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klar zeigen und bekennen möge, wie aus dem pantheistisch - nihilistischen Sumpf-Wald und dem finstern, dämonischen Aberglauben und Polytheismus, in welchen sie sich verirrt und verstrickt haben, fein anderer Weg zum Vater des Lichts und der Liebe zurüdführe als durch den Sohn.

Wir schließen diesen Aufsatz mit einigen, die Situation richtig bezeichnenden Citaten aus dem Church Miss. Int. ,,Wäre der Hinduismus bloß ein theologisches System gewesen, so möchte er den Stoß der ,englischen Bildung" überlebt haben. Aber er ist ein Religionssystem, welches durch und durch mit falscher Wissenschaft vermenget ist. Diese Wissenschaft ist in der That ein Theil und Stück der Religion. Die Regierung war, als sie Wissenschaft lehren wollte, gezwungen, wahre Wissenschaft zu lehren, aber dies lehren wahrer Wissenschaft mußte der falschen Wissenschaft des alten Systems einen tödtlichen Schlag geben. Derselbe Schlag nun, welcher die falsche Wissenschaft tödtlich shlägt, schlägt auch die falsche Religion; sie beide sind Siamesische Zwillinge, sie müssen zusammen leben und zusainmen sterben. So geschieht es, daß in der allergrößten Mehrzahl von Fällen, die in den Regierungeidulen erzogene Jugend diese Anstalten ohne allen wirklichen Glauben an den Hinduismus verläßt. Sie haben ihren von den Vätern ererbten Glauben verloren und ach, wie die Regierungs-Erziehung ist, haben sie nichts an seine Stelle erhalten. Er ist deshalb der christlichen Kirche überlassen auf dem so rücksichtslos und roh gelichteten Boden ein Neues aufzubauen. Durch den Leseunterricht, welcher den Massen ertheilt wird, erwecken wir ein Verlangen zu lesent, nun ist es unsere Pflicht dieses Bedürfniß durch gesunde und anziehende Nahrung zu befriedigen. Unterricht und Bildung in den eingebornen Sprachen macht gewaltige Fortschritte, daher ist nun eine nicht nur gute sondern auch anziehende Literatur in diesen Sprachen ein dringendes Beditrfniß.“

,,Man kann gewiß nicht die in der Befehrung eiitzelner Seelen bestehenden Resultate der verschiedenartigen Missionsarbeiten tabularisiren und zerlegen und so viele der öffentlichen Predigt, so viele der Schularbeit, so viele persönlicher Unterhaltung, so viele dem Lesen bon Bibeln und Tractaten zuschreiben. Besonders da in sehr vielen Fällen zwei oder mehrere dieser Einflüsse in ihrer Vereinigung von 3hm gebraucht sind, der überhaupt allein irgend eine von diesen Missionsarbeiten wirksam machen kann. Aber wenn man nach den hervortretendsten Fällen von Bekehrungen, welche den Lesern von Missionsgeschichten bekannt sind, sich ein Urtheil bildet, so kann man mit einiger Sicherheit sagen, daß das

Lesen eine Theile der heiligen Schrift oder eines Tractats, wenigstens eben so oft wie die andern Mittel, einer Heidenseele zum Segen geworden ist.

Die evangelische Missionsgesellschaft zu Paris.

Von Pastor Kifebusch zu Cöpenic.

(Sdjlus.)

II.

Die Mission&gebiete.

Wir haben schon oben erwähnt, wie die Gesellschaft noch im Ents stehen begriffen 'den Amerikaner King auf ihre Kosten nach Balästina sandte. Es geschah dies zu dem doppelten Zwecke, unter Juden und Muhamedanern Mission zu treiben und dem Missionar zur gründlichen Erlernung der arabischen Vulgärsprache Gelegenheit zu geben, damit derfelbe nach Paris zurückgekehrt die Missionskandidaten im Arabischen unterrichten fönnte. Palästina war jedoch nicht das Land, wohin nach Gottes Willen die Pariser Missionare ihre Schritte lenken sollten. King fehrte bald zurück und blieb nicht im Dienste der Gesellschaft.

Als nun im Jahre 1829 die ersten franz. Jünglinge: Prosper Lemüe, 3jaak Bisseur und Samuel Roland aus Pierrefontaine im Barijer Missionshause ihre Studien vollendet hatten, da war die Frage, wohin soll man sie senden ? nicht leicht zu beantworten. Kann der englische Missionar jeder Denomination mit nationalem Stolze sagen: „Das Evangelium bringen wir zuerst unseren Kolonieen und dann der ganzen Welt!" so herrschte in Frankreich Karl X., der dies Privilegium nur den Katholiken gewährte. Die Pariser Mission als die jüngste und ärmste unter ihren evangelischen Shwestern durfte auch ihre Wünsche nicht auf China oder Indien richten, wo das Leben übermäßig theuer und der Gesellschaft die Unterhaltungskosten der Missionare unerschwinglich waren; ebenso wenig durfte sie sich wegen der geringen Anzahl ihrer Candidaten in ein ungesundes Klima wagen; dagegen war es wünschenswerth, ein Land zu finden, wo der französische Missionar ungestört und unbehindert von anderen Missionaren sein Werk nach seinen nationalen Anlagen treiben könnte. Dieser Wunsch ging in Erfüllung.

Es war eine Folge des freundschaftlichen Verhältnisse8, welches die Pariser Missions-Gesellschaft mit der Londoner Missions-Gesellschaft angeknüpft, daß der Superintendent, welchen diese über ihre sämmtlichen Misjionen Süd-Afrifas eingesetzt, Dr. Philip, sofort nach Paris eilte, als er von der Absicht der Pariser Missionsgesellschaft, Missionare auszusenden, Runde erhielt. Mit Freuden übergiebt man seiner Führung die ersten Boten. Noch im Jahre 1829 landen sie am Cap der guten Hoffnung. Ihrer in Paris empfangenen Anweisung gemäß suchen sie zunächst die Nachkommen der französischen Refügiés auf, welche die Aufhebung des Edifts von Nantes gezwungen hatte, im Caplande eine Zufluchtsstätte zu suchen. Sie werden von den Düplessis, Daillés, Malherbes, de Villiers auf8 herzlichste aufgenommen. Zwar hatten die Missionare den Auftrag, nur einige Monate Behufs Erlernung der holländischen Sprache unter den Refügiés zu bleiben; trotzdem gab Bisseur, während seine Collegen weiter nach Norden zogen, den inständigen Bitten der Refügiés, unter ihnen seine neue Heimath zu gründen, nach und errichtete im Jahre 1830 die erste französische Missionsstation zu Wagenmakers-Valley für die im Besige der Refugiés befindlichen Sklaven.

A. Da8 Capland. Wagenmaker 8 - Valley, 10 lieues nordöstlich von der Capstadt gelegen, bot dem Misi. Bisseur anfangs eine schwierige Stellung, wenn auch nicht in materieller Beziehung. Denn Bisseur trieb ja in einem Kolonialdorfe, umgeben von europäischer Kultur und inmitten einer weißen Bevölkerung wohnend, die ihm sympathisch war, Miffion unter deren Sklaven. Aber gerade aus diesem Verhältnisse zu den Bauern, welche den Missionar durch Erbauung einer Kirche und eines Pfarrhauses unterstüßten, und die eben deshalb in dem Misl. Bisseur ihren für die Stlaven angestellten Prediger, erblickten und nicht den von der Pariser Gesellschaft gesendeten Missionar, entsprangen eine Menge Unzuträglichkeiten. Auch die Pariser Gesellschaft hielt den Posten in Wagnerthal nicht für einen Missionsposten und drang darauf, daß Bisseur eine Stellung verlassen sollte, die besser von einem Geistlichen der reformirten Kirche des Caplandes ausgefüllt werden könnte. Bauern und Sklaven hatten aber ihren Missionar schon so lieb gewonnen, daß die Gesellschaft den Bitten derselben nachgab und Bisseur in Wagnerthal ließ. Im Jahre 1834 konnte Bisseur hoffen, bald die ersten Heidentaufen vollzichen zu dürfen. Neue Verlegenheit! Die' Kolonisten von Wagnerthal, die doch dem Werke Bisseur' so geneigt schienen, nehmen an der Taufe von Sllaven Anstoß, und Bisseur riistet sich, nach Coin-français, das ganz von Refugiés bewohnt war, überzusiedeln. Der Konflikt wird aber beigelegt, und Bisseur bleibt. Am 5. Mai 1835 kann Bisseur die ersten Convertis taufen: 1 Neger, 2 Negerfrauen und 1 Mozam

biquerin. Almählich wächst nun die fleine Gemeinde, die besonders 1838 den segensreichen Einfluß der definitiven Freilassung der Sklaven erfahren sollte. 1843 wird die Station zu Wagnerthal Eigenthum der Pariser Missions-Gesellschaft. Gleichzeitig baut die Griellichaft in dem bei weitem wichtigeren Orte Wellington eine Kirche, und schou im Jahre 1845 finden wir Bisseur in Wellington, und Wagnerthal, die Mutter, ist zur Nebenstation herabgesunken. Nach dem Berichte Bisseur' hat ihn vor Allem sein Gesundheitszustand veranlaßt, nach Wellington überzusiedeln.

Wellington hier hat der Missionar schon 1845 doppelt so viel Zuhörer als in Bagnerthal wird seit den fünfziger Jahren immer bedeutender, da die Hauptstraße von der Capstadt in das Innere durch Wellington führt. Doch sind außer der Erwedung, welche Anfang8 der sechsziger Jahre diese Station ergriff, keine wichtigen Ereignisse mehr zu nennen. Die Gemeinde des Miss. Bisseur Wellington mit Kirche, Wagnerthal mit Kirche und Paardenberg zählt gegenwärtig ungefähr 350 (communiants) Glieder und 200 Schulkinder.

B. Betschuanen, Korannahs und Bajuto8. Während Bisseur im Caplande blieb, machten sich Roland und Lemüe nach einem vergeblichen Versuche, in das Kafferland einzudringen, auf nach dem Kuruman, zunächst um Moffat, der sich nach der Capstadt begeben hatte, zu vertreten, gleichzeitig aber die Betschuanensprache zu erlernen. Im Mai 1831 geht Rolland zu den Baharutsen und wird von deren Häuptling Motatla in der Hauptstadt Mosika freundlich aufgenommen. Molatla beeilt sich, dem Missionar zur Gründung einer Missionsstation ländereien zu shenten. Doch die Niederlassung von Mofita war von kurzer Dauer, weil die feindfelige Gesinnung des Matebelenfürsten Moselitatst, dessen Basall Mokatla war, die (hönen Hoffnungen vereitelte und noch in demselben Jahre den Miff. Rolland zur Rüdlehr an den Kuruman zmang. Zwar machen fich 1832 Rolland und Lemüe und der so eben aus Frankreich angekommene Pelliffier noch einmal auf den Weg zu den Baharutsen, gründen auch wirklich in Mosita eine Station; zwar wagt Bellissier auf den Wunsch Moselitatfis fogar diesen Tyrannen jelbst aufzusuchen, aber die Missionare erhalten Kunde, daß Moselitatsi nichts anders beabsichtigt, als Roland, lemüe und Pellissier, die er für die Urheber eines zwischen ihm und den Griquas entbrannten Krieges hält, zu tödten. Der Zoru des Tyrannen wurde noch mehr gereizt durch eine Niederlage, die ihm der Zulufürst Dingaan beibrachte; und so hielten es die Missionare für gerathener, bis nach Littaku zurüdzugehen, wo sie zunächst dem Volfe Mahuras das Evangelium verfündigten. Pelissier, für den es hier keine Arbeit mehr gab, ging nach dem Süden an den Kaledon, Lemüe aber und Roland gründeten mit Genehmigung des Superintendenten Philip im Jahre 1832 unter den Bathlapis eine Station: Motito (die Liebliche), wohin sich auch einige vor Moselifatsi geflüchtete Baharutsen sammelten, während der größere Theil dieses Volts sich den Korannahs anschloß, die auf einem Kriegszuge gegen Moselitatsi begriffen waren. Die Station zählte anfangs nur 70 Leute, hob fich aber bald, da der Bathlapi-Häuptling Mahura der Mission geneigt schien. Shon nach einem Jahre eröffnete Frau Lemüe eine Shule und hatte die Freude, als erste Shüler den Sohn und die Tochter des Häuptling8 aufnehmen zu können. Bu Ende des Jahres 1834 tauft Lemüe die Erstlinge seiner Arbeit. Seit 1835 auf feiner Station der einzige Missionar erhält Lemüe 1838 in Lauga einen Gehülfen, dessen er so sehr bedurfte, da die Zahl der Stationsbewohner bis auf 1000 gemachsen und drei Außenstationen Motitos, unter denen Littatu die bedeutendste ist, geistlich ver: sorgt werden müssen. Im Jahre 1840 beginnt Lemüe die Psalmen zu übersepen, macht sich einige Jahre später an die Sprüche Salomo's und an den Propheten Jesaias. Die Mission macht inzwischen gute Fortschritte, wenn auch nicht ohne Widerstand zu finden. Zu den Feinden des Evangelii gehörte bald der Häuptling Mahura. Christliche Weiber wurden von ihren heidnischen Männern verfolgt. Bendrit, dessen Befehrung die Missionare einst so erfreut hatte, fiel in's Heidenthum zurüd. Die Gemeinde aber wuchs ; selbst eine Missionsgesellschaft konnte gestiftet werden, .welche 1844 115 Frck. aufbringt. Als Lemüe und lauga 1847 nach Carmel als Direktoren des dort zu gründenden Seminars berufen wurden, zählte die Station ungefähr 60 communiants, 90 Shüler und 200—300 Kirchgänger.

Lemües Nachfolger wurde Frédour aus la Nougarède, einem Fischerdorfe bei St. Foy (Gironde). Von Cochet, der unter den Korannahs arbeiten soll, begleitet, betritt et 1846 Motito, um Lemüe und lauga abzulösen. Es erwies sich aber bald, daß er der Arbeit, die seiner wartete, allein nicht gewachsen war. Der West-Betschuane ist weniger seßhaft und Ackerbau treibend und mehr zum Nomadisiren geneigt als der Bassuto. Ganze Stämme machen fich plößlich auf und suchen andere Weidepläße, und der Miffionar, dem es nie gelingt, ein Volk, das einmal beschlossen hat, weiter zu ziehen, von seinem Vorhaben abzubringen, muß dem Stamme entweder folgen, oder er bleibt mit wenigen Getreuen auf der Station und unternimmt von hier aus, so oft es möglich ist, Missionsreisen. Vor diese Alternative wird Frédoug 1848 gestellt, als er von einem Besuche in Jađals-Fountain, der damaligen Residenz Mosheu's zurüdtehrte und den Plat Motito von den Barolonge, d. i. von der Mehrzahl der damaligen Stationsbewohner verlassen fand, weil diese inzwischen nach Setlagolé ausgezogen waren. Die Bestürzung des Missionars ist groß, doch findet er Trost darin, daß fein Getaufter ausgezogen ist, und so beschließt er zu bleiben und von Motito aus so oft als möglich die Außenstationen zu besuchen. Deren gab es, abgesehen von dem Volfe Mosheu's, nunmehr 4: 1. Littaku (Bathlapis), 2. lino Kaneng (Batloros), 3. Morotoeng (Barolongs), 4. Setlagolé.

Im Jahre 1850 verheirathete fich Frédour mit einer Tochter Moffats, und 1851 sendete ihm die Pariser Missions-Gesellschaft in dem verheiratheten Missionar Jousse die oft erbetene Hülfe. Doch das Werk geht in Motito nicht vorwärts. Die Schule zu Motito, die Jousse leitet, zählt nur 50 Kinder, und die Kirchenglieder find lau. Ein Krieg zwischen den Bauern und dem Häuptling Mahura beunruhigt auch Motito. Die Barolonge, welche nach Setlagole gezogen, verlassen wieder einmal ihren Platz und ziehen 1851 nadh Nyeffa. Frédour fragt: „Nicht Alle, die dem Heidenthum entsagen, werden neue Menschen, unter europäischer Kleidung bewahren Viele ihren Aberglauben und ihre frühere Gleichgültigkeit.“ In Littaku findet er jogar offenen Widerstand wider seine Predigt. Ein alter Häuptling redet ihn frech an: „Wo willst Du hin ?" bin hierher gekommen, ich will nicht weiter.“ „Was suchst Du hier ?" „Ich suche Nichts, ich bringe Etwas, nämlich das Evangelium.“ „Ich will's nicht hören!“ „Warum?“ „Weil mir mein Vater verboten hat, es anzunehmen.“

Unbegreiflich erscheint es, daß unter solchen Verhältnissen Jousse 1854 nach Thaba Bossiu berufen und Frédour wieder allein gelassen wird, wenn nicht damals schon die

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