weiß, und androbt was nicht eintrifft, und alles mit einem Mans gel von Ueberlegung und Besonnenbeit, wie folcher selbst uns ter der ungebildetsten Menschenklaffe glüdlicher Weise nur felten vorkommt? Bewabre uns Gott vor einem solchen Propheten! Wie man nodo feine Schriften der Erwåbnung und Rede und gar einer ernsten - Auslegung werth achten mag, begreifen wir taum. Wie vicle elende Poetaster die Welt aud roon gefeben babe und vielleicht noch febe, ein so trauriger wie Obadja bat lie (zu ihrem Glüde) gewiß nur einmal beimgesucht. : Done Zweifel' wird zwar auf das Gesagte die Erwiedes rung gelten sollen, daß der Prophet in einem ro rahlimmen Lidhte dasteber könne pas gewonnene Resultat der Untersus cung Qurdaus nicht aufheben, nicht einmal verdächtigen, da die Untersuchung mit aller Gründlichkeit und Wahrheits; liebe geführt worden fey. Unser Dafürhalten ist jedoch, daß eine Uutersuchung, die auf folche Resultate führt, in ihrem Urbeber wenigstens das eine oder andere Bedenken erregen dürfte, ob er denn auch wirklich so ganz auf richtigem Wege fid befinde, als er sich einzubilden gewohnt rey, ob nidt eine ganz andere Auffassung der Sache, die zu weit troftlis cheren Resultaten fåbre, fich allerwenigstens eben so gut, wo nicht weit besser, sprachlich und historisch und kritisch redits fertigen lasse, al8 die versuchte. Febenfalls glauben wir aber, daß eine Untersuchung, wo Folgerungen und Schlüffe fole Jeuder Art vorkommen: „Da nun aber 937 95D Ser. 38.

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