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Klagen, das Sorgen und Bangen des einsamen Knechtes Gottes, das behält er für sich, das schreibt er am liebsten nicht einmal seinem Comité.

Ihr habt vielleicht vorhin gedacht: „Welch ein Gottessegen in der kurzen Zeit von 16 Jahren! das ist der Mühe und des Schweißes werth !" jest sagt ihr wohl umgekehrt: „Ach, der arme Mann, der sein Leben an solche Arbeit segt! Gottlob, daß dies nicht mein loo8 ist! Wie finden sich doch noch immer wieder Leute, die da hinausgehen!“

Ich darf daher wohl bitten, daß ihr euren Missionssinn noch vertiefen und noch mehr in die Erkenntniß eindringen mögt, warum wir tro Mühe und Arbeit, troß Seufzen und Sorgen doch bei dieser Arbeit bleiben, ja bleiben würden, auch wenn wir noch weniger Frucht schauten und mit dem Knechte Gottes flagen müßten: „Ich dachte, ich arbeitete vergeblich, und brachte meine Kräfte umsonst und unnüßlich zu." Denn erstens: haben wir Christi Gebot. So lange das Wort in der Bibel steht: „Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker!" und hundert andere, so lange gehen wir, ob wir viel oder wenig Frucht schauen, ja ob auch das Wasser manchmal bis an die Seele stiege. Wir treiben nicht Mission aus Enthusiasmus, sondern aus Gehorsam. Und dann: fiche nur einmal deine Erfolge an, christlicher Vater, gottesfürchtige Mutter! Þast du nicht vielleicht unter deinen eigenen Kindern, die du von Mindesbeinen an bemüht gewesen bist in der Zucht und Vermahnung zum Herrn zu erziehen, eines, bei dem deine Zucht, alle Gebete und Thränen noch nicht so recht angeschlagen haben? was hast du alles an dasselbe gewandt? vor welchen Einflüssen ist es bewahrt geblieben? Dagegen die Heiden: In welchem sittlichen Elende liegen sie, welchen Einflüssen der Familie, ja der ganzen heidnischen Luft, der Gesete selber, die sie zum Sündigen zwingen und das Sündigen zur Volksordnung machen, sind sie seit vielen Generationen ausgesetzt! Was muß das für ein Hebel sein, der sie aus solcher Tiefe heraushebt! Wahrlich, vergegenwärtigt man sich dies Alles, dann wird es zum Wunder, daß wir Berliner Missionare nicht etwa auf einem lange angebaut gewesenen Missionsfelde, nicht bei intelligenten, wohlunterrichteten Leuten, sondern im urwüchsigen, finstern Heidenthume anfangend, die ersten Jahre auf etwa 2–4 und nun endlich auf 16 Stationen, in nur 16 Jahren, die, welche sich zum Herrn gewandt, nad Tausenden zählen dürfen! Siehe, das sage ich, der ich dir vorhin offen die Sorgen und Seufzer eines Missionars mitgetheilt habe. Freilich das kann ich Gott zu Ehren sagen: Muthloß am Werke, müde in der Mission zu arbeiten — das bin ich noch nie geworden. Nein! ein Missionarsleben ist kein vergeblich gelebtes!

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1011 in Bonny.

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(3m Auftrage derselben herausgegeben.)

Gütersloh. Druď von C. Bertelsmann.

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3ch wende mich zum Schluß und lese als solchen v. 28: „Sie hatten aber ihr Wesen allda nicht eine kleine Zeit bei den Süngern." - Wie Paulus und Barnabas nun in Antiochien eine geraume Zeit blieben, so soll es iegt auch mir bescheert sein in deiner Mitte, heimische Missionggemeinde. Wir lernen also aus dem gelesenen Worte, daß die Besuche der Missionare in der Heimath apostolisch legitimirt sind und wir damit nidht8 Neues thun.

Möge — das ist mein ernster Wunsch und mein brünstiges Gebet – dieser mein Aufenthalt im Vaterlande gesegnet sein, gesegnet für mich, gesegnet für unser Missionswerk im Ganzen und was ich am meisten ersehne gesegnet für manche unsterbliche Seele.

Martyrium in Bonny. Bischof S. Crowther und seine von lauter schwarzen Geistlichen bediente Nigers mission ist unsern Lesern wol bekannt (Aug. M.-3. 1875 S. 30 fi.). Eine der Hauptstationen dieses Missionsgebietes, auf der 2 Geistliche, von denen einer des Bischofs Sohn ist, thätig sind, ist Bonny, an einer der Mündungen des Niger, nicht weit von der Küste landeinwärts gelegen. Bis noch vor nicht allzulanger Zeit ging hier noch Menschenfresserei im Schwange. Der verstorbene König Bepple, der einst England besuchte und dort getauft wurde, war eben ohne Einfluß auf sein Volt wie es jetzt leider sein Sohn, König Georg, ist

. Die heidnischen Häuptlinge üben alle Gewalt aus. Diejen gereichte es nun zum großen Aergerniß, daß eine Anzahl Schwarzer, unter ihnen auch manhe Sklaven, an den Herrn Jesum gläubig wurden, den Sonntag heiligten und den Gößen nicht mehr opferten. Schon Ende 1873 waren sie daher mit Gewaltmaßregeln gegen die Christen vorgegangen, doch hatten sie noch keinen des Lebens beraubt. Bischof Crowthe versuchte die Leute umzustimmen, erreichte aber seinen Zweck nicht. Als die Zahl der Christen sich vermehrte, brach im November 1875 der heidnische Fanatismus von neuem los. Man verlangte von den Christen, daß sie sich an den Todtenopfern betheiligen sollten, die man dem Vater eines Häuptlinge darbrachte und als fie fich deß auf's bestimmteste weigerten, wurden 10 in Eisen gelegt. Shlimmer noch erging es einem erst fürzlich getauften Sllaven Josua, der den Manen seines längst verstorbenen Baters Todtenopfer bringen sollte. Schon früher war er arg geschlagen worden, weil er den Sonntag heiligte und als er jegt erklärte, heidnische Opfer zu bringen verbiete ihm sein christlicher Glaube, da wurde er von 4 Mann hoch in die Luft geschleudert und jo auf die Erde fallen gelassen. Auf die neue Aufforderung zu thun, was man von ihm verlange, gab er zur Antwort: „Wenn mein Herr das Schwerste von mir fordert, so will ich mein Bestes versuchen es zu thun. Wenn er verlangte, ich sollte die Belt auf meinem Kopfe tragen, so wollte ich versuchen, ob ich es thun könnte. Wenn er aber verlangt, daß ich an Gößenopfern Týeil nehmen soll, so werde ich das nimmermehr thun.“ Darauf band ihm sein Herr Hände und Füße und schleppte ihn in ein Kanoe, um ihn zu ertränken. Als er Josua zu dem Herrn Jesus beten hörte, gerieth er in neue Wuth und sprach zu einem der anwesenden Häuptlinge: „Dieser Menso, den ich zu tödten im Begriff bin, fährt fort gerade das zu thun, weshalb wir ihn bestrafen“, und dann zu Josua gewandt: „Du beteft? Warte ich will dich lehren, was beten ist.“ Darauf gab er Befehl, daß das arme Dpfer ins Wasser geschleudert werde. Als der Hörper nicht untersant wurde er nochmals in das Kanoe gehoben und von neuem gefragt, ob er widerrufen wollte. „Nun und nimmermehr" lautete die Antwort. Da wurde der muthige Zeuge abermals ins Wasser geworfen und so lange mit Rudern auf sein Þaupt geschlagen und mit Schifferstangen in seinen Leib gestoßen bis der Körper endlich untersant. So endete der erste Märtyrer von Bonny. Bischof Crowther hat darauf abermals mit den Häuptlingen eine Unterredung gehabt, ohne daß es ihm jedoch bis jetzt gelungen wäre, ihre Feindschaft zu brechen.

Verhandlungen

der

zu Bremen gehaltenen

vierten

allgemeinen Mifflons-Conferenz

in

der Simmelfahrtswoche 1876.

(Im Auftrage derselben herausgegeben.)

Gütersloh. Drud von C. Bertelsmann,

1 8 7 6.

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