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Heute (fråh) nicht frågen, ehe denn du dreimal 'verleugnet hast, daß du mich kennest!... Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch (aud) gesandt habe ohne Beutel, obne Tasche und ohne dube, babt ihr auch je (orů cenden) Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie! Da sprach er: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desselbigen gleichen auch die Tasche ; wer aber nicht bat, vers kaufe sein Kleid, und kaufe ein Schwert! Denn ich sage euch: Es muß noch das auch vollendet werden an mir, das geschrieben stebet: Er ist unter die Ulebelthäter gerechnet (Jes 53, 12.); denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende (wird nun volle ends bald in Erfüllung geben). Cie sprachen: Here, fiebe, bier sind zwei Schwerter! Er aber sprad : Es ist genug ( (Mun genug davon)! - Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, ging Jesus hinaus nach seiner Gemohnheit über den Bach Kidron an den Delberg, und seine Jünger folgten ihm. Da sprach er zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle an mir årgečn (Anstoß nehmen). Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Heerde werden sid) zerstreuen. Wenn ich aber auferstebe, will ich vor euch hingeben in Galilåa. Petrus aber antwortete: Wenn sie auch alle sich an dir ärgern: fo will ich doch mich nimmermehr årgern! Jesus sprach: Wahrlich! id fane dir, heute in dieser Nacht, ebe der Bahn zweimal Eråbet, wirst du mich dreimal verleugnen! Petrus aber sprach noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte: so will ich dich doch nicht verleugnen! Desselbigen gleichen sagten auch alle Jünger.

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303. gefus betet am Delberge. (Matth. 26, 36-46. Mark.

14, 39-42. Luf, 22,39-46. gob.18, 2.)" Jesus fam (mit seinen Jüngern) zu einem (Meiero) Hofe, der hieß Gethsemaneb; da war ein Garten, und darein ging Jesus mit seinen Jüngern. (Judas aber, der ihn verrieth, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen gångern.) Und als er dahin kam, sprach er zu seinen Jüngern: Sebet ench bier, bis daß ich dort hingehe und bete! Und er nahm zu fich Petrus und Jakobus und Johannes, und fing an zu trauern und zu zittern und zu zagen, und sprach: Meine Seele ist betrübt bis in den Tod! Bleibet bler, und wacher mit mir, und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung (Versuchung) fallet! Und er rib (entfernte) fich von ihnen bei einem Steinwurf, und

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knieete nieber , flel auf sein Angesicht auf die Erbe, und betete, baby so es möglich wäre, diese @tunde vorüberginge, und sprach: Mein Bater, ift es möglich (und es ist dir alles möglid): so überhebe mich dfeses (leidens) Kelche! Doch nicht, wie ich wil, fondern wie du willf! Und er kam zu seinen Jüngern, und fand fie fchla. fend, und sprach zu Petrus: Simon, fooláfest du? Könnt ihr nicht eine Stunde mit mir machen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung faller! Der Geift ift widig; aber das Fleisch ift fchwach! Und er ging zum andern male hin, und betete, und fprado : Mein Vater, ifts nicht möglich, daß diefer Kelch von mir gebe: so geschebe dein Wille! Und er fam, und fand he abermal fchlafend, und ihre Augen waren von Schlafs, und Rie wußten nicht, was fie ihm antworteten. Und er ließ Bie, und ging aber. mal hin, und betete zum dritten male, und sprach : Vater, wift du fo nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein Wille, sons dern dein Wile geschehe! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, und stårkete ihn. Und es kam (io wett), daß er (fast) mit dem Tode rang, und er betete heftiger. Es war aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er stand auf vom Gebete, und kam zu feinen Jüngern, und fand fle fchlafend vor Traurigkeit, und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Was fchlafet thr? Es ist genug! Sebet, die Stunde ist gekommen, und des Menschensohn wird überants wortet werden in der Sünder Hånde! Srehet auf, und lasset uns gehen! Siebe, der mich verråth, ist nahe! Betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet!

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304. Jesus wird gefangen genommen. Benehmen seiner

Jünger dabei. (Matth. 26, 47-58. Marf, 14, 43-54. Luf. 22,47–55. Joh. 8,3—18.)

U18 Sefus noch ro redete, kam Judas, der Zwölfen einer, und mit ihm eine große Schaar, die er zu fich genommen hatte, nebst Dienern der Hohenpriester und Schriftgelehrten, mit Fackeln und Lampen und Schwertern und Stangen. Sesus, der alles wußte, was ihm begegnen sollte, ging hinaus, und sprach zu ihnen: Ben fuchét thr? Sie antworteten: Jesus von Nazareth. Jesus sprach: Ich bins! Judas aber, der ihn verrieth, stand auch bei ihnen.' Als nun Sesus zu ihnen sprach: Ich bins! widyen file zurück, und fielen zu Boden. Da fragte ter fie abermal: Wen

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h suchet thr? Sie sprachen; Jesus von Nazareth. Sesus antwoors

tete: 3ch habe euch (i a schon gesagt, daß ich es rep! Buchet : ihr denn mich: fo lasset diese geben! (Puf daß das Wort ers I fållet würde, welches er fagte: Ich habe der feinen verloren, die

du mir gegeben haft.) Der Berråther aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben, und gesagt: Welchen ich füssen werde, der ist es; den greifet und führet Ihn gewiß. Und alsbald trat er zu Jesus, und fprach: Begrüßet leyft du, Kabbi! und füfsete ihn. Jefus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du gefommen? Judas, verråthst dà des Menschen Bohn mit einem Russe? Da traten fie hinzu, und legten die Hände an Jesus, und greffen ihn. Da aber Fahen, die um ihn waren, was da moerden wollte , sprachen fie zu Jefus : Herr, follen wir mit dem Schwerte drein schlagen? Und einer aus tonen, Simon Petrus, hatte ein Sdwert, und zog es aus, und schlug nach des Hobenpriesters Raecht, und hleb ihm sein rechtes Ohr ab; und der Knecht bieß Maldus, Jesus aber sprach: Lasset sie doch machen! Uab er rührete rein Dhr an, und beitete ihn. Und er sprach zu Petrus: teche deildwert in die Scheide; denn wer das Schwert nimmt, der foll (fann) durch das Schwert umkommen! Oder meineft du, daß ich nicht' tönnte meinein Vater bitten, daß er mir gusdicte mehr denn zwölf Legionen Engel? Sollte ich den (Leidens.) Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Wie würde denn die Schrift erfåget? Es muß also gehen! Zu der Stunde fprach Jesus (weiter) zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels, und den Zeltesten, die über ihn gekommen waren: Jhr fend ausgegangen als zu einem Mörder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fahen! Bin ich doch tåglich bei euch im Tempel gewesen, und habe gelehret, und ihr habt keine Hand an mich gelegt! Aber das fft eure Stunde und die Macht der Finsternig! Das ist alles

gelmehen, daß erfället würde die Schrift der Propheten. - Da berließen ihn alle Jünger, und ftohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war; mit Leinwand bekleidet auf dem bloßen Leibe, und die Jünglinge griffen ihn. Er aber ließ die Leinwand fahren, und filoh bloß von ihnen. "Die Ochaar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Suden nahmen Sefus, und banden ihn, und führten ihn aufs erfte zu Hannas, welcher des Jahres Hoberpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden rieth; es wäre gut, daß Ein, Mensch würde um. gebracht für das Volt. lind Hannas fandte ihn gebunden zu dem Hobenprtefter Ralphas, to alle Sohenpriester, Xeltesten und dhriftgelehrten sich versammlet batten. Simon Petrus aber felgte Jefus von ferne, und ein anderer Jünger, bis an den Pals last des Bohenpriesters. Derselbe Jünger-moar dem Hohenpriester bekannt, und ging mit Jefus hinein in des obenpriesters Pallast; Petrus aber stand draußen vor der Thüre. Da ging der andere Jünger, der dem Hobenpriefter bekannt war, binaus, und redete mit der Thúr hücerin, und führte Petrus binein. Die Knechte aber und Diener batten ein Feuer gemacht im Hofe des Palastes, und legten sich zusammen, und warmwen sich; denn es war falt. Und Petrus Regte sich unter fie, auf daß er råbe, wo es hinaus wollte, und wårmie fico (aud) bei dem Feuer.

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305. gelus moito versort, Ralfalido angeflagt, und well er

pid für den Moffies erklärt, des Todes fouldig eraďtet, und gemißhandelt. (Matth. 26,59-68. Marf, 24, 55-65. Luf, 22, 63-65. Job.18, 19-23.)

Der Hohepriester fragte (juvörders) Jefus um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt; id) babe allegeit gelehret in der Scule und in dem Tempel, da alle Juden zusammen kommen, und habe nichts im Verborgenen geredet! Was fragest du mid) darum? Frage die darum, dte gebóret haben, was ich zu ihnen geredet habe! Siebe, dieselben wissen, was ich gesagt habe. Als er aber folches redeter gab der Diener einer, die dabei standen, gelus einen Backenstreich, und sprach: Solltest du dem Hobenpriester also antworten? Jesus antwortete : Habe ich übel geredet : so beweise es, daß es böse feu! Habe ich aber recht geredet, was schlågst du mich? Die Hohens priester aber und die Heltesten und der ganze Rath suchte'n falsche Zeugnisse wider Jefus, auf daß fie ihn todeten; und fanden keines. Biele (HW a r) gaben falsch Zeugniß wider" ihn; aber ihr Zeugniß stimmte nicht überein. Zuleßt traten herzu zwei falsche Zeugen, und sprachen: Wir haben gehöret, daß er sagte: Ich will den Tempel Gottes, der mit Hånden gemacht ist, abbrechen, und in drei Tagen einen andern bauen, der nicht mit Hånden gemacht ist. Aber ihr Brugniß ftimmte noch nicht überein, und der Hohepriester stand auf, und fragte Jefus : Antwortest du nichts zu dem, das diese wider dich geugen? Uber Jesus schwieg stile , und antwortete nichts. Da prach der Hobepriefter zu ibm: Jo beldwóre did bei der

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lebendigen Gott, daß du uns fageft: ob du feyft Chelstus, der ohn Gottes, des Hochgelobten? Jesus sprach: Ich bin es! Und id fage euch, von nun an wirds geschehen, daß ihr sehen werdet des Mensden Sohn Fiben zur rechten Hand der Kraft, und fommen in den Wolfen des Himmels. Da zerriß der Hohepriester reine Kleider, und sprach: Er hat Gott gelåstert!. Was (bes) dürfen wir weiter Zeugnis? Siebe, jeßt habt ihr feine Gotteslåsterung gehöret! Was důnfet euch? Bie aber verdammten ihn alle, und sprachen: Er ist des Todes buldig! Da speieten fie qus in fein Angesicht; und die Männer, die Jesus hielten, der spotreten ihn, und verdeckten fein Angeficht, und gaben ihm Badenftreiche, und sprachen: Wellfage uns, Chriftus : wer ists, der dich fdlug? Und viele andere Låsterungen sagten sie wider ihn; und die Knechte dlugen ihn ins Angesicht.

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306. Petrus verleugnet Jesus. (Matth. 26,69–75. Mart.

14,66-79, kut, 22, 56-62. Joh. 18, 17.25-27.)

Petrus faß draußen im Hofe, und es kam eine Magd des Hohenpriesters, die Thürhüterin; und da sie Perrus sah beim Feuer fiben und sich wärmen, sah sie ihn an, und sprach : Dieser war auch mit ihm! und zu ihm sprach lie: Bist du nicht auch dieses Menschen Jünger einer ? ' Du warest-auch mit dem Jesus, aus Galilea. Er aber leugnete vor ihnen allen, und sprach: Ich bin es nidt; ich kenne ihn nicht, weiß auch nicht, was du lagest ! Under ging hinaus in den Vorhof, und der Hahn fråbete. 2118 er aber zur Thüre hinaus ging, sah ihn eine andere Magd, die sprach zu denen, die da waren : Dieser ist der einer, und war bei dem Jesus von Nazareth! Da sprachen sie zu ihm: Bift du nicht seiner Jünger einer? Und er leugnete abermal, und ich rour dazu: Ich kenne den Menschen nicht! Und über eine Weile, bet einer Stunde, bekräfrigte es des Hohenpriesters Knechte einer, ein Gefreundter deß, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, und sprach: Wahrlich! dieser war auch bei ihm; denn er ist ein Galilåer; und zu Petrus sprach er: Sab ich dich nicht im Garten bei ihm ? Und die dabei standen, sprachen: Bahrlich! du bist auch einer von denen; denn deine Sprache verråth dich. Aber er leugnete abermal, und fing an, sich zu verfluchen und zu fchwos ren: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr saget! Und alsbald, da er noch redete, fråhete der Hahn zum andern male.

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