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und Tribut auf. Ich ging nach dem Land Saimerisu). Mariu), den König vott Saimerisu, schloß ich in Damaskus, seiner föniglichen Stadt, ein. Die furcht und der Schrecken Usurs, meines Herrn, kam über ihn, und er nahm meine füße und brachte mir Huldigung dar. 2300 Talente Silber, 20 Calente Gold, 3000 Čalente Bronze, 5000 Talente Eisen, Tuch, bunte Stoffe, Leinen, ein Lager von Elfenbein, eine Sänfte von Elfenbein, Kiffen, feine Güter, fein Eigentum in zahlloser Menge empfing ich in Damaskus, seiner königlichen Stadt, in seinem Palast.“

Daß das babylonische Reich nicht lange in seiner Einigung der ursprünglichen Kleinstaaten verharren könne, war wohl vorauszusehen, und haben wir bereits bei den leßten Königen von diesen neuen Einzelftaaten vernommen, die der Großkönig begünstigte, da er von ihrer gegenseitigen Eifersüchtelei nur Vorteil 30g.

„Alle Könige des Landes Kaldu (Chaldäa) huldigten mir. Steuern und Tribut für künftige Tage legte ich ihnen auf. Babylon, Borsippa, Kutha brachten den Ueberschuß von Bel, Nebo, Nergal, reine Gaben.“

Hiermit ist ziemlich unverblümt ausgesprochen, daß Rammannirari verstand, das Geld zu nehmen, wo er es fand; entweder, daß sich die Babylonier eine richtige Tempelsteuer gefallen lassen mußten, oder daß der Großkönig die Darbringung von wertvollen Tempelkleinodien in Original gradezu anordnete, während er den beraubten Göttern Opfer brachte, um seine Oberherrschaft über ganz Babylonien kundzutun, wie auch Salmanassar getan.

Am meisten Mühe machten ihm die Meder, gegen die er acht feldzüge unternahm. Sie drohten schon damals, was sie 200 Jahre später ausführten.

Der Schluß der großen Inschrift ist noch nicht gefunden. Wir
wissen auch nicht das Jahr, in dem Damaskus erobert wurde. Einige
nahmen 803 an. Im Jahre 806 war Rammannirari gegen Arpad
gezogen, 805 war er in Haza, 804 kämpfte er gegen Baeli, 803 am
Mittelmeer, während die Pest verheerend durch Üliyrien 309.
Reich der Syrer konnte sich nicht mehr halten; denn von der einen Seite
drängte Usjyrien, von der Undern Israel unter seinem König Joas, der
die Syrer dreimal schlug und also der „Heiland Israels“ wurde 3). Es
liegt hier nämlich gar kein zwingender Ørund vor, weshalb man unter
diesem Heiland Rammannirari verstehn soll, wie A. Jeremias 4) tut
und meint als guter Kritiker, die späteren Herausgeber hätten diesen
Namen ausgemerzt! Andere verstehen Jerobeam II. Doch berichtet
die Geschichte: „Dreimal schlug ihn (den Syrer) Joas und brachte die
Städte Israels wieder“, während Jerobeam II. sogar Damaskus und
Hamath in seine Gewalt bekam 5).

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1) Syrien, das sonst Suri heißt.
2) Benhadad III.
3) 2. Kön. 13, 5—25.
4) U. T. O., S. 298.
5) 2. Kön. 14, 28.

War Syrien zerbrochen, dann sollte die Reihe an Israel, dann an Ujiyrien selbst kommen, daß seine Macht nicht allein vermindert, fondern gänzlich aufgelöst werde; doch gewann Assyrien noch eine Frist und das auf eine Weise, von der die Steinschriften uns nichts berichten als nur Andeutungen, wohl aber das alte Testament. Es geschah um diese Zeit, daß Jona, ein Prophet des kleinen Israel, in der Hauptstadt des assyrischen Reiches auftrat und auf Befehl des unsichtbaren lebendigen Gottes Stadt und Volk den nahen Untergang verkündigte. Da tat der Großkönig mit seinem ganzen Volke Buße, und das Verderben wurde um 200 Jahre aufgehalten ?).

An diesen merkwürdigen Vorgang erinnert nicht allein der heutige Name des Trümmerhügels Nebi Junus, d. i. Prophet Jona, sondern auch die vorerwähnte Bildsäule des Nebo, die des Königs Verordnung trägt, daß von nun an nur ein Gott anzubeten fei. Daß sich dabei die Affyrer den Einen Gott als Nebo vorstellten, der bis zu jener Zeit in Assyrien noch nicht verehrt worden war, das zeigt nur, wie auch die Predigt eines Boten des wahrhaftigen Gottes verkehrt und verkeßert werden kann.

In Birs Nimrud, wo der Großkönig fich einen neuen Palast gebaut, fand sich die Inschrift:

„Palaft Rammanniraris, des großen Königs, des mächtigen Königs, des Königs der Völker, des Königs von Äffyrien, des Königs, den Åfür, der König der Engel, in seiner Kindheit berief und mit einem Fürstentum ohne gleichen belehnte, dessen Herrschaft er wohlgefällig machte den Bewohnern Assyriens und dessen Namen er fest gründete.“

In andrer Ueberseßung steht diese Inschrift drei Seiten zuvor..

Es wird nicht zufällig sein, daß wir auch von dem Ende dieses Königs gar nichts vernehmen. Er verschwand wie die andern sangund klanglos. Wer dazu geholfen, können wir nur vermuten. Es folgte sein Sohn

Salmanasar III. 782—772 v. Chr. König von Assyrien, ein schwacher Herr; doch soll er nach dem Eponymenkanon fünf Feldzüge gegen Urartu, d. i. Urmenien, unternommen haben. In dieser Zeit warfen Syrien, Israel und Juda das Joch affurs ab, zahlten keinen Tribut mehr und vergrößerten sogar ihr Gebiet auf Kosten von Assyrien ?). Zwar nannte sich der Großkönig noch König von Babylonien und als solcher Jvalusch IV. :), aber Babylonien wird nicht hinter den andern Vafallenstaaten zurückgestanden sein, sondern die günstige Gelegenheit benüßt, seine Unab

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hängigkeit wieder gewonnen und bis auf weiteres behauptet haben.
Äuf Salmanassar, der stillen Abschied nahm, folgte

Arardafar oder Afurdan III.
772–754 König von Affyrien, seinem schwachen Vorgänger ähnlich.
Dazu wurde das Land zweimal, 766 und 760, von der Pest heimgesucht.
Um so weniger fonnten die abgefallenen Cänder zurückgewonnen werden.

Im 9. Jahr seiner Regierung wurde das ganze affyrische Reich von dem Geist des Aufruhrs bewegt, und im Monat Siwan desselben Jahres wurde eine für Affyrien vollständige Sonnenfinsternis beobachtet, die nach den Berechnungen verschiedener Astronomen entweder am 15. oder 26. Juni 763 v. Chr. stattgefunden hat. Von diesem firpunkt aus wird die assyrische Zeitrechnung rüdwärts und vorwärts bestimmt.

Inschriftlich:

„Unter dem Eponymat des Purilsagali"), des Statthalters der Stadt Guzana. Aufstand in der Stadt Affur. Jm Monat Siwan stellte sich eine Verfinsterung der Sonne ein.

Es hat aber 121 Jahre zuvor unter Asurnasirpal, und zwar im ersten Jahr feiner Regierung, auch eine Sonnenfinsternis stattgefunden, über die m. W. noch fein Spruch der Astronomen ergangen ist. Es folgte

Afurnirari II. 754—745 v. Chr. König von Affyrien, von dem der Eponymantanon fagt, er sei im Cand geblieben. Doch unternahm er im lekten Jahr feiner Regierung einen feldzug gegen Aleppo und Arpad. Während seiner Abwesenheit erhob sich in der Heimat ein Aufruhr, der ohne Zweifel von langer hand her vorbereitet war. Und als der König vom Feldzug heimkehrte verschwand er in Kalah. In demselben Jahr starb auch Jerobeam II., der in Israel 40 Jahre, 785—745 v. Chr., kräftig regiert hatte. Wie lange dieser Aufstand und politische Umwälzung in Affyrien dauerte, wer ihn angezettelt und genährt, darüber gibt keine Inschrift Auskunft. Vielmehr wird solches wie jedes Königs. Ende mit Stillschweigen zugedeckt. Es steht nur zu vermuten, daß die obersten Heerführer sich zu einem Anschlag gegen den schwachen König vereinigten und ihn ins Feld lodten, um zu Hause bei ihrer Arbeit ungestört zu sein; daß sie ihn bei seiner Rückkehr ermordeten, um einen aus ihrer Mitte zum König zu wählen. Dieser eine war Dulu oder Phul, von Geburt wahrscheinlich ein Babylonier, der sich als König von Assyrien Tiglatpilesar nannte. In dieser Zeit des Umsturzes legte sich mancher, dem das nicht zukam, königliche Ehren bei, wie eine Inschrift von dem Meister des Palastes Belharranbelusur berichtet, er habe eine Stadt ge

1) Andere lesen Bursagali.

gründet und einen Tempel darin gebaut, die Stadt aber auch nach seinem, nicht nach des Königs Namen, Durbelharranbelusur genannt.

Ciplatpilerar III. 745—727 v. Chr. König von Assyrien und Babylonien. Ptolemäus, dessen Kanon mit dieser Zeit beginnt, nennt ihn, wie auch Berosus tut, Por, eine andre Uussprache von Dul. Mit ihm beginnt, wie die Art und Umstände seiner Thronbesteigung genugsam beweisen, eine neue Dynastie und eine Regierung nach neuen Grundsäken, indem die Priester, deren Tempel den größten Teil des Grundbesißes inne hatten, mehr und mehr beschränkt, die erwerbenden Volksklaffen aber von dem Drucke der Priester befreit wurden, die auch Verwalter der Tempelschäße waren und als Wechsler den Metallmarkt beherrscht hatten.

Nach dem Eponymenkanon bestieg Phul den Thron von Assyrien am 13. Uaru und schon im Tisritu unternahm er, der seine Leute nur zu gut kannte, einen Beutezug gegen Rabunasir von Babylonien, der 747---733 v. Chr. regierte. In diesem Jahre stellten die Sternkundigen von Babylonien fest, daß der frühlingsanfang nicht mehr im Zeichen des Stiers, sondern in dem des Widders liege.

Dieser Feldzug scheint feinen glänzenden Verlauf gehabt zu haben, da durch die Einstellung der kriegstüchtigen Chaldäer das babylonische Heer dem assyrischen gleichwertig geworden war. Doch läßt Tiglatpilesar berichten:

„Von Beginn meiner Herrschaft. Von der Stadt Dur-Kurigalzu, der Sonnenstadt Sippara, der Stadt der Dubäer Pasitau bis hin nach Nippur, die Jtuh, Kubuh, das Gebiet der Uramäer insgesamt, die in den Niederungen des Tigris und des Surapi bis zum fluß Ukni, der am Gestade des untern Meeres ... nahm ich in Besitz. Zu Tellkamri

, das man die Stadt Humut nennt, baute ich eine Stadt. Karasur nannte ich ihren Namen. Die Bewohner der Länder, die Beute meiner Hand, siedelte ich dort an. Meinen Statthalter setzte ich darüber. Das Land Bitsilani nach seinem Umfang zermalmte ich wie ...., die Stadt Sarrabani, ihre große Hauptstadt, verwüstete ich gleich einer Windsbraut, ihre Beute führte ich fort. Nabuusabsa, ihren König, ließ ich vor den Toren seiner Stadt pfählen "); seine Gefangenen, sein Weib, Teine Söhne, feine Töchter, seine habe, die schätze seines Palastes führte ich als Beute fort. Das Land Bitammukani zertrat ich wie bei dem Dreichen, die Gesamtheit seiner Bewohner ... schleppte ich nach Affyrien. Jch, der ich Pukud, Ruhue, Lihtau schlug, aus ihren Wohnsitzen fortführte, die Uramäer, fo viele ihrer waren, meinem Joche unterwarf und ihren Königen die Herrschaft nahm.“

Die fortseßung dieser Inschrift wird später mitgeteilt werden. Erst nach Jahren wurde Tiglatpilesar durch Ulinzir von Bitamukkani als Oberherr anerkannt.

Uuf Nabunasir war sein Sohn Rabunadinziri, bei Ptolemäus Radios gen. gefolgt; aber er starb schon nach zweijähriger Regierung in einem Aufstand, an dem Affyrien vermutlich nicht unbeteiligt war, getötet von dem Statthalter Nabusumukin. Nachdem dieser 2 Monate und 12 Tage König gespielt hatte, stürzte ihn Ukinzir II., bei den Griechen Chinziros genannt. Er huldigte dem Großkönig in der Stadt Sapia, mit ihm Mardukbaliddina von Bitjakin. Die babylonische Chronik berichtet darüber :

1) Andre übersetzen „kreuzigen“; aber auf affyrischen Bildwerken sieht man tein Kreuzigen, wohl aber das Pfählen häufig dargestellt.

_„Als Tiglatpilefar in das Land Urkad hinabgezogen war, wurde Bitammukan der Baraus gemacht und Ukinzir gefangen genommen. 3 Jahre übte Ulinzir die Herrschaft über Babel aus. Tiglatpilefar bestieg in Babel den Thron”)."

Das herrliche Cand am untern Euphrat und Tigris war durch die andauernden Kriege weit und breit verwüstet, die Städte verbrannt, die Palmenhaine abgehauen, die Kanäle vernachlässigt; aber die affyrischen Hofschreiber fragen nichts danach und singen des Königs Loblied in der alten Weise:

„Palaft Tiglatpilefars, des großen Königs, des Königs der Völfer, des Königs von Affyrien, des Königs von Sumer und Akkad, des Königs der vier Weltgegenden, des starken Helden, der unter dem Beistand Sjurs, seines Herrn, die Wohnstätten derer, die ihm nicht zu willen waren, gleich Töpfen zerschmiß, sintflutgleich überwältigte und den Winden preisgab; des Königs, der im Namen Asurs, Samas und Marduks, der großen Götter, umherzog und vom Meer Bitjakins) bis zum Berg Bikni 9 im Osten und vom Weltmeer 5 bis nach Musri'), von Nord bis Süd die Länder unterwarf und beherrschte.“

„Den Ulinzir, den Sohn des Umukkan, schloß ich in der Stadt Sapia, seiner Königsstadt, ein; viele seiner Mannschaften tötete ich vor seinen Toren.

Die Palmenhaine vor seiner Burg hieb ich ab und ließ auch nicht eine Palme übrig, alle feine Städte zerstörte ich, verbrannte sie mit feuer. Das Land Bitsilan, das Land Bitammukan und das Land Bitsahalli verwüstete ich gleich einem Sturmfluthügel. Den Tribut des Belesys, Sohnes des Dakkuri, des Nadin von Cantamak, Silber, Gold, Edelsteine empfing ich. Merodachbaladan, Sohn des Jakin, der König des Meeres (Meerlandes), der zur Zeit meiner königlichen Vorfahren vor keinen derselben erschienen war noch ihre Füße geküßt hatte, der Schreden der Majestät Ufurs, meines Herrn, warf ihn darnieder; er erschien in der Stadt Sapia vor mir und küßte meine Füße. Gold, der Staub seines Landes, in großen Mengen, ein goldnes Trinkgefäß, in Gold gefaßte Steine, Edelsteine, das Erzeugnis des Meeres 9), Gewänder von Berom, viele Spezereien von allerlei Art, Ochsen und Schafe empfing ich als seinen Tribut.“

Bei dem ersten Einfall Tiglatpilesars in Syrien regierte noch Mienahem als Jsraels König zu Samaria. Er erfaufte von Phul Schonung für Thron und Leben für 1000 Zentner Silber); denn dieser war mit Babylonien beschäftigt und mit den Aramäern „vom Ufer des

1) E. Schrader, A. d. W. 1887, S. 592.
2) Persischer Meerbusen.
3) Viell. Damawand, der höchste Berg im perf. Elburus-Gebirg.
-) Mittelmeer.
5) Zicht Wegypten, sondern ein Teil von Urabien.

) Die Vermutung E. Schraders, damit feien Perlen gemeint, liegt sehr nahe, da noch heute der persische Meerbusen, an den das Meerland ftößt, reich an Lagern von Perlenmuscheln ist.

) 2. Kön. 15, 19.

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