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Halle,
in goh. Christ. Hendels Verlage,

1 79 4.

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Vorerinnerung.

Darf

arf man denn wol einen so verdächtio gen Mann, wie Thomas Hobbes ist, in Deutsch, land auftreten lassen?

Freylich wär' es meis ne Schuldigkeit, ihn von dem allgemein auf ihm ruhenden Verdacht zu befreyen; aber das ist keine leichte Sache, und in mancher Hinsicht unmöglich.

Die Römisch · katholische Kirche wird ihm nie vergeben, was er zu ihrem Nachtheil geschries ben hat. Die Protestantische Kirche wird in den Verzeichnissen der Schriftsteller für und wie der die Offenbarung ihm seine Stelle immer noch unter den Deisten anweisen müssen. Und ein: zelne Gelehrte und Denfer aller Art, die eins

mal für das Gegentheil seiner Behauptungen ein. t genommen sind, werden sich, in Ansehung ihres | Urtheiles, von ihm schwerlich umstimmen. Auch

lassen sich manche von seinen Såzjen ohne So. phisterey gar nicht vertheidigen.

Rann

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Fann man aber gleich ihn nicht auffer ale len Verdacht Pezzen, so ist doch nod Hofnung da, es lo ireit zu bringen, daß man ihn ohne herischenden Widerwillen ruhig andre', und was er Gahres und Gutes hat, als rohes Mas terial ansehe, bearbeite und zum Frommen ana pende. Zu dieser Hofnung berechtigen mich die vielen ungefangenen Denfer unter den Geleht's ten und Geschäftsmännern, die noch nicht Par, then genonimen haben , also noch immer Luft und Fähigkeit besitzen, jede Lehre faltblütig zu untersuchen, und, was sich ihnen als Wahrheit auforinget, auch dafür anzunehmen, und wie billig gehörigen Ortes zu nuzten; - folche, die ber einem jeden Buche schon im voraus anneh. men, daß nicht durchgängig eitel Wahrheit, oder eitel Irrthum darinn seyn kann, und mit dem Vorfan lesen: wir wollen alles prüfen und das Beste behalten, sonderlich, wenn's zugleich zum Frieden dient. Auf solche Männer, fag'ich, gründet sich die Hofnung, die ich hege, daß manche von den Lehren' und Winken unseres Philofophen hundert und mehr Jahre nach ihm Benuzt werden, und die Wirkung vielleicht jezt hervorbringen, die er beabsichtete, aber aus vies len Ursachen, zum Theil durch seine eigne Schulb, in seinem Zeitalter nicht ganz hervorbringen konnte.

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Dennoch aber reicht hierzu, wie ich wol Tehe, nicht hin, wenn man alle ehedem von ihm gefällte günstige Urtheile sammelte, und auch das, was jene vorbey gelassen haben, zu seiner Empfehlung hinzufügre, oder die Einwürfe des rer, von welchen eë angegriffen worden ist, wis derlegte. Vielmehr muß man ihn selbst lesen. Hat er nun in dem Leviathan die hauptsächlichs sten Lehren, weshalb er berüchtiget ist, in Ver. bindung vorgetragen, so wird eine kurze Ueber. sicht seines Lebens hier nicht am unrechten Orte stehn, da dasselbe über die Gelegenheit zur Vers fertigung des Leviathans und über die Absich. ten, die er daben vor Augen hatte, einiges Licht verbreitet.

Thomas Hobbes wurde 1588 den sten April zu Malmesbury in England gebohren. Sein Vater, ein Geistlicher dieses Ortes, uns terrichtete ihn in den gelehrten Sprachen, und fchikte ihn 1603 in dessen 15ten Jahre nach Ore ford auf die Hoheschule, wo er mit der Aristo. telischen Philosophie bekannt wurde. Fünf Jahr

nach.

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