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Reich Gottes!: Wahrlich! id fage euch: Wer das Reid, Gottes
nicht empfängt als (wie) ein Kindlein, der wird nicht hinein.
Fommen. Und er herzte sie, und legte die Kånde auf sie, und
Teznete lie.
863. Jesus and der reiche Jüngling., Beleßrung der. lohns

sú chrigen Jünger durch das Gleichniß vom lobn im Weins å berge. (Matth. 19,16-30. 20,1-16, Mark, 10, 17-31. f, out, 18 18:30)

Jemand trat zu Jesus, und sprach: Guter Meister, was roll id Gutes thun, daß ich das erige Leben moge haben? Er aber sprach: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut, denn der einige Gott. Wilst du aber zum Leben (Glückseligkein) eins geben: lo halte die Gebote. Da sprach er zu ihm: Welche ? Sefas aber sprach: Du sollst nicht töden. Du sollst nicht ehe. brechen. Du sollst nicht fehlen. Du sollst nicht falsches Zeugniß geben. Ehre Bater und Mutter, uno: Du rodft deinen Nachften lieben als dich selbst. Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe idy alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlet mir noch? Sesus sah ihn an, und liebte ihn (gewann ihn lieb), und sprach: Eins fehlt dir noch. Wilft du vollkommen seyn: fo gebe bin, verkaufe, was du haft, und gib es den Armen: so wirst du einen Schaß im Himmel haben ; und (o ann) fomm, und folge mir nach, und nimm das Kreuz auf dich! Da der Jüngling das Wort Görete, ging er betrübt von ihm; denn er hatte viele Gi. ter. Jesus aber sprach zu seinen Jüngern : Wahrlich! ich sage euch: Ein Reicher wird schwerlich in das Himmelreich (zu meie ner lebre) kommen! Es ist leichter, daß ein Rameel durch ein Nadelobr gebe, denn daß ein Reicher in das Reich Gottes komme. Da das seine Jünger höreten, entsekten sie sich sehr, und sprachen: Je, wer kann denn (bei solchen Anfordea rungen dein Schüler und) selig werden? Jesus aber fa's sie an, und sprach zu ihnen: Bei den Menschen (nach menscha licher Ansicht) ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dirage möglich. - Petrus sprach: Siehe, wir haben alles verlassen, und sind dir nachgefolget; was wird uns dafür? Jesus (prach: Wer verlaßt Håuser, oder Brüder, oder echwestern, oder Bater, oder Mutter, oder Weib, oder Kinder, oder Recer um meines Mamens willen , der wird es hundertfältig nehmert, und das ewige Leben ererben. Aber viele, die da sind die Erften, werden

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dle lebten, und die Lebten werden die Erften seyn: (Denn das Kimmelreich ist gleich (zu vergleichen) einem Hauspater, der am Norgen (6 Uhr) ausging, Arbeiter zu miethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins varð um einen Groschen (Denar) zum Tagelohne, fandte er sie in seinen Weins berg. Und er ging aus um die dritte Stunde (9 Uhr), und fah andere an dem Markt můbig stehen, und sprach: Gebet ihr auch bin in den Weinberg! Ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. bermals ging er aus um die sechste und neunte Stunde (12 und 3. Ubr), und that gleich also. Um die eilfte Stunde (5 Uhr 2bends) aber ging er (noch einmal) aus, und fand andere můbig fteben, und sprach: Was stehet ihr hier den ganzen Tag můßig? Sie sprachen: Es bat uns Niemand gedinget. Er sprach: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht seyn wird, soll euch werden! Da es nun Ubend ward, sprach der Herr Des Weinberges zu seinem Schaffner (Haushof meister): Rufe den Arbeitern, und gib ihnen den (gleichen) Lohn, und hebe an bei den lebten bis zu den Ersten! Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die Ersten kamen, meinten fie, sie würs den mehr empfangen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Grosden. Und da sie den empfingen, murrten fie wider den Haus. pater, und sprachen: Diese leßten haben nur eine Stunde gear belo tet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des (ganzen) Ta. ges Last und Hiße getragen haben! Er antwortete aber, und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht Unrecht! Bist du nicht mit mir eins geroorden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesen Lebten geben gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht, zu thun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gütig bin Also werden die Lebten die Ersten, und die Ersten die Lesten seyn; denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet.

264. Jesus ermahnt' zu thåtiger Menschenliebe durch das Gleichniß vom barmherzigen Samariter. (Luf.10,25–37.)

Ein Schriftgelehrter versuchte Jesus, und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach: Wie stehet im Geseke geschrieben? Wie liefest du? Er antwor. tete: Du souft Gott, deinen Serrn, lieben von ganzem Bergen,

von ganzer Seele , von allen Kräften, und von ganzem Gemüthe, und deinen Nachften als dich selbst. Er aber sprach: Du hast recht geantwortet; thue das: To wirst du (gludselig) leben! Er aber mollte sich selbst rechtfertigen (gewiß regen), und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster ? Da antwortete Jesus: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab (ourd die úste) gen Sericho, und fiel unter die (Raub, Mörder; die zogen ihn aus, und schlugen ihn, und gingen davon, und ließen ihn halb todt lie. gen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbige Straße hinab zog; und da er ihn sab, ging er vorüber. Desselbi. gen gleichen auch ein Lavit (Tempeldiener), da er fam bei die Ståtte, und fab ihn, ging er vorüber. Ein (mehr als Heide angefeindeter) Samariter aber kam auch dahin, und da er ihn fab, jammerte ihn sein; er ging zu ihm, verband ihm seine Wunden, und 906 drein Oel und Wein, und hob ihn auf sein Thier, und führte ihn in die Gerberge, und pflegte sein. Des andern Toges reisete er, und zog heraus zwei Groschen, und gab file dem Wirthe, und sprach zu ihm: Pflege sein, und so du was mehr wirst darthun, wil ich dir es bezahlen, wenn ich wieder. komme. Welcher dunket dich, der unter diesen dreien der Nächste fer gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da sprach Jesus zu ihm: Bo gehe hin, unb thue desgleichen!

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265. Jesus bet Martha und Maria. (Luk. 10,38-40.)

Da sie wandelten (reiften), ging (fam) Jesus in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Marcha, die nahm ihn auf in ihr Saus. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die regte sich zu Jesus Füßen , und hörte seiner Rede zu; Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hin. zu, und sprad: Herr, fragest du nicht darnach, daß mich meine Schwester låbt alleine dienen? Sage ihr body, daß fie es auch angreife! Jesus aber antwortete : Martha, Martha, du hast viel Borge und Mühe! Eines aber ist noth. Maria bat (bet ihter Lernbegierde) das gute Theil erwählet; das soll nicht von ihr genommen werden,

266. Jesus lehet beten. Das Bater Unser. Erläuternde Gleldis

niffe. (Matth. 6,5-13. fut, 11, 1-23.) Jesus betete (einst); und da er aufgehöret hatte, fprach seiner Jünger einer zu ihm: Herr, lebre uns (a uch) beten! Jesus sprach: Wenn du betest, souft du nicht seyn, wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Garu ren, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ! ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber beteft: ro gehe in dein Kåminerlein, und schließ die Thüre zu, und bete za deinem Vater im Verborgenen, und dein Vater, der in das Ber. borgene Riebet, wird dir es vergelten öffentlich. Und wenn ihr bes tet, rollt ihr nicht viel plappern, wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhöret, wenn sie viel Wortt machen. Darum solle ihr ihnen nicht gleichen. Euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe denn ihr ihn bitret. Shr rolle (aber) also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde gebelliger! Dein Reich komme! Dein Wille geschehe auf Erden, wie im Himmel! Unser tåglich Brod gib uns heute (immerdar)! Und vergib uns unsere Ochulden, wie wir unsere Schuldigern vergeben! Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Uebet! Denn dein fft das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. — Und er sprach (weiter) zu ihnen: Welcher ist unter euch, der einen Freund hat, und ginge zu ihm zu Mitternacht, und språche' zu ihm: Lieber Freund, lethe mir drei Brode; dentt es ist mein Freund zu mir gefommen von der Straße, und ich habe nicht, daß ich ihm vorlege. Und er drinnen würde antwors ten: Mache mir keine Unruhe! Die Thüre ist schon zugeschloss sen, und meine Kindlein sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen, und dir geben. Ich sage euch, und ob er nicht aufstehet, und gibt ihm, darum, daß er sein Freund ift: so wird er doch um seines unverschämten Gellens (oringenden Bittens) willen aufstehen, und ihm geben, wie viel er bedarf. Und (o) sage ich euch auch : Bittet : so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an: so wird euch aufgethan! Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater um Brod, der ihm einen Stein dafür btete? Und so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange får den Fisch biete ? Oder so er um ein Ei bittet, der thm eineri Skorpion dafür biete? So ihr denn, dle thr arg rend, könnet euren Kindern gute Gaben geben, wie vielmehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geift (Beelengüter) geben denen, die ibn bitten!

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267. Gefus Strafpredigt gegen die Sáeinbelligkeit der Phas

rifåer und Geseglehrer. (Matth. 23, 27-39. Luf, 110 37-54.)

Es bat Jesus in Pharifåer, daß er mit ihm das Mittags. mahl åße; under ging hinein, und rekte fich clofort) zu Tische. Da das der Pharisder,sah, verwunderte er fidh, daß er sich nicht vor dem Efen gewaden hatte. Der Herr aber sprach: Ihr Pha. rifåer Haltet die Becher und Sdjüsseln auswendig reinlich; aber euer Inwendiges ist voll Siaub (fact) und Bosheit. Shr Nar. ren, meinet ihr, daß (a uch) inwendig rein fey, wenn es auswens dig rein ist? Doch gebet (lieber) Almosen von dem, das da ist: To ist (oann) alles rein. Aber wehe euch Pharisåern, daß ihr verzehntet die Minge und Raute, Till (Unis) und Růmmel, und allerlei Rohl (thut gewissenhaft in Kleinigkeiten meht, als mores Geles verlang!), und gehet vor dem Gerichte (der Gerechtigkeit) úber, und vor der Liebe Gottes, und lasset allo dahinten (unerfüllt) das Schwerste im Gerek, nám. lich das Geridt (Rechtbandein), die Barmherzigkeit und den Glauben (die Treue)! Dies sollte man thun, und jenes nicht lassen. Jhr blinden Leiter (Führer), die ihr (beim Trins ten der Reinheit wegen) Můcken reiget, und dagegen) Kameele verschluckt (kleine Pflichten streng übt, große Verbrechen ohne Bedenken begeht)! Bebe euch, daß ihr gerne oben an figet in den Schulen, uni wollt gegrüßt seyn auf dem Markt! Wehe eud), ihr Heuchler ! daß ihr rego wie die verdeckten Todtengråber, darüber die Leute laufen (hin. geben), und kennen sie (o em Innern nach) nicht; wie die åberrůnditen Gråber, welche auswendig hübsch scheinen; aber in. wendig sind sie voller Todtenbeine und alles Unflaths. Also auch thr;'von außen scheinet ihr vor den Menschen fromm ; aber inwendig reyd ihr voller Heuchelei und Untugend. Da antwortete einer von den Schristgelehrten: Meister, mit den Worten schmås best du uns auch! Er aber sprach: lind webe auch euch Sdrifts gelehrten; denn ihr beladet die Mensden mit unerträglichen Lasten, und ihr rühret sie nicht mit einem Finger an! Webe euch, Ihr Heuchler! die ihr der Propheten Gråber bauet, und fdmůcket der Gerechten Gråber, und sprechet: Wåren wir zu unserer Vås ter Zeiten gewesen : so wollten wir nicht theilhaftig reyn mit ihnest an der Propheten Blut! So (aber) gebet ihr zwar ber euch felbft Zeugniß, daß ihr Kinder reyd derer, die die Propbeten gee

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