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feine Knechte zu den Weingårtnern, daß sie seine Früchte empfins gen. Da nahmen die Weingärtner seine Knechte; einen ståurbten fie, den andern todeten sie, den dritten steinigten fie; die übrigen aber ließen sie leer und geschmåhet von rich. Abermals sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie thaten gleich allo. Darnach fandte er seinen Sohn zu ihnen, und sprach: Sie werden sich (odch) vor meinem Sohne scheuen! Da aber die Weingårtner den Sohn sahen, sprachen sie unter einander : Das ist der Erbe. Kommt, lasset uns ihr töten, und sein Erbgut an uns bringen! lind sie nahmen ihn, und fließen ihn zum Weinberge hinaus, und ráderen ihn. Da sie das böreten, sprachen sie: Das Tey ferne! (daß wir dir eben so thun sollten.) Wenn nun (fuhr Jesus fort) der Herr des Weinberger kommen wird, was wird er diesen Weingärtnern thun? Sie spradien zu ihm: Er wird die Bóleivichter übel umbringen, und seinen Weinberg andern Weingårtnern austhun, die ihm die Früchte zu rechter Zeit geben. Er aber fah fie an, und sprach : Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Edstein (Grundstein) geworden? Von dem Herrn ist das (durch Zulassung) geschehen, und es ist wunderbarlich,

vor unsern Augen. Darum sage ich euc): Das Reich Gottes wird von euch genommen, und den Heiden gegeben werden, die seine (Tugen) frúdte bringen. Da die Hohenpriester und Pharisåer seine Gleichnisse hörten, vernahmen sie, daß er von ihnen redete; und sie trachteten darnach, wie sie ihn griffen; aber fie fürchteten sich vor dem Volke; denn es hielt ihn für einen Pro. pheten. Und sie ließen ihn, und gingen davon. Jesus redete abermals durch Gleichnisse: Das Himmelreich (meine Relia gion) ist gleich einem Könige, der seinem Sohne Hochzeit machte, und sandte feine Knechte aus, daß sie die Gåste riefen (einlüden); und sie wollten nicht kommen. Abermal fandte er andere Knechte, und sprach: Saget den Gåften: Meine Mahlzeit habe ich bereitet. Kommt zur Hochzeit! Uber sie verachteten das, und gingen hin, eiger auf seinen Acker, der andere zu seiner Handthierung; etliche aber griffen (fogar) seine Knechte , höhneten und todeten sie. Da das der König börete, ward er zornig, und schickte seine Heere aus, und brachte diese Mörder um, und zündete ihre Stadt an. Da sprad) er žu seinen Knechten : Die Hodyjeit ist zwar bereitet; aber die Gäste waren es nicht werth! Darum gehet hin auf die Straßen, und ladet zur Gochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte

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brachten, wen ste fanden, Gute und Böre ; und die Tische wurden alle vod. Da ging der König hinein, die Gäste zu befehen, und rah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Kleid an. Und er sprach zu ihm ; Freund, wie bist du herein gekommen, und hast doch kein hochzeitliches Kleid an? Er aber verstummete. Da sprach der Ronig zu feinen Dienern: Bindet ihm Hånde und Füße, und werfer ihn in die åußerste Finsterniß hinaus, da wird seyn Heulen und Zähntlappen! Denn viele sind (zu meinet febre) berufen, aber wenige find (als würdige) außertoåblet.

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388. Griechische Juden wünschen, Jesus kennen zu lernen,

der nodmals verflåret wird, und über sich und seine Bes stimmung spricht. (Job, 12, 20–43.)

Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinauf gekom, men waren, daß sie anbeteten auf das Festi dle traten zu Philippus, und sprachen: Herr, wir wollten Jesus gerne sehen, Philippus kommt, und saget es Andreas, und Philippus und Andreas sag. ten es weiter Jesus. Jesus aber antwortete ihnen: Die Zeit ift gekommen, daß des Menschen Sohn verklåret werde. Wahrlich! ich sage eud): Es rey denn, daß (wofern nicht, das Weizenborn in die Erde falle, und ersterbe : To bleibet es alleine (ein einziges Korn); wo es aber erstirbt : To bringet es viele Früchte. Wer sein Leben lieb hat, der wird es verlieren; und wer sein Leben auf dies ser Welt basset (gering achtet um meiner Sache willen), der wird es erhalten zum ewigen Leben, Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch seyn; und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren (belohnen). Seßt ist meine Seele betrübt! Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Prüfungs:) Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verklåre (verherrliche) dele nen Namen! Da fam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn berflåret, und will ihn abermal verklaren! Da sprach das Volf, das dabei stand und zuhörte : Es donnerte! Die andern sprachen: Es redete ein Engel mit ihm! Sesus sprach: Diese Stimme ift nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen. Seßt (ers) gehet das Gericht über die Welt; nun wird der Fürst dieser Welt ausgestoßen (die Macht des Bören gebrochen) wers den. Und ich, wenn ich erhöhet werde von der Erde : so will ich fie (meine Freunde) alle zu mir ziehen. Das sagte er aber,

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zu deuten, welches Robes er sterben wurde. Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehöret im Gerebe, daß Christus ewiglich bleibe; und wie sagest du denn : Des Menschen Sohn muß erhobet werden? Wer ist dieser Menschen. Sohn? Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht (Der Wahrheitsprediger) noch eine kleine Zeit bei euch); wandelt, dieweil ihr das Licht habt, daß euch die Finsterniß nicht überfalle! Wer in Finsterniß wandelt, der weiß nicht, wo er hingehet. Glaubet an das Licht, dieweil ihr es babt, auf daß ihr des lichtes Kinder repo!. Solches redere Jesus, und ging weg, und verbarg fich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen that, glaubten sie doch nicht an ihn, auf daß erfület würde der Spruch des Propheten Sesaias: Herr, wer glaubet unserm Predigen? Und wem ist der Arm des Herrn offen. baret ? (Jes. 53, 1.) Er hat ihre Augen verblendet, und ihr Herz verstocket, daß sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen, und sich bekehren, und ich ihnen hůlfe. (Jes. 6,9, 10.) Doch der Obersten glaubten viele an ihn; aber um der Pharisået willen bekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann gethan (aus der Gemeinschaft.geftoßen) würden; denn sie hatten lieber die Ehre bei den Menschen, denn die Ehre bei Gott.

289. Jesus antwortet auf verfångliche Fragen der Pharifåer:

wegen der Abgabeverpflichtung; der Sadducåer: wegen der Quferkebung; eines Gereçlebrers: wegen des hódosten Ges botes; und fragt sie selbst über seine Person. (Matth. 29, 15–46. Mark, 12, 13-37. Fuk. 20, 20-44.)

Die. Pharisậer hielten einen Rath, wie sie Jesus fingen in seiner Rede ; und fandten zu ihm ihre Jünger, sammt Herodes Dienern, die sich stellen sollten, als wären sie fromm, auf daß sie ihn in der Rede fingen, damit sie ihn überantworten konnten der Obrigkeit und Gewalt des Landpflegers., und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist, und lehrest den Beg Gottes recht, und ou frageft nach Niemand ; denn du achtest nicht das Anleben der Menschen. Darum sage uns, was dúnket dich: Sit es recht, daß man dem Kaiser Zins (Tribut, Kopfsteuer) gebe, oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schaltfelt, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weiset mir die Zinsmünze ! Und sie reichten ihm einen Groschen (Denar) dar, lind er sprach zu ihnen : Weß ist das Bild und die Ueberschrift? Sie sprachen;

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Des Kaisers. Da sprach er: So gebet dem Kaffer, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ift! Da sie das hörten, ver. wunderten sie sich, und ließen ihn, und gingen davon.

indemselbigen Tage traten zu ihm die Sadducåer, die da halten (glauben), es sey keine Auferstehung, und fragten ihn: Meister, Moses hat gesagt: So einer stirbt, und hat nicht Kinder : To sol fein Bruder sein Weib freien, und Teinem Bruder Samen (Nacho fommenschaft erwecken. (5 d. 25. 5.) Nun find bei uns gewesen sieben Brüder; der Erfte freiete und ftarb, und dieweil er nicht Samen (Kinder) hatte, ließ er sein Welb seinem Bruder; desselbigen gleichen deé andere und der dritte, bis an den siebenten. Sulegt nach allen stato auch das Weib. Nun in der Auferstehung, wessen Beib wird sie feyri unter den fieben? Sie haben sie ja alie gehabt. Jesus aber antwortete : Jhr irret, und wisset die Schrift nicht, noch die Kraft Gottes. Jn (nach) Der Auferstehung werden sie weder freien, noch rich freien lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel Gottes im Himmel. Habt ihr aber nicht gelesen von der Todten Auferstehung, das euch gesaget ist von Gott: Ich bin der Gott Abrahams, und der Gott Isaaks, und der Gott Jakobs! Gott aber ist nicht ein Gott der Todten, sondern der Lebendigen. Und da soldies das Volk hörte, eneseste (verwunderte) es sich über seine Lehre. - Da aber die Phartsåer hörten, daß er den Sadducåern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich, und einer unter ihnen, ein Sdriftgelehrter, versuchte ihn, und sprach:Meister, welches ist das vornehmte Gebot im Geret? Jefus aber sprach zu ihm: Du sollst lieten Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüthe und mit allen Kråften. (5 Mos. 6,6.) Dies ist das vornehmste und großefte Gebot. Das andere aber ist dem gleid); Du sollst deinen Mächsten tieben als dich selbst. (3 Mos. 19, 18.) In diesen zweien Geboten hanget (ist begriffen) das ganze Gelen und die Propheten. Und der Schriftgelehrte fprach: Meister, du hast wahrlich recht geredet; denn es ist Ein Gott, und ist kein anderer außer ihm. Und denselbigen lieben von ganzem Herzen und aus allen Kräften, ünd lieben seinen Nachsten als sich selbst, das ist mehr denn alle Dpfer. Da Jesus aber sah, daß er vernünftig antwortete, sprach er : Du bist nicht ferne von dem Neiche Gottes! -. Da nun die Phartfåer bei einander waren, fragte sie Jesus: Wie dủnfet euch um Christus? Web Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geiste einen Herrn, da

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er faget: Der Herr hat gesagt zu meinem Berta: Seße did 34 meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zuni Schemel deiner Füße 1 (Pf. 110, 1.) So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und Niemand konnte ihm ein Wort Antworten, und durfte (wagte) auch Niemand von dem Tage an hinfort ihn (zu) fragen. >

ego, Jesus und die Witwe im Sempel. (Mart. 12,41–44.

fuf, 21,1--4.) Sesus fahim Tempel die Reichen, wie fie ihre Opfer einlegten in den Gotteskaften, und viele Keide tegren viel ein. Er sah aber auch eine arme Witwe, die regte zwei Scherflein ein, die machten einen Heller. Und er rief seine gånger zu sic), un proch: kahri lich! Ich fage éudy: Diefe arme Witive hat mehr, denn sie alle, eingeleget; denn diese alle Baben aus ihrem Leberflusse eingeleget zu dem Opfer Gottes; sie aber hat von ihrer Armuth alle ibre Nahrung (ihr ganzes Vermögen), die sie hatte, eingelegt. 291. Jesus verfündigt cine foredlide Zeit, den tintergang

Jerusalems und des jüdilden Staats, und seiner Sade berclidhen Sieg. (Matth. 24, 1-28. Mart. 13, 1-33;

Suf, 31, 25-38.) #; Jesus ging hinweg von dem Tempel, und seine Jinger traten zu ihm, daß fie ihm zeigten des Tempels Gebäude, und sprachen : Meister, fiebe, welche Steine und weld ein Bau! Jefus fprads : Sehet ihr nicht das alles in feiner Pradht mit Bewuns derung an)? Wahrlich !. ich sage euch: Es wird hier nicht ein

Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werder Und: feine Jünger sprachen ; Sage uns, wenn wird das geschehen, und welches wird das Zeichen seyn deiner Zukunft und der Welt Ende? Sefus antwortete: Sehet zu, daß euch nicht Jemand verführe; denn es werden viele kommen unter meinem Namen, und sagen: Ich bin Cheiftus! und werden viele verführen. Ihr werdet hören Kriege und Geschrei von Krlegen; erschrecket (aber nicht! Das muß zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende das Denn es wird sich empören ein Bolt über das andere, und ein Königreich über das andere, und werden seyn Pestilenz und (jeure Reit, und Erdbeben hin und wieder. Da wird fich allererst die Noth angeben. Alsdann werden sie euch überantworten in Erůb.

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