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Jonathas drei tausend gute Krieger. Nun richtete das Bole einen Aufruhr an, und wollte den König rodtschlagen; aber der König floh in seine Burg, und forderte die Juden, ihn zu, beschůßen. Da liefen die Juden alle dem Könige zu, und theilten fich in die Gassen, und erschlugen hundert tausend Mann, und retteten den König. Da nun das Volk sah, daß die Juden der Stadt måchtig waren, verzagten sie, und baten, daß die Juden aufhörten, das Volk zu tóden. Da ward Friede, und es legten die Juden ihre Waffen von fich, und wurden hoch geehret vom Könige, und zogen wieder heim, und bradsten großes Gut mit sich. Da nun Demetrius wieder sicher war, hielt er Jonathas der Dinge keines, und wendete sich ganz von ihm, nnd ward ihm undanke bar., uno erzeigte ihm alle Untreue. Nicht lange hernach kam Tryphon mit dem jungen Antiochus, und dieser Antiochus mard König, und schrieb an Jonathas, und bestätigte ihn in seinem Hohen, priesteramte, und willigte, daß er die vier Städte behalten sollte, und des Königes Freund reyn. Da er aber hörte, daß Demetrius Hauptleute mit einem großen Heere in Galtlåa gekommen waren, da zog er wider sie , und da er angriff, fiel ein versteckter Haufen aus dem Gebirge. Da floh'das ganze Heer Icnatbas; (er aber) betete", und rennte (griff wiederum any und schlug. fte in die Flucht. 199. Erneuerter Bund mit den Römern und Spartanern.

Jonathas Gefangennehmung. (Kap. 12.) Da aber Jonatjas sah, daß er nun Raum gewonnen hatte, ermåhlte er etliche, die er gen Riom sendete, den Band mit den

Römern zu erneuern. Er schrieb auch denen von Sparta, uno · an andere Orte mehr: Wiewohl wir nun jebkt nicht fremder Hülfe

bedarfen: fo fenden wir doch Sotschaft an euch, die Freundschaft zwischen uns zu bestårigen. Darum wisset, daß wir allezeit in unserm Gebete eurer gedenken, wie sich es denn gebühret, der Brüder zu gedenken, und eure Ehre und Wohlfahrt ist uns eine Freude. Aber idir haben mittler Zeit große Noth gelitten, und schwere Kriege gehabt; wir haben aber euch nicht bemühen wollen in diesen Kriegen; denn wir haben Hülfe vom Himmel gehabt, Darnach hörte Jonathas, daß Demetrius Hauptleute wiederum mit großerer Macht kamen; darum jog er aus wider fie. Kundsdafter sagten, daß die Feinde beschlossen hatten, die Nacht ihn zu übers fallen. Darum gebot Jonathas seinem Seere, daß fie wachen;

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und die ganze Nacht gerüstet seyn sollten. Da aber die Feinde das saben, kam sie eine Furcht an, daß sie wegzogen; und daß man få solches nicht merken sollte, ließen sie viel Feuer hin und ber im Lande machen. Nun hatte Tryphon vor, das Königreich an sich zu bringen, und den jungen Antiochus zu tóden; diewell er aber besorgte, Jonathas würde es wehren, trachtete er auch darnach, wie er Jonathas fangen und umbringen möchte. Da aber Tryphon sah, daß Jonathas eine große Macht bei sich hatte, fürchtete er fich, und dürfte nicht etuvas öffentlich wolder ihn vornehmen, fondern empfing ihn herrlich, und sprach : Warum machest du dem Volke solche Mühe, so wir doch keinen Krieg haben? Laß sie wieder beim zleben, und ziehe mit mir gen Ptole. mais. Auch bin ich allein derohalben jeßt bergekommen, darum wollest du mit mir ziehen. Jonathas glaubte ihm, und ließ sein Vole helm ziehen. Da nun Jonachas in die Stadt Ptolemais tam, ließ Tryphon die Chore zuschließen, und nahm Sonathas gefangen, und ließ seine Leute erstechen. Da sie aber vernahmen, daß Jonathas gefangen und umgekommen wåre, trauerte gang Jsrael sehr um Jonathas. Und alle Helden umher fingen an, Volk zu plagen, und sprachen: Sie haben kein Haupt und keinen Ochun mehr! Nun wollen wir sie überzleben und ausrotten!

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das

200. Jonathas und seiner Sohne Ermordung. Simons gute

und glücklide Regierung. Denkmal der Nationaldantbars feit. (Kap. 13. 14.)

Da nun Gimon hörte, daß Tryphon ein großes Heer hatte, das Land Juda zu überziehen, und fah, daß dem Volke sehr bange war, sprach er: Ihr wisset, welche schwere Kriege ich und meine Brüder, und mein Vater für das Gefeß und Heiligthum geführet baben, und wie um Israels willen alle meine Brüder umgekom. men find. Nun begehre ich meines Lebens auch nicht zu schonen; denn ich bin nicht besser, denn meine Brüder, sondern wil mein Bolt råchen. Von diesem Troste krigte das Volk wieder ein Berg, und schrie: Du sollst unser Hauptmann renn, an deiner Brů. der Statt; und wir wollen dir gehorsam seyn in allem, das du uns belßeft! Da jog Tryphon von Ptolemais aus, und führte Jonathas gefangen mit sich; da er aber vernahm, daß Simon an Jonathan Statt Hauptmann geworden wäre, und gedachte, sich mit ihm zu schlagen, da ließ er ihm sagen : babe Jonathas von

wegen

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wegen einer Summe Geld, die er dem Könige schuldig geblieber, behalten. Willst du mir nun hundert Centner schicken, und feine zwei Söhne zu Geißeln geben: ro will ich dir ihn ledig geben. Wiewohl aber Simon wohl merkte, daß es eitel Betrug war, fdhaffte er dennody, daß das Geld und die Kinder geldickt wurden, daß das Volf nicht über ihn klagte; aber Tryphon hielt nicht Olau. ben, und zog fort, daß er ta das Land fame;'aber Simon war ihm mit seinem Heere stets auf der Sette, und wo er herein fallen wollte, da wehrete ihm Simon. Darnach ließ jener Jonathas mit seinen Söhnen tóden, und zog wiederum in fein Land weg. Da schickte Simon dahin, und ließ seines Bruders Leichnam Holen, und legte ihn in seines Vaters Grab zu Modin. Und ganz Israel trauerte klåglich um Jonathas lange Zeit. Aber Tryphort führte den jungen Antiochus betrüglich hin und her, bis daß er ihn heimlich todete ; darnach reizte er selbst die Krone auf, und plagte das Land (Juda) bart. Uber Simon bauete und befestigte viele Stådte, und schicte Boten zu dem Könige Demetrius, und bat um Erlassung der Laft, die Tryphon aufgeleget batte. Demetriu antwortete: Was wir euch verheißen haben, das fod treuliche ftets und fest gehalten werden, und vergeben euch, was ihr mitte ierzeit wider uns gethan habt, und soll zwischen uns guter Friede und Einigkeit seyn. (und fo) ward Israel wieder frei von den Heiden, und fing an zu schreiben: Im ersten Jahre Simons, des Hohenpriesters und Fürften der Juden. Und dieweil er fab, daß sein Sohn Johannes ein tüchtiger Mann war, machte er ihn zum Hauptmann über alles Kriegsvoll. Da kam das Land Juda zur Ruhe, und blieb guter Friede, so lange Simon lebte. Und Simon regierte sehr wohl, und that dem Lande viel Gutes, daß fie ihn gerne zum Herrn hatten. Auch eroberte er mit großen Ehren die Stadt Joppe, und gewann seinem Volke mehr Land, und erledigte (befreieie) viele, die zuvor unterdrückt und gefangen waren. Er hatte Gaza innen, und Bethzura, und die Burg zu Jerusalem, und hatte sie wieder gereiniget, und durfte sich nies mand wider ihn Teken. Jedermann bauete Fein Feld in gutem Frieden, und das Land war fruchtbar. Die Geltesten raßen im Regimente unverhindert, und hielten gute Ordnung, und die Bür. ger besserten sich sehr an ihrer Nahrung. Simon schaffte auch in Städten Vorrath von Rorn, daß sie zur Noth genugsam versorget måren. Er hielt Frieden im Lande, und schüßte die Armen unter seinem Volke wider Gewalt, und straste alles Unrecht, und vers:

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tilgte die Gottlofen. Das Heiligthum richtete er auch wiederum berrlich an. Da aber die Römer höreten, daß Simon Hoberpries ster war, und das Land innen hatte, erneuerten sie den Bund, so wie auch die von Sparta. Und folgende Schrift hat man aufges stellt in der großen Versammlung der Zeltesten, der Priester und des Volfs aus dem ganzen Lande Juda : „ Jedermann sey kund und offenbar, daß in den großen schweren Kriegen, die in unserm Lande gewesen sind, Simon, der Sohn des Matathias, und seine Brüs der, ihr Leben gewaget haben, und den Feinden Ihres Bolet Widerstand gethan, daß das Heiligthum und Gottes Gefeß nicht vertilget würde, und ihrem Volke große Ehre erlanget haben, und daß das jüdische Volk und ihre Priester gewilliget hatten, daß Gis mon thr Fürft und Hoherpriester feyn follte får und für, so lange, bis ihnen Gott, den rechten Propheten erweckte, und es soll ihm jedermann gehorsam seyn.“ Und das Volk befahl, daß man diese Schrift auf messingne Tafeln freiben sollte, und sollte dieselbigen aufhängen auf dem Umgange am Tempel an einem öffentlichen Orte. 201. Des Antiochus Bundesbruch. Des Ptolemåus Meugels

mord an Simon. (Rap. 15. 16.) Simon schickte dem Antiochus Hülfe (gegen Tryphon); aber Antiochus-nahm solches nicht an, und hielt nicht, was er zus vor gesagt hatte, und wendete sich ganz von Simon. Und er sendete Athenobius zu ihm, und ließ sagen: Ihr habt eingenommen Joppe und Gaza, und die Burg zu Jerusalem, welches alles zu meinem Königreiche gehöret, und das Land umher vetheeret, und mir mein Erbland genommen. Daćum fordere ich diese Stådte wie. der von euch, und allen Shoß (46gaben) der Stådte außer dem Lande Juda. Wo ihr mir aber solches nicht wieder -zustellen wollet: so gebet mir für die Städte fünf hundert Centner Silber, und får den Schoß auch fünf hundert Centner. Wo ihr mir aber dieses auch nicht gedenket zu thun; so wollen wir euch überziehen. Darauf gab Simon diese Antwort: Das Land, das wir wieder erobert haben, ist unser våterliches Erbe; darum haben wir jekt (nur) das Unsere wieder zu uns gebracht, und niemand das Seis ne genommen. Daß du flagest, daß wir Joppe und Gaza einger nommen haben, ist diese Ursache: Man thut daraus unserm Lande großen Schaden. Doch wollen wir dafür bezahlen hundert Cents ner. Da ergrimmte der König sehr, und griff die Juden an,

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vetheerte ihr Land, und ließ vieles Bole umbringen, und fing viele Leute, und führte sie weg. Darum 30g Johannes zu seinem Bater, und zeigte ihm dies) an. Da forderte Simon seine zwei å testen Söhne vor fich, Jabas und Johannes, und sprach: Dieweil ich nun alt und schwach bin: Po rolle ihr an mein und meiner Brüder Statt treten, und für euer Volk streiten. Gott wolle euch vom Himmel helfen und bei euch fron! Da gog Johannes gegen die Feinde, und wurden viele verwundet und erstochen; die übrigen aber flohen. In dieser Schlacht ward Sudas auch verwundet; aber Johannes jagte, den Feinden nach. Es war aber ein Hauptmann über das Land Jericho, mit Namen Ptolemåus, der war sehr reich; und Simon hatte ihm eine Toch, ter gegeben. Darum ward er stols, und trachtete darnach, daß et. Herr im Lande würde, und unterstand fich, den Simon und seine Söhne mit List umzubringen. Da nun Simon umher zog im Lande, das Regiment zu besehen und zu bestellen, und gen Jericho kam mit zwei Söhnen, Matathias und Judas, da empfing er sie in seiner Burg, und richtete ihnen ein herrliches Mahl zu. Und da e non und seine Söhne fröhlich waren, und wohl getrunken hat. ten, machte sich Ptolemaus auf mit seinen Knechten, fielen ein zu Simon ob (noch über dem Mahle, und folugen ihn fammt den Sihnen und Knechten todt. Diese schåndliche IIntreue that Ptolemåus, und er that ihm folche Bosheit für seine Wohlthat. Ein Bote kam gen Gaza, der sagte Johannes, daß sein Vater und seine Brüder umgekommen wåren, und daß bestellt wäre, daß man ihn auch umbringen sollte. Da Johannes solches bórete, entreßte er sich sehr, und ließ die Leute fangen, die geschickt waren, ihn umzubringen, und fie tóden.

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Das zweite Buch der Makka båer. Es enthalt theils Wiederholungen, theils Zusäße; ist aber an Auf:

richtigkeit der Geswidite dem ersten nicht gleics; daher hier nur: 202, Heliodors Tempelberaubung vereitelt, und er selbst zum

wahren Gott befehrt. (Kap. 3.) 216 man nun wieder in gutem Frieden zu Serufalem wohnte, und das Geset fein im Schwange ging, well der Hobepriefter Onlas fo fromm war, und so fleißig darüber hielt, war ein Vogt des Tempels, Simon, der war dem Hohenpriester feind, darum,

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