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wegen einer Summe Geld, die er dem Könige schuldig gebliebert, behalten. Wiast du mir nun hundert Centner schicken, und feine zwei Söhne zu Geißeln geben: so wil ich dir ihn ledig geben, Wiewohl aber Simon wohl merkte, daß es eftel Betrug wat, schaffte er dennoch, daß das Geld und die Kinder geschickt wurden, daß das Boll nicht über ihn klagte; aber Tryphon hielt nicht Glau.

en, und zog fort, daß er in das Land Fåme ;'aber Simon war ihm mit seinem Heere stets auf der Seite, und wo er herein fallen wollte, da wehrete ihm Simon. Darnach ließ jener Jonathas mit seinen Söhnen toden, und zog wiederum in fein Land weg. Da schickte Simon dahin, und ließ seines Bruders Leichnam bolen, und legte ihn in seines Vaters Grab zu Modin. Und ganz Israel trauerte klåglich um Jonathas lange Zeit. Aber Tryphon fährte den jungen Antiochus betrüglich hin und her, bis daß er ihn heimlich todete ; darnach reizte er selbst die Krone auf, und plagte das Land (Juba) hart. Aber Simon bauete und befestigte viele Stådte, und schickte Boten zu dem Könige Demetrius, und bat um Erlassung der Laft, die Tryphon aufgelegét hatte, Demetrius antwortete: Was wir euch verheißen haben, das fod treulich, stets und fest gehalten werden, und vergeben euch, was ihr mitts lerzeit wider uns gethan habt, und soll zwischen uns guter Friede und Einigkeit seyn.' (und fo) ward Israel wieder frei von den, Seiden, und fing an zu schreiben: Im ersten Jahre Simons, des Hohenpriesters und Fürften der Juden. Und dieweil er fah, daß sein Sohn Johannes ein tứchtiger Mann war, machte er ihn zum Hauptmann über alles Kriegsvole. Da kam das Land Juda zur Ruhe, und blieb guter Friede, so lange Simon lebte. Und Simon regierte sehr wohl, und that dem Lande viel Gutes, daß sie ihn gerne zum Herrn hatten. Auch eroberte er mit großen Ehren die Stadt Soppe, und gewann seinem Volke mehr Land, und erledigte (befreiete) viele, die zuvor unterdrückt und gefangen waren. Er hatte Gaza innen, und Bethzura, und die Burg zu Jerusalem, und hatte sie wieder gereiniget, und durfte sich nies mand wider ihn leben. Jedermann bauete Fein Feld in gutem Frieden, und das Land war fruchtbar. Die Deltesten raßen im Regimente unverhindert, und hielten gute Ordnung, und die Bür. ger besserten sich sehr an ihrer Nahrung. Simon schaffte auch in Städten Vorrath von Rorn, daß ste zur Noth genugsam versorget wåren. Er hielt Frieden im Lande, und schüßte die Armen unter feinem Wolke wider Gewalt, und straste alles Unrecht, und vers

tilgte die Gottlosen. Das Heiligthum richtete er auch wiederum berrlich an. Da aber die Römer höreten, daß eimon Hoherprie, ster war, und das Land innen hatte, erneuerten sie den Bund, so wie auch die von Sparta. Und folgende Schrift hat man aufges stellt in der großen Versammlung der Weltesten, der Priester und des Volks aus dem ganzen Lande Juda : „ Jedermann rey fund und offenbar, daß in den großen schweren Kriegen, die in unserm Lande gewesen sind, Simon, der Sohn des Matathias, und seine Brús der, ihr Leben gewaget haben, und den Feinden ihres Volfs Widerstand gethan, daß das Helligthum und Gottes Gefeß nicht vertilget würde, und ihrem Volke große Ehre erlanget haben, und daß das jüdische Volf und ihre Priester gervilliget hatten, daß Sis mon ihr Fürft und Hoherpriester seyn sollte für und für, so lange, bis ihnen Gott den rechten Propheten erweckte, und es sold ihm jedermann gehorsam seyn.“ Und das Volk befahl, daß man diese @chrift auf messingne Tafeln schreiben sollte, und sollte dieselbigen aufhängen auf dem Umgange am Tempel an einem öffentlichen Orte. 201. Des Antiochus Bundesbruch. Def Ptolemåus Meubels

mord an Simon. (Kap. 15. 16.) Simon (chickte dem Antiochus Hülfe (gegen Tryphon); aber Antiochus-nahm solches nicht an, und hielt nicht, was er zus vor gesagt hatte, und wendete sich ganz von Simon. Und er rendete thenobius zu thm, und ließ sagen: Ihr habt eingenommen Joppe und Gaja, und die Burg zu Jerusalem, welches alles zu meinem Königreiche gehöret, und das Land umber verheeret, und mir mein Erbland genommen. Datum fordere ich diese Städte wie. der von euch, und allen Schoß (Abgaben der Stådte außer dem Lande Suda. Wo ihr mir aber solches nicht wieder -zustellen wollet: so gebet mir für die Stådte fünf hundert Centner Silber, und får den Schoß auch fünf hundert Centner, Wo ihr mir aber dieses auch nicht gedenket zu thun; so wollen wir euch überziehen. Darauf gab Simon diese Antwort: Das Land, das wir wieder erobert haben, ist unser våterliches Erbe ; darum haben wir jest (nur) das Unsere wieder zu uns gebracht, und niemand das Sei. ne genommen. Daß du flagest, daß wir Joppe und Gaza einger nommen haben, ist diese Ursache: Man thut daraus unserm Lande großen daben. Doch wollen wir dafür bezahlen hundert Cente ner. Da ergrimmte der König sehr, und griff die Juden an,

vetheerte ihr Land, und ließ vieles Bole umbringen, und fing viele Leute, und führte sie weg. Darum zog Johannes zu seinem Pater , und zeigte ihm (dies) an. Da forderte Simon seine zwei åbtesten Söhne vor fich, Jabas und Johannes, und sprach : Diereil ich nun alt und schwach bin: so sollt ihr an mein und meiner Brüder Statt treten, und får euer Volk streiten. Gott wolle euch vom Himmel helfen und bei euch seyn! Da jog Johannes gegen die Feinde, und wurden viele verwundet und erstochen; die übrigen aber floben. In dieser Schlacht ward Sudas auch verwundet; aber Johannes jagte, den Feinden nach Es war aber ein Hauptmann über das Land Jericho, mit Namen Ptolemaus, der war sehr reich; und Simon hatte ihm eine Toch, ter gegeben. Darum ward er stolz, und trachtere darnach, daß es. Herr im Lande würde, und unterstand fich, den Simon und seine Cihne mit Lift umzubringen. Da nun Bimon umber zog im 'Lande, das Regiment zu besehen und zu bestellen, und gen Jericho kam mit zwei Söhnen, Matathias und Judas, da empfing er ste in seiner Burg, und richtete ihnen ein herrliches Mahl zu. Und da evon und seine Söhne fröhlich waren, und wohl getrunken hat. ten, machte sich Ptolemåus auf mit seinen Knechten, fielen ein zu Simon ob (noch über) dem Mahle, und schlugen ihn sammt den Söhnen und Knechten todt. Diese schåndliche IIntreue that Ptolemæus, und er that ihm solche Bosheit für seine Wohlthat. Ein Bote kam gen Gaja, der sagte Johannes, daß sein Vater und seine Brüder umgekommen waren, und daß bestellt wäre, daß man ihn auch umbringen sollte. Da Johannes solches bórete, entsekte er sich sehr, und ließ die Leute fangen, die geschickt waren, ihn umzubringen, und sie tóden.

Das zweite Buch der Maffabier. Es enthalt theils Wiederholungen, theils Zufäße; ist aber an Aufs

richtigkeit der Geswidte dem ersten nicht gleto; daher hier nur: 202. Heliodors Tempelberaubung bereitelt, und er selbst zum

wahren Gott befehrt. (Kap. 3.) 216 man nun wieder in gutem Frieden zu Jerusalem wohnt und das Geset fein im Schwange ging, weil der Hoheprietter Onias fo fromm war, und so fleißig darüber hielt, war ein Vogt des Tempels, Simon, der war dem Hohenpriester feind, darum,

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daß er ihm feinen Muthwillen nicht gestatten wollteund zog zu Apollonius, und sagte, wie der Gotteskasten zu Jerusalem über die Maßen reich von Gelde wåre, und der König möchte es wohl zu (an) fich nehmen. Da verordnete der König dem Heliodorus, er follte dasselbe Geld bringen. Als Heliodorus nun gen Jerusalem kam, und der Hohepriester ihn freundlich empfangen hatte., erzåhlte er ihin, was ihm sein Herr berichtet, und warum er da wäre. Da antwortete ihm der Hohepriester: Es ist ein Theil hinter uns gelegt ju treuer Hand, das Witwen und Weisen geboret; das andere (aber) ist des Tobias Kyrkanus, welches ein trefflicher (reider) Mann war; also wåre es ein großer Fredel, daß man die, so das Shre vertrauet haben dem heiligen Tempel, sollte um das Ihre betrågen. Aber Heliodorus bestand auf dem Befehle des Königs, und fam in den Tempel, und wollte es befehen; und da er bei dem Gotteskasten stehet mit Kriegsknechten, that der almächtige Gott ein großes Zeichen, daß er und die, so um ihn waren, in eine große Furcht und Schrecken fielen, und er vor Ohnmacht zur Erde sant, und ihm das Gesicht verging ; und er lag also für tobt, und redete kein Wort. Die Juden aber lobeten Gott, daß er seinen Termpel also geehret hatte. Weil aber der Hohepriester besorgte, der König würde einen Argwohn auf die Juden haben, als hätten fie dem Heliodorus etwas gethan, opferte 'er für ihn, daß er gesund würde. Heliodorus aber opferte dem Herrn (a uch), und gelobte ihm viel, daß er ihm das Leben wiedergegeben hatte, und dankte dem Dnias, und reisete darnach wieder zum Könige, und sagte Jeder. mann, wie er mit seinen Augen die Werke des hód)sten Gottes gesehen hätte. 203. Eleasar, oder: lieber sterben, als wider das Gewiffen

handeln. (Kap. 6.) Der König (Untiochus Epiphanes) fandte (Befehl) daß dle Juden von ihrer Våter Gefeß abfielen, und daß man den Tempel zu Jerufalem sollte verunreinigen, und ihn heißen des Jupiter Olympius Kirche, und den Tempel zu Garizim des Jupiter Xenius Kirche, und die Heiden schweigeten im Tempel, und trieben allerlei Unzucht an der Heiligen Ståtte. Man hatte auch ein Gebot lassen ausgehen, daß sie die Juden allenthalben zum (Goben) Opfer zwingen sollten; und so etliche es nicht mit den Heiden hal. ten wollten, die sollte man flugs erstechen. Da sah man einen großen Jammer, Zweien Frauen bano man die Kindlein an die

Brüfte, und führte fie herum durch die ganze Stadt, und warf sie zulekt über die Mauer hinab. Etliche hatten sich in der Nähe verfrochen, daß fie den Sabbath halten möchten; diefelbigen vero brannte man. Es war der vornehmsten Schriftgelehrten einer, Eleafar, ein betagter und doch sehr Tooner Mann, demselben (per. reten sie mit Gewalt den Mund auf, daß er sollte Schweinefleisd essen; aber er wolte lieber ehrlich sterben, denn so schåndlich leben, und litt es geduldig. Und da er zur Marter ging, strafte er die, so verbotenes Fleisch aßen aus Liebe des zeitlichen Lebens. Die nun verordnet waren, daß sie die Leute zu Schweinefleisch dringen sollten, sagten, sie wollten ihm Fleisch bringen, das er wohl essen dürfte; er sollte sich aber stellen, als wäre es geopfertes Schweinefleisch, und Follte es dem Könige zu Liebe effen, und er also beim Leben bliebe. Aber er sagte důrre heraus: Ochicket mich - immer unter die Erde hia in das Grab! Denn es mill meinem Alter åbel anstehen, daß ich so heuchle, daß die Jugend gedenken muß, Eleafar, der nun neunzig Jahre alt ift, sey auch zum Hei. den geworden, und sie also durch meine Heuchelei verführet wer. den. Das wäre mir eine ewige Schande! Und was habe ich davon, wenn ich schon jekt der Menschen Strafe also entflohe, weil ich Gottes Hånden, ich rey lebendia aber todt, (Doch) nicht entfliehen mag? Darum will ich lebt fröhlich sterben, wie es mir altem Manne wobl anstehet, und der Jugend ein gutes Erempel hinter mir lassen, daß sie (a uch) willig und getrost um des herrlichen heiligen Gefeßes willen sterbe. Da er diefe Worte also geredet hatte, brachte man ihn an die Marter; als sie ihn aber geschla. gen batten, da er jeßt sterben sollte, Teufzte er: Der Herr, dem nichts verborgen ist, weiß es, daß ich die Bchläge und großen Schmerzen wohl håtte mogen umgehen; aber der Seete nach leide ich es gerne um Gottes willen! Und er ist also verschieden, und hat mit feinem Code-ein tróftlich Erempel hinter fich gelassen, das nicht allein die Jugend, sondern Jedermann zur Tugend ermahs nen soll.

204. Die fromme Mårtyrerfamilie. (Kap. 7.) Es wurden auch sieben Brüder sammt ihrer Mutter gefangen, und mit Geißeln und Riemen geståupet, und gedrungen, daß fie sollten Schweinefleisch essen. Da sagte der åstefte unter ihnen: Wir wollen eber sterben, denn etwas mider unser våterfiches Gesetz handeln! Da ergrimmete der König, und gebot, man sollte ellends

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