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ahdar ,,Opferhöfe" (vgl. hebr. hasêr Vorhof??), makânat Opfergerät (Abb. 109 S. 315 Hal. 485 Ge. 1076), die mekonah von i Kg 7, 27 ff. Jer 52, 17 ff. vgl. kên 2 Mos 30, 18 u. o. das Gestell des Beckens im Vorhofe.

ahlâj die süßen Brote, hebr. hallôt.

Während des Druckes dieses Bogens kommt mir das Buch von Detlev Nielsen, Die altarabische Mondreligion und die mosaische Überlieferung, zu Gesichte. Den Untersuchungen liegt die Theorie Hommels von dem ausschließlichen und ursprünglichen Mondcharakter der arabischen Religion zugrunde, gegen die wir unsre Bedenken S. 21, Anm. 2; 33, Anm. 6; 229 unten geäußert haben. Aber Nielsens Buch ist sehr anregend. Es erhebt die Beziehungen zwischen dem mosaischen Kultus und den minäischen Kultformen zur Evidenz. Den Neo-Rationalismus, mit dem z. B. die Theophanieen am Horeb-Sinai mit minäischen Opferszenen in Verbindung gebracht werden, lehnen wir ab. Der Jahve Israels ist bei Nielsen schließlich nicht wesentlich verschieden von einem altorientalischen Baal, wobei freilich in Betracht zu ziehen ist, daß Nielsen den heidnisch-arabischen Gottesbegriff nach seinem ethischen Gehalt stark überschätzt. Der Wert der beigebrachten arabischen Inschriften und der illustrierenden Abbildungen wird durch den Umstand stark beeinträchtigt, daß in den meisten Fällen die Datierung unmöglich ist.

Weitere Glossen zu 2 Mosis. 2 Mos 21, i s. S. 227.

2 Mos 26, 31: paroket Vorhang zwischen Heiligtum und Allerheiligstem. parakku heißt assyrisch die „Götterkammer“, syrisch perakka ,,Götzenschrein"; parakku ist das ädutov, das Allerheiligste, paroket ist das Absondernde. Es besteht nur etymologischer, kein kultischer Zusammenhang.

2 Mos 27, 21 (Stiftshütte) s. zu 37, 22 Anm.

2 Mos 28, 31 ff. Die Symbolik des hohenpriesterlichen Gewandes. Der Saum des Gewandes ist mit goldenen Granatäpfeln und Glocken benäht. Auch die Granatäpfel sind als Glocken zu denken. Nach den rabb. Überlieferungen betrug die Zahl der Granatäpfel 72, 365 oder 121 – die Zahlen des Jahres: 12 Tierkreisstationen, 72 Fünferwochen, 360 bez. 365 Tage. Das Gewand spiegelt den Jahreslauf, bez. das Himmelsbild wieder. Vgl. S. 68!

1) Die Zahlen brauchen nicht notwendig der Wirklichkeit zu entsprechen. Bei 12 und 365 wäre das ja nicht denkbar. Sie sind fingiert, um die astrale Beziehung darzustellen. Ein charakteristisches Beispiel aus dem Leben. Es fragt einer seinen eingeborenen arabischen Lehrer: „Wieviel Schriftarten gibt es?“ Er antwortet: „sieben.“ „Welches sind die sieben?" Der Araber zählt 4 auf. „Du sagtest doch, es seien 7.'' Der Araber antwortet achselzuckend: „Ja, es sind 7; so hat mirs mein Lehrer gesagt.“

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2 Mos 22, 16. Frauenpreis s. S. 222. 2 Mos 22, 17 s. S. 288.

2 Mos 25, 13 ff. 12 Schaubrote, s. S. 267. S. die Darstellung des Schaubrottisches auf dem Titusbogen in Rom Abb. 87.

2 Mos 25, 31 ff. Der 7 armige Leuchter. S. die Darstellung auf dem Titusbogen in Rom, Abb. 87. Josephus und Philo kannten noch die Beziehung auf die 7 Planeten. S. Gunkel, Schöpfung und Chaos, S. 126f. Der Hauptarm bedeutet die Sonne. Bei Sach 4, I ff. sind die 7 Lampen als sieben Augen

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Gottes gedeutet. Hier kann man die Umwandlung altorientalischer Gedanken in Israel beobachten. Dem Babylonier sind die 7 Planeten die Befehlsübermittler der Gottheit, s. S. 6 f. Im israelitischen Monotheismus werden sie zu den 7 Augen Gottes, die „die ganze Welt durchschweifen“.

2 Mos 28, 17 ff., vgl. 39, 10 ff. Urim und Tummim. Zu den 12 Edelsteinen vergleiche die 12 (Sept) Edelsteine am Kleide des Urmenschen Ez 28, 13; s. S. 99, vgl. Zimmern KAT 3 629. Die Orakeltasche dient zur Schicksalsbefragung. Liegen Zusammenhänge mit der Schicksalstafel vor, die die regierende babylonische Gottheit auf der Brust trägt?, s. S. 4, vgl. auch

Jeremias, A. Test.

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das „Lebenssiegel", das sich die Gottheit beim Kampfe gegen das Ungeheuer vor das Gesicht hält, S. 58.

2 Mos 27, 32: ,,Die einhergehenden, d. h. aufgenommen sind in die Zahl der Erwachsenen.“ Dem formellen Akt der Zurechnung zur Erwachsenen - Gemeinde entspricht bei andern Völkern unter andern Verhältnissen das Nehmen der toga virilis (Winckler OLZ 1901, 289) oder die Zulassung zu den Mysterien. Bei den Mohammedanern gilt die Beschneidung im 12. und 13. Jahre als Aufnahme unter die Erwachsenen.

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Abb. 88: Heilige Kuh der Ägypter. Grab Sethi I. 2 Mos 30, 19 s. zu 1 Kg 7, 23.

2 Mos 32, 4. Das goldenc k'alb". Die Sache bleibt dunkel. Jedenfalls ist an den ägyptischen Stier zu denken, s. S. 243 und vgl. Abb. 88 und 89. Das 1. Bild zeigt, daß der Kultus astral

, mythologischen Ursprung hat; an dem 2. ist die Betrachtung der Hörner als Mondsichel besonders deutlich zu sehen. Wenn die südarabischen Stierköpfe des Wiener Museums (vgl. Nielsen, 1. c. S. 112) alten minäischen Vorbildern entsprechen, so könnte 2 Mos 32, 4 auch Nachahmung eines arabischen Kultus vorliegen. Das Bild wird vorher mit einem Griffel vorgezeichnet (cingeritzt, Kautzsch irrtümlich: ,,bearbeitete es“, Luther richtig).

2 Mos 27, 32 — 35, 25 f.

Das goldene Kalb. Der Schleier Mosis.

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2 Mos 34, 33 und 35 Moses bedeckt sein Antlits s. S. 238. Zu dem corneatus, dem „gehörnten Moses“ der Vulgata, vgl.

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noch das Wortspiel v. 35: IPS, das auf die Sonne anspielt, deren Strahlen als Hörner der Sonne gelten. Der dhû-'lhimâr ,,Schleiermann“ der islamischen Legende wird übrigens dem dhu-'l-karnain ,,Hörnermann"

gleichgesetzt. Bei Muhammed spielt der Mantel, in den sich der Prophet in gewissen Situationen hüllt, die gleiche Rolle, wie hier der Schleier.

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2 Mos 35, 25 f. Spinnen als Frauenarbeit. Eine altbabylonische Spinnerin zeigt Abb. 90: Altbabylonische Spinnerin (Gudea - Zeit). Abb. 90. Das Bild ist in

Gefunden in Susa.1 Susa gefunden. Es stammt aus Babylon und gehört etwa in die Gudea-Zeit um 3000. Die Ritualtafeln reden von der Hexe mit der Spindel.

1) Hinter der königlichen (?) Spinnerin steht die Sklavin mit dem Wedel. Die Spinnerin sitzt mit untergeschlagenen Beinen auf einem Schemel. Das Bild ergänzt unsre Bemerkungen zu 1 Mos 18, 4.

Zwanzigstes Kapitel.

Glossen zum 3.-5. Buch Mosis.

3 Mos 2, 13. Sals beim Speiscopfer. Das Salz ist den Alten heilig. Homer: griov üla, Plato nennt es geoqıkés; Tacitus bezeugt es für die Germanen; bei den Römern fordert die Ehrfurcht vor den Penaten, daß das Salzfas nie auf dem Tische fehlt. Mc 9, 49f.: „Alles Opfer wird mit Salz gesalzen.“ Beim Schlachtopfer Ez 43, 24 (ebenso bei den Babyloniern, wofür Beispiele in den Ritualtafeln sich finden) mag ein sanitärer Grund hinzugekommen sein. Der Talmud sagt (merkwürdigerweise zu 3 Mos 2, 13), man habe bituminöses Salz genommen, um das Verbrennen zu beschleunigen und den üblen Geruch zu mildern.

3 Mos 5, 16. Es wird also beim Zurücktreten vom Vertrag 1/5, d. i. 20 Prozent Schadenersatz gezahlt. Ebenso im Babylonischen, wie Peiser (s. Kohler und Peiser, Bab. Vertr.). gezeigt hat.

3 Mos 12, 8. Opfer der Reinigung: Der Wohlhabende cin Schaf; der Arme swei Tauben, vgl. Lc 2, 24. In den Ritualtafeln (KAT 3 598 f.) soll der rubû, der Adlige (Vollbürger), eine Taube zu Asche (t) verbrennen, der muškênu, der Hörige, soll das Herz (?) eines Schafes verbrennen, vgl. S. 255, Anm. 4; S. 281, Anm. 2.

3 Mos 16, 8. 16. 26. Der Azazel (vgl. S. 270) gilt nach Henoch 9, 6 u. ö. als Anführer der gefallenen Engel. Der Name ist nicht aus dem Babylonischen zu erklären. An die Zeremonie erinnert der S. 230 erwähnte Vertragsschluß zwischen Assurnirari und Mati’ilu von Arpad (Peiser in MVAG 1898, 228 ff.), wo zum Vollzuge der Eidschwüre (,, nicht zum Opfer“) ein Bock von der Herde gebracht wird, dessen einzelne Körperteile die Körperteile des Mati'ilu und seiner Familie darstellen, s. i Mos 22, 13.

3 Mos 16, 29 u. Ö. (zehntägige Woche :) s. S. 86.

Mos 18, 18 s. S. 180. 222.

3 Mos 18, 21. Molech (Moloch). In der religiösen Literatur der Babylonier und Assyrer ist die Götterbezeichnung Malik nur als Götterattribut nachweisbar. Malik bedeutet ,,Entscheider" und wird verschiedenen Göttern als Epitheton beigesetzt. An den Stellen, die Malik scheinbar als Eigenname aufführen, ist

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