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len so ergrelfet den Harnisch Gottes, auf daß ihr, wenn das böse Stündlein kommt, Widerstand thun, und alles wohl ausrichten und das Feld behalten möget. Co stebet nun, umgürtet eure Lens den mit Wahrheit, und angezogen mit dem Krebse (Panzer) der Gerechtigkeit, und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet Feyd, Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens (Vertrauens), mit welchem ihr auslöschen tönnt alle feurige Pfeile des Bösewichts, und nehmet den Helm des Heils und das echwert des Geiftes, welches ist das Wort Gottes. (Eph. 6, 10—17.) Wandelt wür. diglich dem Evangelium Chriftus, auf daß ihr stehet in Einem Gelfte und Einer Seele, und fåmpfet für den Glauben des Evans geliums, und euch in keinem Wege erschrecken lasset von den Bis dersachern, welches ist ein Anzeichen ihnen der Verdammniß (Nies derlage), euch aber der Seligkeit, und dasselbige von Gott; denn euch ist gegeben, um Chriftus willen zu thun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, sondern auc um seinetwillen leidet. Phil. 1, 27 – 29.) Richtet auf die låssigen Hände und die můden Kniee, und thut gewisse Tritte (auf dem geraden Wege des Rechts), damit nicht gemand strauchele, sondern vielmehr gesund (immer ft årfer) werde. (Hebr. 12, 12. 13.) Folge nidyt nach dem Bo. sen, sondern dem Guten! Wer Gutes thut, der ist von Gott; wer Boses thut, der ftebet (Cennet) Gott nicht. (3. Joh. 11.) Sesus Christus, gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit (Jesus Lehre bleibt ewig dieselbe)! Lasset auch (o a ber) nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein toffliches Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade. (Hebr. 13. 8. 9.) Sey getreu bis an den, Tod: so will ich dir die Krone des Lebens geben. (Offenb. 3, 10.) Halte (feft), was du hast, daß Niemand deine Krone nehme. (Offenb. 3, 11.) (Bibl. Gesch. 225. 302. 306.) 57. Jo roll aber auch Bedachtsamkeit und Vorsicht anwenden in Wahl und Werf. Der schnelle Saritt gelingt nicht stets! Vermessenheit ftürzt in Werderben oft! Die rubige Besonnenheit geht niemals fehl!

2. T. Wenn olch die bösen Buben loden, fo folge nicht. (Opr. Gal. 1, 10.) Der Wikige (Kluge) fiebt das Unglück, und verbirgt (rettet) rich; die Albernen (aber) geben durch hin (16 m entgegen), und werden beschadiget. (Spr Sal, s2, 3.) - Was du thut, bedenke das Ende: so wirst du nimmermehr Uebels thun.

(Gir. 7. 40.) Thue nichts ohne Rath: lo gereuet dich es nicht nach der That. Gebe nicht den Weg, da du fallen, noch auch) nur den), da du dich an die Steine stoßen módstest (könnteft). Verlaß dich nicht darauf, daß der Weg schlecht (eben sey, ja bús te dich auch vor deinen eigenen Kindern. (Sir. 32, 24-26.)

N. I. Sebet zu, daß euch nicht Jemand verführe. (Matth. 24, 4.) - Wer sich låffet důnken, er ftebe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. (1. Kor, 10, 12.) Lasset euch Niemand verfüb, ren mit vergeblichen Worten (falschen Grundrå Ben); denn um dieser willen kommt der Zorn (oie Strafe Gottes über die Kinder des Unglaubens (irreligiösen Menschen). Sebet zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt, nicht als die Unwetsen, sondern als die Weifen, und Tchicket euch in die Zeit; denn es ist böse Zeit. (Eph. 5, 6. 16. 16.) Lasset euch (von) Niemand verführen in keinerlei Weise. (s. Thell. 2, 3.) Send núdotern und wachet; denn euer Widerfacher, der (aftero) Teufel, gebet umber wie ein brålender Come, und suchet welchen er verschlinge (in unde und Unglů d stürze). Dem widerstehet fest im Glauben. (1. Petr. 6.8 9.) Glauber nicht einem jeglichen Geiste, sondern prüfet die Gelfter, ob sie von Gott fiad. (1. Joh. 4, ..) *58. Ich soll auf Chre und guten Namen halten. Fern rey von Sinn und Chat, was mir der Guten Achtung raubt! Verdiente Schmachy tilgt feine Zeit, bedeat fein Grab! Ein guter Ruf baut eigenes und fremdes Slúc !

2. T. Das Gerücht (der Rum ift föftlicher, denn großer Reichtum; und Gunft besser, denn Silber und Gold. (Spr. Gal. 22, 1.) Ein welfer Mann bringet fich selbst zu Ebren durch seine welse Rede, und ein kluger Mann ift lieb und werth. (Oir, 20, 29.) Siebe zu, daß du einen guten Namen behaltest; der bleibet gewisser, denn tausend große Schåße. Ein Leben, es Tey wie gut es wolle, so währet es eine kleine Zeit; aber ein guter Name bleibet ewiglich. (Sir. 49, 16. 16.)

N. 2. Es wäre mir lieber, ich stürbe, denn daß mir jemand meinen Ruhm follte zu nichte machen. (1. Kor. 9, 15.) Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was Feusch, was lieb. Itch, was wohl lautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket (und strebet) nach. (Phil. 4 8.) Meidet (a ud felbft) allen boren Scheln. (1. Ebell

. 6, 22.) Unser Troft ift der, · Daß wir ein gutes Gewissen haben, und fleißigen uns, guten Wane det zu führen bei allen. (Hebr. 13, 18.)

59. Jo fol mich jedoch nicht überschaßen in Eitelteit und Stolz. Bie

klein, im Kleinen nur fich zu gefadien! Bei Hoch- und Uebermuch nie wahrer Wertb und echt Verdienst!

2. T. Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rähmet nicht fo! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt! Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht balsstarrig, es habe keine Noth; denn Gott ist Richter, der diesen erniedriget, und jenen erhöhet. (Pl. 75,6-8.) Wo Stolz ist, da ist auch Schmach, aber Weisheit ist bei den Demüthigen. (Spr. Sal. 11, ..) Uns ter den Stolzen oft immer Bader, aber Weisheit machet vernünfs tige Leute. (Spr. Gal. 13, 10.) Ein stolzes Herz ist dem Herrn ein Gråuel, und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie sich gleich alle an einander hången. Wer zu Grunde geben soll, der wird zuvor stolz; und stolzer Muth kommt vor dem Fall. Es ist besser, niedriges Gemåthes seyn mit den Elenden, denn Raub austheilen mit den Hoffårtigen. (Spr. Sal. 16, 6. 18. 19.), Wenn einer zu Grunde gehen soll, wird sein Herz zuvor stolz ; und ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor (oft) leiden. (Spr. Sal. 18, 12.) Wenn du einen fiehest, der sich weise dúnket, da ift an einem Nar. ren mehr Hoffnung, denn an fhm. (Spr. Gal. 26, 12.) Laß dich einen andern loben, und nicht deinen Mund; einen Fremben, und nicht deine eigene Lippen.' (Spr. Sal. 27,9.) Die Hoffart des Menschen wird tha stürzen; aber der Demüthige wird Ebre empfangen. (Spr. Bal. 29, 23.) - Boffart laß weder in deis nem Herzen noch in deinen Worten Herrschen; denn sie ist ein An. fang alles Verderbens. (Tob. 4, 14.) Sochmuth thut nimmet gut, und kann nichts denn Arges daraus erwachsen. (Gir. 3, 30.) Dringe dich nicht in Hemter vor Gott (im Tempel), und ringe nicht nach Gewalt beim Könige. Laß dich nicht důnken vor Gott, du reyst tüchtig genug dazu. (Sir. 7.4.5.) Den Koffårtigen eft beldes, Gott und die Welt feind; denn sie handeln vor allen beta

den unrecht. Da kommt alle Hoffart her, wenn ein Mensch von Gott abfådt, und sein Herz von seinem Schöpfer weichet; und Hoffart treibet zu allen Sünden, und wer darinnen steckt, der richter viel Gråuel an. Darum hat der Herr allezeit den Hocha muth geschåndet (gemißbilliget), und endlich gestürzet. Stehe nicht auf deinem eigenen Ropf in deinem Amte, und mache dich nicht stolz, wenn man deiner bedarf. (Gir. 10, 7.14-16, 29.) Wer stolz ist, kommt zulekt von Haus und Hof. (Sir. 21, 5.)

N. E. Wer sich selbst erhöhét, der soll erniedriget werden.

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$! (Luk. 14, 11.) Du stehest (in hoher Würde) durch den diam Glauben; rey (aber nicht stoly, sondern fürchte (dem úthige

und båte) dich. (Rom. 11, 20.) Niemand halte weiter (mehr)

von sich, denn sich es gebührer zu halten, sondern måßiglich, ein be jeglicher, nachdem Gott ausgetheilet hat. Trachtet nicht nach bo.

hen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. all (Rom. 12, 3.26.) Lasset uns nicht eitler Ehre geizig seyn, (uns) die unter einander zu enträften und zu hassen! (Gal. 5. 26.) Seyd

unter einander unterthan in der Furcht Gottes, (Eph. 5, 21.)
(Bibl, Gesch. 56, 123.)
60. Ich soll init Demuth und Bescheidenheit über meine Vorzüge urs
theilen und sprechen, mich selbstgefädig über Undre nicht erheben.
Um Weisesten und Besten aus der Mångel noch genug! Wie viel
bei allen Sütern verdant' ic Gott nur und der Brüderwelt!

2. I. Meineft du, daß dem Admächtigen gefalle, daß du $ dich so fromm machest?' Die sich demüthigen, die erhöhet er. Á (Hiob 22, 3. 29.) Kerr, mein Herz ist nicht hoffårtig, und meine

Augen sind nicht stolg, und ich wandle nicht in (strebe nicht nach) großen Dingen, die mir zu hoch sind. (pl. 131, 1.) Dúng te dich nicht weise (zu) feyn, sondern fürchte den Herrn, und weiche vom Bösen. (Spr. Sal. 3, 7.). Ein witziger (1 ahrhaft vers ftåndiger) Mann gibt nicht selbstlobend) Klugheit vor; aber das Herz des Narren rufet feine Narrheit aus. (Spr. Sal. 12, 23.) Prange nicht vor dem Könige, und tritt (orånge dich) nicht an den Ort der Großen; denn es ist dir besser, daß man zu dir sage: Tritt hier herauf! denn daß du geniedrigeft (jur ůd gerest) wirft. (Spr. Sal. 25, 6.7.) Ein Weiser růh, me sich nicht seiner Weisheit; ein Starker rühme sich nicht seiner Stårke; ein Reicher rühme sich nicht seines Reichthums; sondern wer fich rühmen will, der růbme fich deß, daß er mich wisse und kenne, daß ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Ges rechtigkeit über auf Erden. (Ser.9, 23.24.) - Bleibe gern im niedrigen Stande; das ist besser, denn alles, da die Welt nach trachtet. Je bóber du bist, je mehr dich demüthige: so wird dir der Herr hold reyn; denn der Herr ist der Aderhochste, und thut doce große Dinge durch die Demüthigen. Stehe nicht nach hos herm Stande, und denke nicht über dein Vermögen. (Sir 3, 19-22.) Wer viel plaudert, der machet fich feindselig; und wer Rich viel Gewalt anmaßet, dem wird man gram. (Sir. 20, 8.)

N. E. Selig sind, die da gefftlic arm (oemüthigen Hero

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Bibllfde Glaubens, und Sittenlehre. zens) find; denn das Himmelreld ist ihr Crie sind wahre Shriften). (Matth. 5, 3.), - Kaltet euch nicht selbst für Flug. (Rom, 12, 17.) Niemand halte höher von fich, denn (vors) ge. schrieben ist, auf daß sich nicht einer wider den andern aufblase. Denn wer hat dich vorgezogen? Was hast du aber, daß du nicht empfangen haft? So du es aber empfangen hast, was råhmeft du dich denn, als der es nicht empfangen båtte ? (1. Kor. 4,6.7.) Das (610 be) Wiffen blåset auf, aber die (thåtige) Liebe bessert (nå set). So aber rich Jemand dunken låßt, er misle etwas, der weiß noch nichts, wie er wissen fou. So aber Jemand Gott fie. bet, derselbige (erst) ist von ihm erkannt (werth geachtet). (1. Kor. 8.1-3.) Nidt, daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken, als von uns selber, sondern, daß wir tüchtig sind, ist von Gott. (1. Kor. 3, 5.) Wir dürfen (mögen) uns nicht unter die rechnen und zählen, To fich felbft loben; wir aber. rühmen uns nicht über da. Ziel (ole Gebühr), sondern nur nach dem Ziel der Regel, damit uns Gott abgemessen hat das Ziel (nach dem wahren Werthe des uns von Gott anvers trauten Berufs). Wer sich aber rühmet, der råbme fich des Herrn; denn darum ift einer nicht tächtig (be no brt), daß er sich felbft lobet, sondern daß ihn der Herr lobe. (2. Kor. 10, 12. 13. 17. 18.) So ich mich ja rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit (Leiden für Jesus Lehre) rühmen. (2. Kor. 11, 30.) Es ist mir ja das Rühmen nicht núße (erlaubt); und fo ich mich (aber doch) rühmen wollte, thate ich darum nicht thórs lich; denn ich wollte (würde damit ja nur) die Wahrheit sa. gen. Ich enthalte mich aber deß (sleichwohl), auf daß nicht Semand mich höher acte, denn er an mir stebet oder von mir hó. ret. (.. Kor. 12, 1.6.) So aber sich jemand laßt důnken, er fey etmas, fo er doch nichts ist, der betrůge fich felbft. (Sal. 6,3.) Aus Gnaden reyd ibr selig geworden durch den Glauben, und daro felbige nicht aus euch; Gottes Gabe ift es; nicht aus den Berken, auf daß fich nicht Jemand rühme. (Eph. 2, 8. 9.) Nides thut durch Bank oder ettle Ehre (aus Parteisucht oder Eitelkeit), sondern durch Demuth achtet euch unter einander einer den andern höher, denn sich selbst. (Phil. 2, 3.) Gott widerstehet den Hofo fårtigen, aber den Demůchigen gibt er Gnade. (Jaf. 4,6.) (Bibl. Gesd), 266, 271, 274. 280. 344.)

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