Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub

denn er þat (ia) gesagt: Ich bin Gottes Sohn! Auch die Rrleggs knechte verspotteten ihn, traten zu ihm, brachten ihm Essig, und sprachen : Bist du der Juden König : so bilf dir selber !

318. Verifiedènes Verhalten der beiden Mitgefreuzigten.

(Matth27, 44. Luf, 33, 39–43.) Der Uebelthäter einer, die gekreuziget waren, låsterte ihn auch, und sprach : Bist du Christus : fo hilf dir selbst und uns! Der andere (aber) ftrafte ihn, und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammniß bist! Und zwar wir sind billig darinnen; denn wir empfahen, was unsre Thaten werth find; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und dann sprach er zu Jesus: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst ! Uno Jesus sprach zu ihm: Wahrlich! id sage dir, beuke wirst du mit mir im Paradiere (meinem bimm. Itschen Reiche der Seligkeit) feyn!

319. Jesus liebe zu Mutter und Freunden aud noch am

Kreuze bemåbrt. (Joh. 19, 25–27.) Es stand aber bei dem Kreuze Jesus seine Mutter und seiner Mutter Stywester, Maria, Kleophas Weib, uno Marta Magda. lena. Da nun Jesus seine Mutter fah, und den Jünger (Fo. hannes) dabei stehen, den er lieb hatte, spricht.er zu seiner Mutter : Weib, fiebe, das ist dein Sohn! Darnach spricht er zu dem Jünger : Siebe, das ist deine Mutter! Und von Stund an nahm sie der Jünger zu fich.

320. Jesus legte Worte und fanfter Cod. (Matth. 27,45–50. Mark. 15, 33–37. fuf. 23, 44 46. Joh. 19,28–30.)

Da es um die rechste Stunde (z wolf Uhr Mittags) kam, ward eine Finsterniß (ounfelte sich der Himmel) über das ganze Land, bis um die neunte Stunde (Nachmittags orei), und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut, und spracy: Eli, eli, lama asabthani! Das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen! etliche, die dabei standen, da sie das höreten, sprachen sie (spö ts 'tisch): Er rufet den Elias! Darnacy, als Jesus wußte, daß schon alles volbracht war, daß die Schrift erfådet würde, spricht

U &

[ocr errors]

er: mid dürftet! Und es stand ein Gefäß mit Erlig da, und bald lief einer hin, nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Robr, bielt ihn Jesus dar zum Munde, und trånete ihn. Die andern aber sprachen: Halt, laßt sehen, ob Elias komme und ihn herabnehme? Da nun Jesus den Erfig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbrad)t! Und abermal rief er laut, uno spradı: Vater, ich befehle ineinen Geist in deine Hände ! llnd als er das gesagt, neigte er das Haupt, und verschied.

[ocr errors]

321. Merfrürdige Ereignisse nad Jesus Sode. (Matth.

27. 51–56. Marf, 15, 58-41. Luf. 23, 45-49. Joh. 19, 31-37.)

(Mach Jerus Hincheiden ereignete fich folgen. des:) Der (oich te) Vorhang (ówischen dem Heiligen uno Allerheiligsten) im Tempel zerrin in zwei Stüde von oben an bis unten aus, und die Erde erbebete, und die Felsen gerrissen, und die Gråber thaten sich auf, und es ftanden auf viele Leiber der Heiligen (frommer Menschen), dle da schliefen, und gingen aus den Gråbern, und kamen nach seiner Auferstehung in die heilige Stadt, und erschienen vielen. Aber der Hauptmann, der dabei istand, und die mit ihm waren und Jesus bewahreten, da fie faben, daß Jefuß mit foldem Geschrei (lauten Ruf) verschied, und saben das Erdbeben , erschraken fie sehr, und der Hauptmann preisete Gott, und sprach: Wahrlich! dieser ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen! Und alles Volf, das dabei war und zusah, da, sie saben, was da geschaby, schlugen sie an ihre Brust, und wandten wieder um (gingen lie voll Ent. reben hinweg). Alle reine Verwandten aber fanden von ferne, und viel Weiber, die ihm nachgefolget waren, als er in Galilaa war, und (ih m) gedienet hatten, unter welchen war Maria Magdas lena, und Maria, die Mutter Jakobus und Jores, uno Saleme, die Mutter der Kinder Zebedii , und viele andere Weiber, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren, die saben das alles. Die Juden aber, dieweil es der Ruftrag (Freitag als Vorabend des Sabbaths) war, daß nicht die Leidynamé am Kreuze blies ben den Sabbath dber (denn defselben Sabbaths Tag Ipar groß), baren Pilatus, daß ihrei(der Gekreuzigten) Beine gebrochen, und sie abgenommen würden. Da famen die Kriegsenechte, und brachen dem ersten die Beine, und dem andern; der mit ihm

gefreuziget war. A18 fie aber zu Jesus kamen, da sie faben, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsfnechte einer öffnete seine Seite mit einem peer, und also bald ging Blut und Wasser beraus. Solches ist geschehen, daß die Schrift erfület můrde : Shr sollt ihm fein Bein zerbrechen. (Psalm 34, 21.) Und abermal Tagt eine andere Schrift: Sie werden seben, in welchen sie gestochen haben. (Cachar, 12, 10.)

322. Jesus Bgråbniß. (Matth. 27, 57–66. Mark. 25

44-47. kuk.23,51–56. Joh. 19,38-42.) Am Abend desselbigen Tages kam Joseph, ein reicher Mann von Arimathia, ein ehrbarer Rathsberr (ein angefebenes Mitglied des boben Raths) und ein guter frommer Mann, der nicht gewilligt hatte in ihren Rath und Handel, und auf das Reich Gottes martete, und ein Jünger Jesus war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden, und wagte es, und ging zu Pilatus, und bat, daß er dürfte abnehmen den Leichnam Jesus. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon todt war, und rief den Haupts mann, und fragte ihn, ob er långst gestorben ware? Und als er es erkundet (erfahren) hatte von dem Hauptmanne, befahl er, man sollte ihm den Leichnam Jesus geben. Und Joseph faufte Leinwand, und nahm ibn ab. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesus kommen war, und brachte Myrrhen und Aloe unter einander bei hundert Pfund. Da nahmen sie den Leichaam Jefus, und wickelten ihn in die Leinwand, und banden ihn in leinene Tücher mit den peeereien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es hatte aber Joseph an dem Orte,-mo Jefus gefreus ziget worden war, einen Garten, und in demselbigen ein neues Grab, welches' er hatte lassen in einen Felsen bauen, und in wels ches Niemand je gelegt worden war; daselbst hin legten sie Fesus, well der Sabbath anbrach, und das Grab nahe war, und wålzten einen großen Stein vør die Thüre des Grabes, und gingen davon. Es war (auch) alda Maria Magdalena und Maria Joses, auch andere Weiber, die Jesus waren nachgefolget von Galilåa, die reizes ten sich gegen das Grab, und sahen zu, wie sein Leib geleget ward. Sie kehrten aber um, und bereiteten Specerei und Salben, und den Sabbath über waren sie stile nach dem Gesebe. Des andern Tages, der da folget nach dem Rüfttage, kamen die Hohenpriester und Pharifåer sämmtlid zu Pilatus , und sprachen: Herr, wir

haben (daran) gebacht, daß dieser Berführer sprad), da er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Jünger kommen und stehlen ihn, und sagen zum Volfe : Er ist auferfanden von den Todten, und werde der leßte Betrug årger, denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter; gehet hin und verwahret es, wie ihr wisset! Sie ginger hin, und verwahrten das Grab mic Hütern (Wachtern), und versiegelten den Stein. 323. Jesus ist auferstanden. (Matth. 28,1-8. Mart. 16,

1-8. Job, 20, 1-11.) Es geschah (am fråbeften Morgen des dritten Tages) ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam herab, trat hinzu, und wålzte den Stein von der Thür, und legte sich darauf ; und seine Gestalt war wie der Blitz, und sein Kleid weiß wie der Schnee. (Die Erde erbebte bei einem fürchterliden Gewitter und einer himmlischen Erscheinung.) Die Hüter aber erschrafen vor Fardht, und wurden, als wären fie todt. Da aber der Sabbath vergangen war, kam Maria Magda. lena, uno Maria, Jakobus Mutter, und Salome und Johanna, und andere mit ihnen, die mit Jesus gekommen waren aus Gali. låa, fauften und bereiteten die Spiceret, daß fie tåmen und fals beten Jesus ; denn den Sabbath über waren sie stille nach dem Gerebe. Und sie famen am ersten Tage der Woche sehr früh, da es noch finster war, gegen Aufgang der Sonne, zu dem Grabe, und trugen die Specerei, die sie bereitet hatten. Die Weiber aber sprachen unter einander: Wer wålzet uns den Stein von des Grabes Thüre ? Denn er war sehr groß. Und sie sahen dahin, und wurden gewahr, daß der Stein abgewålzet war vom Grabe. Da lief Maria Magdalena hin, und kam zu Simon Petrus und zu dem andere gånger, den Jesus lieb hatte, und sprach zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben! Die andern aber gingen hinein in das Grab, und fanden den Leib des Herrn Jesus niche, Und da sie darum bekümmert waren, daß der Leib Jesus nicht da war, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer mit glång zenden Kleidern. Und sie erschrafen, und schlugen ihre Augen nieder zu der Erde. Da sprachen sie zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Todten? Er ist nicht hier, er ift auferstan,

den! Gebenbet daran, wie er euch sagte, da er noch in Gallida war, und spracy : Des Menschen Sohn muß úberantwortet werden in die Bånde der Sünder, und gefreuziget werden, und am dritten Tage aufersteben. Und fie gebadten an seine Worte, und gingen ellend vom Grabe, und verfündigten es den Elfen. Und es dåuchten sie ihre Worte eben, als waren es Mährlein, und fie glaubten ihnen nicht. Petrus aber und der andete Jünger gingen hinaus, und kamen zum Grabe; e$ llefen aber die zwei zugleich, und der andere Jünger Itef zuvor, schneller, denn Pe. trus, und kam am ersten zum Grabe, gucket binein, und Riebet, die Leinen (stů che r) gelegt; er ging aber nicht hinein. Da fam. Simon Petrus ihm oace, und ging hinein in das Grab, und siehet die Leinen gelege, und das Schweißtuch, daß Jesus um das Haupt gebunden war, nicht bei den Leinen gelegt, sondern befreits eins gewickelt, an einem besondern Orte. Da ging aud der andere Jünger hinein, der am ersten zum Grabe kam, und sah unb glaubte es ; denn fie pußten die chrift noch nicht, daß er von den Todten auferstehen müßte. Da gingen diese Jünger wieder zurück, und perwunderten fich, wie das guginge

324. gefus erfdeint mebrern feiner Freunde. (Matth. 48,

9. 10. Mart. 16,9-11. Job. 20, 1-18.) Maria (von Magdala) aber stand vor dem Grabe, und weinete draußen. 416 sie nun weinete, guckte sie in das Grab, und siehet zwei Engel in weißen Kleidern fiken, einen zu dem Haupte, und den andero zu den Füßen, wo sie den Leichnam Sesus hingelegt hatten. Und dieselbigen fprachen zu ibr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hin.gelegt haben! Und als Ne Das sagte, wongte sie sich zurück, und siebet' Jesus stehen, und weiß (aber) nicht, daß.es Sesus ift. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Ben Fuchest du? Sie meinet, es reg, der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen: so sage mir, wo hait du ihn hingelegt ? so will ich ihn bólen. Spricht Sesus zu ihr: Maria! Da wandte fie sich um, und spricht zu ihm: Rabbuni, das heißt, Meister (mein febrer)! Spricht Jesus zu ihr: Rúhre mich nicht an; denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater! Gebe aber hin zu meinen Brüdern, und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu

[ocr errors]
« ͹˹Թõ
 »