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todet haben; (und doo) erfüllet auch ihr das (undens) Maß eurer Våter. Ihr Sdlangen, ihr Otterngezůchte! wie wollt ihr der holischen Verdammniß entrinnen? Darum spricht die Weise heit Gottes : Joh rende zu euch Propheten und Weise, und dersela bigen werdet ihr etliche tóden und freuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in euren Schulen, und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern, auf daß über euch komme alles das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blute an des gerechten Abels bis auf das Blut Zadarias (2 Chron. 24,19-22.), wel. chen ihr getidet habt (im innern Vorhofe) zwischen dem Tems pel und Altare. Bahrlid)! id) fage euch, das solches alles wird über dies Geschlecht fommen. Jerusalem, Jerusalem, die du fógest die Propheten, und steinigeft, die zu dir gesandt sind, mle oft habe ich deine Kinder versammeln wollen (årtlich und sorg. Tam), wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus (Tempel und Staat) fod euch wüste gelassen werden! Denn ich sage euch: Jhr werdet mich von jebt an nicht sehen, bis ihr sprechet: Gelobet rev, der da kommt im Namen des Herrn! Da er aber solches zu ihnen sägte, fingen an die Schriftgelehrten und Pharisåer hart auf ihn zu dringen, und lauerten auf ihn, und suchten, ob sie etwas erlangen könnten aus seinem Munde, da sie eine Sade (wirkliche Anschuldigung) zu ihm håtten. 268. Jesus warnt vor zu großer Anhänglichkeit und angsts

licher Sorge bei irdischen Gütern. (Matth. 6, 19-34. kut. 12, 13—21.)

Es sprach aber einer aus dem Volfe zu Jesus: Meister, sage meinem Bruder, daß er mit mir das Erbe thelle! Er aber fprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschichter (Erbtheiler) über euch gesegt? Und er sprach zu ihnen: Sehet zu, und hütet euch vor dem Geize; denn Niemand lebet dapon, daß er viel Güter hat! Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Es war ein reicher Mensch, deß Feld hatte wohl getragen; und er gebadyte bei sich selbst: Was soll ich thun? Ich habe nicht, da ich meine Früchte hinsammle. Das wil id) thun: Ich will meine Scheunen abbrechen, und großere bauen, und will darein fammeln alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter, und will fagen zu meiner Seele: Liebe Seele , du hast einen großen Vorrath auf viele Jahre ! sabe nun Ruhe , 15, trine und babe güten

Muth! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr ! heute Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und weß wird es seyn, das du bereitet (gesammlet) hast? Also gehet es jedem), der fich Schåße fammelt, und ist nicht reich in Gort! Ihr sollt euch (also nicht Schåre sammeln auf Erden, da sie die Notten und der Rost fressen, und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schaße im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen, und da die Diebe nicht nadgraben, noch stehlen; denn wo euer Sohag ist, da ist auch euer Herz (was ihr für das höchste Gut baltet, darauf ist alles euer Sin. nen und Streben gerichtet). Niemand kann zwei Herren dienen. Entweder er wird einen hassen, und den andern lieben; oder wird einem anhangen, und den andern verachten. Ihr könnet nicht zugleich) Gott dienen, und dem Mammon (Reid thume). Darum sage ich euch: Sorget nicht (ångstlid) für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für euren leib, was ihr anzieben werdet! Ist nidit das Leben mehr, denn die Speise, und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sebet die Vögel unter dem Himmel an! Sie råen nid)t, fie ernten nicht, fie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nåhret sie doch! Seyd ihr denn nicht viel mehr, denn sie? Wer ist unter euch, der seiner (Lebens.) Långe eine Elle (Eleinen Theil) zureken möge, ob er gleich darum forget? Und warum (orget ihr für die. Kleidung ? Schauet die (Purpurs oder Königs.) Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, aud) spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlich. feit nicht bekleidet gewesen ist, als derselben eines. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet, und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht vielmehr euch thun ? O ihr Kleinglåubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken?, Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem alien trachten die Belden; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes, und nach seiner Gerechtigkeit (wahrer Weisheit uno Tugend): so wird euch solches alles zufallen (auch schon zu Theil werden). Darum forget nicht einmal ångftlid) für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Gelne sorgen (ohnehin schon aud reine Sorge bringen)! Es ist (alfo) genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage babe,

269. Jesus urtbelle dber Sünde und deren Bestrafung, nebst

Gleidnis vom unfrugtbaren Feigenbaume. (luf. 13 1-9.)

Etliche verkündigten Jesus von den Galiléern, welcher Blut Pilatus samnit ihrem Opfer vermischt hatte coie vermuthlich aufrührerischer Reden wegen bei der Opferhandlung getódet worden waren). Jesus (prach: Meinet ihr, daß diese Galilåer vor allen Galiléern Sünder gewesen sind, diewell fie das erlitten haben? Ich sage: nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umfommen. Oder meinet tór, daß die achtzehen, auf welche der Thurm in Siloah fiel, und erschlug fie, siyen schuldig gewesen vor allen Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichniß: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzet in seinem Weinberge, und er fam, und suchte Frucht Darnuf, und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingåriner: Siebe, ich bin mun drei Jahre lang alle Jahre gekommen, und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaume, und finde sie nicht; Haue ihn ab! Was hindert er das Land (nimmt er unnův den Plan weg)? Er aber sprach: Herr, laß ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe, und bedůnge ihn, ob er wollte Frucht bringen; wo nicht: so haue ihn darnach ab.

270. Jesus heilt ein gidhtgelähmtes Weib und einen Wassers'

súdrigen am Sabbath, nebst Redtfertigung. (Luk. 13, 10-17. 14,1-6.)

Jesus lehrte in einer Schule am Sabbath, und ein Well war da, das hatte einen Geist der Krankheit (ich weres Gidh tú bel) achtzehn Jahre, und sie war krumm, und konnte nicht wohl aufo reben. Da fie aber Jesus rah, rief er sie zu fich, und sprach: Welb, fey los von deiner Krankheit! und legte die Hände auf sie, und alsobald richtete sie sich auf, und preisete Gott. Da ward der Oberfte der Schule unwillig, daß Jesus auf den Sabbath beilete, und sprach zu dem Volke: Es find rechs Tage, darinnen man ar. belten roll; in denfelbigen kommt und laffet euch helfen, und nicht am Sabbathtage! Da antwortete ihm der Herr : Du Deuchler, loset nicht ein jeglicher unter euch seinen Odsen oder Esel von der Strippe am Sabbathe, und führet thn zur Trånte? Sollte aber

nicht gelóset (befreiet) werden am Sabbathe Diese, die doch Abrahams Tochter (Nach kommin) ift, von diesem Bande? Und als er solches sagte, mußten sich schåmen alle, die ihm zuwis der gewesen waren, und alles Voll freuete fid) über alle herrliche Chaten, die von ihm geschahen. - Jesus fam in ein Haus eines Obersten der Pharisåer auf einen Sabbath, ba zu essen, und sie hielten auf ihn (gaben sehr auf ihn Udt). Und da war ein Mensch vor ihm, der war massersüchtig; und Jesus sagte zu den Schriftgelehrten und Phariskern: Sit es auch recht, auf den Sabbath bellen? Sie aber schwiegen Rille. Und er griff ihn an, heilete ihn, ließ ihn geben, und sprach: Welcher ist unter euch, dem fein Odyse oder Esel in den Brunnen fållt, und er nicht alsos bald ihn herausziehe aim Sabbathtage ? Und sie konnten ihn darauf nicht wieder (eine einwendende) Antwort geben,

271. Fefas am Tisde bei einem Pharisåer, empfiehlt Demuth

und Wohlthåtigkeit, dabei das Gleichniß vom Ubendmahl in Beziehung auf seine Religion. (luf. 14, 7-24.)

Jesus sagte ein Gleichniß zu den Gästen, da er merkte, wie fte erwählten oben an zu fiben, und sprach: Wenn du bon Je. mand geladen wirst zur Hochzeit: To Pelae dich nicht oben an, daß nicht etwa ein ehrlicherer (Vornehmerer), denn du, von ihm geladen sey; und sodann kommt, der dich und ihn geladen hat, und spreche zu dir : Weiche diesem und du můfest dann mit Scham unter an fiken; fondern, wenn du geladen 'wirst, so gebe hin, und rebe dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich gelas den hat, spreche zu dir: Freund, růcke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische Fiken. Denn wer sich selbst erhöhet, der roll erniedriget werden; und wer fich felbft ełniedriget, der fod erhöhet werben. - Er sprach auch zu dem, der ihn geladen harte: Wenn du ein Mittags, oder Abendmahl ma chest: ro {ade nicht deine Freunde, noch deine Brüder, noch deine Gefreunden, noch deine Nachbarn, die da reich sind, auf daß fie dich nicht etwa wieder laden, und die vergolten werde; sondern wenn du ein Mahl machest: ro lade die Armen, die Krúppel, die Lahmen, die Blinden. So bist du in dit felbft) relig; denn sie haben es dir nicht zu vergelten ; es wird dir aber vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten. Da aber solches borte efner, der mit zu Etiche faß, sprach er zu ihm: Selig ist, der

das Brod ifpec im Kelche Gottes! Er aber sprach : Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl, und lud viele dazu, und fandte feinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahlo, zu ragen den Geladenen : Kommet; denn es ist alles bereit! Und sie finigen an alle nach einander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinaus gehen, und ihn befehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach:

Ich habe fünf Joch (Paar) Oden gekauft, und ich gebe jeßt hin, fie zu beleben; ich bitte did), entschuldige mid. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht fommen. Und der Knecht Fam, und sagte das seinem Herrn wies der. Da ward der Hausherr zornig, und sprach : Gehe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt, und führe dle Urmen und Krúppel und lahmen und Blinden herein! Und der Knecht sprad) : Herr, es ist geschehen, was du befohlen haft; es It aber noch Siaum da. 'Und der Herr fprach zu dem Knechte: Gebe aus auf die Landstraßen und an die Ziune, und nöthige fie, herein zu kommen, auf das mein Haus voll werde! Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen sind, mein Abende mahl schmecken wird.

272. Jesus rechtfertigt fich wegen feines Umganges mit Súng

dern, und deutet auf Gottes Barmberzigkeit gegen sie duro die Gleichnisse vom verlornen Schafe, Gros en und Sobne. (Ruf. Cap. 15.2

Es nabeten zu Jesus allerlei 38nner und Sünder, daß fie ihn Høreten. Und die Pharisåer und Schriftgelehrten murreten, und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an, und isset mit ihnen! Er sagte aber zu ihnen dies Gleichniß: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er der eines verlieret, der nicht lasse die neun und neunzig in der Wüste, und hingebe nach dem verlornen, bis daß er es finde? Und wenn er es gefunden hat, fo leget er es auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er heim fommt, rufet er seinen Freunden und Nachbarn, und spricht zu ihnen: Sreuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf ges funden, das verloren war! Ich sage euch: Also wird aud Freude im Himmel reyn über einen Ginder, der Buße thut, vor neun und neunzig Gerechten, die der Buße nicht bedürfen. Oder, welo dhes Weib ift, die zehn Groschen bat, so sie der einen verlieret,

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