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iom'den Raub und die Gefangenen wieder ledig, und kam nicht wieder in das Land Juba. Also ward wieder Friede in Ssrael, und Jonathas regierte da über das Volk Israel, 197. Israels Freundschaft gesugt und bewährt. (Sap. 10.)

Alerander , Antiochus des Edlen Sohn, nahm die Stadt Ptolemais ein, und regierte da; aber Demetrius jog wieder bin. Darum schrieb Demetrius an den Jonathas, er wollte Friede mit ihm halten, und ihm alles Gute thun; denn er dachte: Es ift besser, daß ich ihn zuvor an mid bringe, ehe denn er sich zu Aleran, der schlage wider mich, darum, daß ich seinen Bruder umgebracht, dazu ihm und seinem Volke viel Leid gethan habe. Also fing Jonathas an, zu Jerusalem zu wohnen, und die Stadt wieder zu bauen und zu bessern. Da nun Alerander vernahm, daß Demes trius bei Jonathas Freundschaft suchte, schrieb er ihm also: Der König Alerander enthletet feinem Bruder Jonathas seinen Gruß. Wir hören didh preisen für einen trefflichen Mann, und werth, daß du unser Freund seyft. Darum regen wir dich zum Hohen, priester, und schicken dir hiermit einen Purpur und goldene Krone, Darum wollest du dich treulich zu uns halten, und unser Freund bleiben. Also jog Jonathas an das priesterliche Kleid, und brachte ein Heer zusammen. Da aber Demetrius solches vernahm, ward er febr betrübt, und schrieb ihnen also: Der König Demetrius entbietet den Juden seinen Gruß. Wir haben gerne gehört, und ist uns eine große Freude, daß ihr nicht von uns abfallet zu unsern Feinden; darum bitten wir, ihr wollet also forthin treulich an mir halten. Diese eure Treue wollen wir dergelten, und euc) viele Bürden erlassen, und mehr Freiheit geben, und Gnade thún. Ich erlasse den Schoß, den Zins vom Salg, Ole Kronsteuer, den drits ten Scheffel; Jerusalem Tod heilig und frei seyn; ich will auch die Burg wiederum raumen lassen, und deny Hohenpriester überges ben; alle gefangene Suden sollen ledig gelassen werden; auch folten fie Freiheit haben, in allen meinem Königreich ihre Sabbathe und andere Fefte zu halten; dreißig tausend Mann in Judåa will ich Gold geben, und sie sollen in die festen Stådte des Königes verordnet werden; die Suden sollen auch nicht fremde, sondern eigene Hauptleute haben; die (Steuern der Stadt Ptolemais und der Landschaft gebe ich dem Tempel zu Serufalem zu den Kosten, die auf das Opfer gehen; ich will auch jährlich funfzehn tausend Sedel Silber von meinem eigenen Einkommen verschaffen zum

Gebäude des Tempels; was ich von Alters her schuldig gewesen, zum Tempel zu geben, das fod forthin gereichet werden; es loa der Tempel auch diese Freiheit haben : Wer in meinem ganzen Königreiche eine Strafe verwirket hat, und flieber in den Tempel, der fou da ficher seyn mit Leib und mit Gut; zum Gebäude und Besserung des Tempels, und der Mauern und Thürme zu Jerus Palem, und sonst im Lande wid der König die Kosten auch erlegen von seinem eigenen Einkommen. Da man aber diesen Brief bem Volfe vorlas, wollten sie nicht trauen, und nahmen es nicht an; denn sie wußten wohl, welche Untreue und grausame Tyrannei er zuvor gegen Israel geübt hatte, und beschlossen, dem Alexander Hülfe zu thun, der zuvor Freundschaft bei ihnen gesucht hatte, und Frieden zugesagt. Da nun Alexander und Demetrius wider eins ander zogen, da flob Demetrius Heer, und Demetrius ward ers schlagen. Darnach sendete Alexander Boten dem Könige in Aegyp. ten mit dieser Werbung : Nachdem ich wieder in mein Reich ges kommen bin, begehre ich Freundschaft mit dir zu machen, und bitte didy, du wolleft mit deine Tochter fur Ehe geben. Darauf ant. wortete Ptolemaus, und wünschte Alerandern Glück, und sagte ihm zu, das zu thun, wie er begehret hatte, und zog mit seiner Tochter Kleopatra gen Ptolemais, und die Kodizeit ward mit gros Ber föniglicher Pracht gehalten. Und der König Alerander schrieb Jonathas, und forderte ihn zu sich. Da fam Jonathas mit gros Ber Herrlichkeit zu beiden Königen, und fand Snade (freunde liche Aufnahme) bei ihnen , und der König that ihm große Ehre. Darnach 309. Jonathas wiederum gen Jerusalem mit Freuden und in gutem Frieden. (Nachmals) kam Demetrius, des vorigen Demetrius Sohn, aus Kreta in sein Erbtönigreich. Da erschraf Alerander sehr. Aber Demetrius brachte Kriegsvole zusammen, und sandte zu Jonathas, und ließ ihm sagen: Nies mand thut uns Widerstand, denn du allein ; du trobest wohl im Gebirge. Aber willst du eine redliche That thun: fo ziehe herunter in das Blachfeld (die Ebene), und laß uns mit einander ver. suchen. Jonathas jog aus, und eroberte die Stadt Joppe , jog daher vorsichtiglich in seiner Ordnung, gerüstet zur Schlacht, und griff die Feinde an, und (sie) wurden zerstreuet, und flohen gen Asdod. Uber Jonathas plünderte Asdod und die Flecken umber, und gündete sie an, und verbrannte auch den Gobentempel mit allen, so darein geflohen waren. Darnach jog Jonathas vor afia. lon. Da gingen ihm die Bürger entgegen, ergaben sich, und ems

pfingen ihn mit großer Pracht. Also zog Jonathas wieder gen Jerusalem mit seinem Beere und Raube. Und da Alexander solches hörte, ehrte er jonathas noch bóber. 198. Des Ptolemaus Untreue, und des Demetrius Undant.

(Rap. 11.) Der König Ptolemn&us in Aegypten brachte Volk zusammen, und viel Sdiffe, und unterstand fid), das Reich Areranders mit Betrug an sich zu bringen; und schickte Boten zu Demetrius, daß er zu ihm kommen sollte, einen Bund mit ihm zu machen; lo wollte er ihm seine Tochter geben, die Alexander hatte, und wollte ihm helfen, daß er König würde. Aber der König 2 lerander war dazumal in Cilicien; und da er nun von Ptolemaus Wörte, og er wider ihn, diefer aber verjagte ihn; und Alerander floh in Arabien, daß er da ficher wäre. Da ließ Zabdiel, der Araber, Teinem Gart, dem Alexander, den Kopf abhauen, und Tchickte ihn dem Könige Prolemåus, und Ptolemeus starb am dritten Tage hernach: 210 nahm Demetrius das Reich 'ein. Zu dieser Zeit brachte Jonathas Fein Volk zusaminen, die Burg zu Jerusalem wieder zu erobern. Da érjürnte der König febr, und chrieb Jonathas, daß er die Hurg nicht belagern sollte, und sollte eilend zu ihm kommen; da wollte er mit ibın reden. Jonathas aber ließ nid)t ab von der Belagerung, und machte sich auf, und wagte sein Leben, und zog zum Könige. Da ibn nun die Abtrünnigen feines Poles verklags ten, htelt ihn der König (Dennoch) in großer Ehre, und für seinen vornehmsten Freund. ' Da nun der König Demetrius fah, daß fich niemand mehr wider ihn lebate, da ließ er sein Kriegsvolt von rich; aber das fremde Kriegsvolt behielt er bei lich, darum ward thm das infantische Bote sehr gram. Da aber Tryphon , ein Haupt. inann, der Aleranders Freund gewesen war, sah, daß das Kriegse volt einen Haß wider Demetrius gefasiet hatte, zog er zu dem Araber Emalkuet, der den jungen Antiochus, den Sohn Alerans ders, erzog, daß er ihm den Knaben geben sollte: so wollte er ihn wiederum in seines Vaters Reich einfeßen. Mittler Zelt fchrieb Jonathas dem Demetrius, er wolle denen auf der Burg gebie. ten, zu welchen, und ihm die Burg einzugeben. Da schrieb Demetrius: Nidyt allein dieses, sondern viel mehr Gutes will id) belnem Volke thun, fo bald ich fann; aber jakt bin icy'in großer Gefahr. Darum schicke mir Hülfe; denn alles mein Kriegsvolk If von mir abgefallen, und reget fich wider mich. Da schickte för

Jonathas drel tausend gute Krieger. Mun tichtete das Bole einen Aufruhr an, und wollte den König rodtschlagen; aber der König flob in seine Burg, und forderte die Juden, ihn zu beschůßen. Da liefen die Jüden alle dem Könige zu, uno theilten fich in die Gassen, und erschlugen hundert tausend Mann, und retteten den König. Da nun das Vole rah, daß die Juden der Stadt måchtig waren, verzagten sie, und baten, daß die Juden aufhörten, das Volk zu tóden. Da ward Friede, und es legten die Juden ihre Waffen von sich, und wurden hoch geehret vom Könige, und zogen wieder heim, und bradsten großes Gut mit sich. Da nun Demetrius wieder sicher war, hielt er Jonathas der Dinge keines , und wendete sich ganz von ihm, nad ward ihm undan bar, und erzeigte ihm alle Untreue. Midt lange bernach kam Tryphon mit dem jungen Antiochus, und dieser Antiochus mard Rónig, und schrieb an Jonathas, und bestätigte ihn in seinem Hohen, priesteramte, und willigte, daß er die vier Stådte behalten sollte, und des Königes Freund seyn. Da er aber hörte, daß Demetrius Hauptleute mit einem großen Heere in Galtlåa gekommen waren, da zog er wider sie, und da er angriff, fiel ein versteckter Haufen aus dem Gebirge. Da floh das ganze Beer Jonathas; (er aber) betete', und rennte (griff) wiederum any und schlug. fte in die Flucht. 199. Erneuerter Bund mit den Römern und Spartanern.

Jonathas Gefangennehmung. (Kap. 12,) Da aber Jonat:jas fah, daß er nun Raum gewonnen hatte, erwählte et etliche, die er gen Nom sendete, den Bund mit den Rómern zu erneuern. Er schrieb auch denen von Sparta , uno an andëre Orte mehr: Wiewohl wir nun jeßt nicht fremder Hülfe bedürfen: fo fenden wir doch Botschaft an euch, die Freundschaft zwischen uns zu bestårigen. Darum wisset, daß wir allezeit in unserm Gebete eurer gedenken, wie sich es denn gebühret, der Brüdet zu gedenken, und eure Ehre und Wohlfahrt ist uns eine Freude. Aber wir haben mittler Zeit große Noth gelitten, und schwere Kriege gehabt; wir haben aber euch nicht bemühen wollen in diesen Kriegen; denn wir haben Hålfe vom Himmel gehabt, Darnach hörte Jonathas, daß Demetrius Hauptleute wiederum mit großerer Macht kamen; darum jog er aus wider fie. Kundsdafter sagten, daß die Feinde beschlossen hatten, die Nacht ihn zu übers fallen. Darum gebot Jonathas feinem Heere, daß fie wachen;

und die ganze Nacht gerüstet seyn sollten. Da aber die Feinde das sahen, kam sie eine Furcht an, daß sie wegzogen; und daß man fa solches nicht merken sollte, lleßen sie viel Feuer hin und ber im Lande madhen. Nun hatte Tryphon vor, das Königreich an sich zu bringen, und den jungen Antiochus zu tóden; diewell er aber besorgte, Jonathas würde es wehren, trachtete er auch darnad), wie er Jonathas fangen und umbringen möchte. Da aber Tryphon sab, daß Jonathas eine große Macht bel fich hatte, fürchtete er sich, und durfte nicht et:vas öffentlich wider ihn vornehmen, fondern empfing thn herrlich, und sprach: Warum machert ou dem Volte solche Mühe, so wir doch keinen Krieg haben? Laß sie wieder beim zleben, und ziehe mit mir gen Ptole. mais. Auch bin ich allein derohalben jeßt bergekommen; darum wollest du mit mir ziehen. Jonathas glaubte ihm, und ließ sein Bolt beim ziehen. Da nun Sonachas in die Stadt Ptolemais tam, ließ Tryphon die Chore zuschließen, und nahm Jonathas gefangen, und ließ seine Leute erstechen. Da sie aber vernahmen, daß Jonathas gefangen und umgekommen wåre, trauerte ganz Israel febr um Jonathas. Und alle Helden umher fingen an, Bolt zu plagen, und sprachen: Sie haben kein Haupt und keinen Sdup mehr! Nun wollen wir sie überzleben und ausrotten!

das

200. Jonathas und seiner Sohne Ermordung. Simons gute

und glücklide Regierung. Denkmal der Nationaldantbars feit. (Kap. 13. 14.)

Da nun Simon hörte, daß Cryphon ein großes Heer hatte, das Land Juda zu überziehen, und fah, daß dem Volke rehr bange war, sprach er: Ihr tvisset, welche schwere Kriege id) und meine Brüder, und mein Vater für das Gefeß und Helligthum gefübret baben, und wie um Israels willen alle meine Brüder umgekom. men sind. Nun begebre ich meines Lebens auch nicht zu schonen; denn ich bin nicht beffer, denn meine Brüder, sondern will mein Bolf råchen. Von diesem Troste frigte das Voll wieder ein Herze und schrie: Du sollst unser Hauptmann reyn, an deiner Brå. der Statt; und wir wollen dir gehorsam seyn in allem, das du uns heißest! Da zog Tryphon von Ptolemais aus, und führte Jonathas gefangen mit sich; da er aber vernahm, daß Simon an Jonathas Statt Hauptmann geworden wåre, und gedachte, sich mit ihm zu schlagen, da, ließ er ihm sagen : Ich habe Jonathas vou

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